3/8 4 × Mini-ITX für Haswell im Test : ASRock, Asus, Gigabyte & MSI auf 289 cm²

, 114 Kommentare

Gigabyte Z87N-WIFI

Ein preislicher Bruch erfolgt bei den beiden folgenden Platinen, kosten diese noch nur knapp über 100 Euro. Die Gigabyte-Lösung Z87N-WIFI wurde zum Testzeitpunkt bereits kurzzeitig für 103 Euro verkauft, später pendelte sich der Preis aber wieder bei 120 Euro ein.

Auffällig ist der deutlich in Richtung Grafikkartenslot gerutschte CPU-Sockel, was Probleme mit großen Kühlern nach sich zieht. Auch der 4-Pin-Stromstecker in der Mitte der Platine ist alles andere als optimal platziert. Keine Probleme gibt es hingegen beim 24-Pin-ATX-Anschluss sowie den vier SATA-Ports, die leicht zugänglich an der oberen Kante sind.

Gigabyte GA-Z87N-WIFI

Bei den Speicherbänken hat sich Gigabyte für die Old-School-Lösung mit doppelter Arretierung (an beiden Seiten) entschieden, dadurch schlägt der Kunde jedoch beim Ein- und Ausbau entweder an der Grafikkarte an, oder kann bei leeren Speicherslots mit offenen Halterungen im schlimmsten Fall keine Grafikkarte installieren. In Anbetracht dessen, dass Gigabyte selbst auf anderen Platinen besser verfährt, ist das gerade in diesem kleinen Format nur schwer nachvollziehbar.

Gigabyte-Familienfoto: Klein trifft groß
Gigabyte-Familienfoto: Klein trifft groß

Unterm Strich wirkt die Platine von Gigabyte am wenigsten aufgeräumt. Vier Hauptbestandteile zur Spannungsversorgung bei der CPU, zwei weitere neben dem ATX-Stecker, dazu die Batterie flach und nicht vertikal und platzsparend verbaut. Am I/O-Panel findet sich zum Großteil gewohnte Kost, einzig der Einsatz von zwei HDMI-Port verwundert, müssen für HDMI doch pro Anschluss zusätzliche Lizenzgebühren bezahlt werden – alle anderen Konkurrenten bieten dort neben DVI und HDMI den lizenzfreien DisplayPort.

Der – prozentual gesehen – bereits recht große Preisunterschied zu den Produkten von ASRock und Asus hinterlässt insgesamt sichtbare Spuren.

MSI Z87I

Zweiter Vertreter der etwas günstigeren Klasse an Z87-Mini-ITX-Boards ist das MSI Z87I. Vom Layout her ist das Z87I sehr nah am Gigabyte Z87N-WIFI angesiedelt. Der CPU-Sockel ist an ähnlicher Position im Verhältnis zu den Speicherbänken und dem Grafikkartenslot platziert, alle wichtigen Anschlüsse liegen oberhalb.

MSI Z87I

Der putzig kleine Kühlkörper des Chipsatzes fällt kaum auf und reist dementsprechend auch keine Bäume aus, primär dient dieser schlichtweg dem Schutz des darunter liegenden Plattform Controller Hubs (PCH), der keinen Heatspreader besitzt und dessen Chip sonst komplett offen liegen würde. Dem kleinen Kühlkörper entgegen steht jedoch das Konstrukt bei der Spannungsversorgung der CPU, an dessen Kante der 4-Pin-Stromstecker eingesetzt werden muss, was nur mit viel Fummelei gelingen will.

Bei der Ausstattung stechen die beiden LAN-Ports hervor, ein WLAN-Modul sorgt auch hier mit nach außen gelegten Anschlüssen für drahtlose Konnektivität. Mit lediglich vier SATA-Ports zeigt sich wie bei der Gigabyte-Version, dass Interessenten es hier mit den etwas günstigeren Vertretern zu tun haben. Die Platzierung an der Oberseite erleichtert den Zugang, die interne Drehung der Ports verhindert die Nutzung von abgewinkelten Kabeln.

Auf der nächsten Seite: Testergebnisse