Futuremark 3DMark: Atom-Tablet und High-End-PC mit einem Benchmark vergleichen

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Volker Rißka (+1)
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Fazit

Hier ist er nun also, der neue 3DMark; zumindest der erste Teil. Die vorab viel beworbene Kompatibilität über alle Plattformen hinweg kann zum Start der neuen Version nicht getestet werden, fehlen doch noch die entsprechenden Lösungen für Windows RT, Android und iOS. Was bleibt, ist deshalb heute „nur“ eine weitere Ausgabe eines Windows-Benchmarks in aktualisierter Version, der zumindest hier und da einen Ausblick gibt, was in einigen Wochen und Monaten möglich sein wird.

3DMark
3DMark

Inwiefern diese von Futuremark beschriebene Vergleichbarkeit am Ende jedoch wirklich sinnvoll eingesetzt werden kann, bleibt abzuwarten. Wirklich plattformunabhängige Vergleiche mögen zwar jetzt nicht mehr nur theoretisch sondern auch praktisch möglich sein, jedoch ist der Nutzen stark vom Einsatzgebiet abhängig und eben vor allem bei unterschiedlichen Software-Plattformen interessant. Dass unser Atom-Tablet mit 2.456 Punkten im ersten Test „Ice Storm“ keine Chance gegen einen Core i7-3770K bei 4,5 GHz mit einer GeForce GTX 690 hat, war uns auch ohne die von ihm erzielten 176.414 Punkte bewusst. Interessanter wird es also erst mit den anderen drei Versionen des Programms, sodass man passende Tablet- und auch Smartphone-Produkte aus dem gleichen Marktumfeld aber unterschiedlichen Architekturen miteinander konkurrieren lassen kann.

Technisch ist der neue 3DMark ein zweischneidiges Schwert. Der für mobile Geräte gedachte Ice-Storm-Test ist, wenig überraschend, optisch keine Augenweide, da er sich an die Gegebenheiten der schlechter ausgestatteten, mobilen Ableger richtet. Interessanter aus PC-Sicht ist da schon der Cloud-Gate-Test, auch wenn die Grafik – zwar deutlich besser als bei Ice Storm – ebenfalls nicht auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Der für moderne Rechner gedachte Fire-Strike-Test ist technisch vielleicht nicht durchweg makellos, optisch als Gesamtpaket aber eine wahre Augenweide, so dass auch High-End-PC-Besitzer mit dem neuen 3DMark auf ihre Kosten kommen. Der normale Preset ist bereits ganz hübsch, die Extreme-Einstellung zeugt dann aber davon, dass bei (sehr niedriger Framerate) Futuremark nicht vergessen hat, wie eine sehr gute Grafik auszusehen hat. Die Sequenz ist mit den zahlreichen Partikel-, Rauch- und Feuereffekte zwar auf eine „Effekthascherei“ ausgelegt, wen das aber nicht stört, bekommt die bis heute beste Echtzeitgrafik auf den Monitor gezaubert.

Optisch ist der 3DMark dank „Fire Strike“ also durchaus gut gelungen, was bis jetzt eigentlich eines der wichtigsten Kriterien für den 3DMark war. Ob das neue Wunschziel, unterschiedliche Plattformen miteinander vergleich zu können, aber tatsächlich so gut funktioniert wie Futuremark behauptet, wird sich erst mit der Zeit feststellen lassen.