6/6 Crucial M500 240 GB SSD im Test : Kleiner. Günstiger. Langsamer?

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Fazit

Es lässt sich bereits am Datenblatt erkennen, das die Crucial M500 240 GB nicht das Leistungsniveau der 480- und 960-GB-Variante erreicht, was insofern außergewöhnlich ist, als bislang alle gängigen SSDs ab einer Kapazität von 240 GB die maximale Leistung erreichten. Die doppelt so großen Speicherchips der M500 verschieben diese Grenze nun jedoch.

Die Frage zum Anfang des Tests war allerdings, wie stark sich die geringere Schreibleistung auf den Alltag auswirkt. Das Fazit: In vielen Fällen wird der Anwender den Unterschied nicht bemerken, da SSDs oftmals vor allem von den kurzen Reaktionszeiten und parallelen Zugriffen profitieren – diese bietet auch die „kleine“ Variante. Ebenso deutlich wurde, dass man den Unterschied durchaus merkt, sobald Anwendungen von hohen Schreibraten profitieren. Verglichen mit dem Vorgängermodell m4, die bereits bei einer Kapazität von 256 GB das Leistungsoptimum erreichte, stellt aber selbst die M500 mit 240 GB noch eine – wenn auch nur leichte – Verbesserung dar. Wer mehr will, muss zu den Varianten mit 480 oder 960 GB Speicherkapazität greifen, die dann auch eine Schreibleistung auf dem Niveau der Konkurrenz bieten.

SSDs mit 240-256 GB und 480-512 GB Speicherplatz
(möglichst sofortige Lieferbarkeit)
Modell Preis 240-256 GB Preis 480-512 GB Garantie
Adata SP900 165,99 Euro 3 Jahre
Adata SX910 214,90 Euro 432,16 Euro 5 Jahre
Corsair Neutron GTX 213,90 Euro 399,00 Euro 3 Jahre
Crucial m4 155,47 Euro 329,90 Euro 3 Jahre
Crucial M500 165,74 Euro 308,88 Euro 3 Jahre
Intel SSD 520 209,89 Euro nicht lieferbar 5 Jahre
Intel SSD 335 173,82 Euro 3 Jahre
OCZ Vector 227,39 Euro 449,00 Euro 5 Jahre
OCZ Vertex 4 199,49 Euro 529,00 Euro 5 Jahre
OCZ Vertex 450 202,14 Euro tba 3 Jahre
Plextor M5 Pro 204,80 Euro 379,90 Euro 5 Jahre
Samsung Serie 840
(TLC-Speicher)
140,85 Euro 259,00 Euro 3 Jahre
Samsung Serie 840 Pro 190,46 Euro 388,99 Euro 5 Jahre
Seagate 600 SSD (7 mm) 199,90 Euro 366,98 Euro 3 Jahre

Ein großer Vorteil der M500 ist nach wie vor der Preis pro Gigabyte. Unter den SSDs mit MLC-Speicherchips können lediglich der Vorgänger m4 und günstigere Modelle mit SandForce-Controller mithalten, wobei in letzteren langsamere Speicherchips mit asynchronem ONFI-Interface verbaut werden. Alle anderen SSDs aus dem gehobenen Leistungssegment kosten in der 2xx-GB-Variante etwa 25 bis 60 Euro mehr.

Als weitere Option bleibt zudem nach wie vor die Samsung Serie 840, die zumindest bei leseintensiven Anwendungen ihre Vorteile gegenüber der M500 hat und durch den Einsatz des günstigeren TLC-Speichers preislich unerreicht ist. Erkauft wird dies jedoch durch eine niedrigere Lebensdauer und eine schwächere Schreibleistung.

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