Samsung Galaxy S4 zoom im Test: Mehr Digitalkamera als Smartphone

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Sasan Abdi
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Display

Für das Design gilt, dass man die Abstammung vom „großen“ Galaxy S4 deutlich erkennt. Bei der weiteren Ausstattung ist dies allerdings nicht der Fall, weswegen man Samsung durchaus vorwerfen kann, mit dem Begriff „S4“ auf Kundenfang zu gehen. Dabei zeigt sich beim Display, dass das S4 zoom eher ein abgewandeltes S4 mini denn ein vollwertiges „echtes“ S4 ist: Bei einer Größe von 4,3 Zoll verfügt das Display des Testkandidaten wie das des S4 mini über eine Auflösung von 540 × 960 Pixel.

Samsung Galaxy S4 zoom - Display
Samsung Galaxy S4 zoom - Display

Die daraus resultierende Pixeldichte von 256 ppi sorgt für eine scharfe, tadellose Darstellung, die sich im Prinzip nicht verstecken muss. Dennoch hat uns der Ansatz von Samsung überrascht, da man gerade für einen Smartphone-Kamera-Hybrid von einem großen, möglichst hochauflösenden Display profitieren würde. Es hat also nicht nur Bezeichnungsgründe, dass wir uns ein größeres und höher auflösendes Display vom S4 zoom erhofft hätten.

Die verwendete Super-AMOLED-Technologie trumpft wie gehabt mit exzellenten Schwarzwerten auf. Dafür ist es um die Maximalhelligkeit auch in diesem Fall wieder nicht hervorragend bestellt: Bei rund 300 cd/m² kommt man bei strahlendem Sonnenschein nur gerade so zu recht, auch wenn der ermittelte Wert auch in diesem Fall wieder AMOLED-typisch vom dargestellten Inhalt bzw. dem Grad des Zooms abhängig ist.

Display-Werte im Detail

Performance & Oberfläche

Ähnlich gestaltet sich die Situation bei der Performance-Ausstattung: Auch hier zeigt sich, dass der Testkandidat eher ein Abkömmling vom S4 mini ist, weswegen Samsung auf eine Quad-Core-CPU auf modernstem SoC verzichtet.

Stattdessen kommt der nach wie vor potente, aber nicht mehr taufrische Exynos 4212 SoC aus konzerneigener Fertigung zum Einsatz. Dieser verfügt über eine 1,5-GHz-Dual-Core-CPU und eine Mali-400-GPU; zur Seite stehen zeitgemäße 1,5 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Klar, dass auch diese Kombination locker ausreicht, um wunderbar flüssig durch die Menüs der bestens bekannten TouchWiz-Oberfläche zu navigieren. Und auch beim schnellen Wechsel zwischen und dem Öffnen von mehreren Apps kommt das S4 zoom nicht ins Straucheln, was insofern wichtig ist, als dass die Kamera – und damit das zentrale Element – auch in diesen Situationen im Bruchteil einer Sekunde einsatzbereit ist.

Für Spitzenplätze in unserem umfangreichen Benchmark-Testfeld reicht es dennoch nicht. Bedingt durch die nicht mehr topaktuelle Ausstattung belegt das S4 zoom hier Plätze im Mittelfeld, wobei auffällt, dass es in den Browser-Benchmarks dank des guten Stock-Angebots von Android 4.2 für eine Platzierung im oberen Bereich reicht.

Benchmark-Werte im Detail