3/8 Cooler Master VS-Series V450S im Test : Preis-Leistung überzeugt

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Technik

Nach dem Lösen der Schrauben und dem Öffnen des Netzteils fällt unser Blick auf die Elektronik. Wie immer gilt: Nicht nachmachen – Lebensgefahr!

Cooler Master V450S – Überblick Elektronik
Cooler Master V450S – Überblick Elektronik
Cooler Master V450S – Lüfter
Cooler Master V450S – Lüfter

Die Technik der VS-Serie hat abgesehen vom zum Teil identischen verwendeten Schaltungsprinzip mit LLC-Resonanzwandlung und DC-DC-Spannungwandlern keine Ähnlichkeit zur Elektronik der V-Serie, da Cooler Master für die schwächere Version auf eine Plattform aus dem Hause Enhance setzt. Typisch für diesen Hersteller sind die relativ großen Kühlkörper mit den charakteristisch gebogenen Kühlfinnen. Für den notwendigen Luftstrom sorgt der bekannte D12SH-12-Lüfter im 120-mm-Format aus dem Hause Yate Loon – ein einfacher Gleitlagerlüfter mit überschaubarer Lebenserwartung.

Cooler Master V450S – Eingangsfilterung
Cooler Master V450S – Eingangsfilterung
Cooler Master V450S – Kabelmanagementplatine
Cooler Master V450S – Kabelmanagementplatine

Die Eingangsfilterung beginnt mit einem X- und zwei Y-Kondensatoren direkt an der Netzbuchse und wird nach einem Ferritkern auf der Hautplatine mit zwei weiteren X- und Y-Kondensatoren, zwei Spulen und dem MOV als passivem Überspannungsschutz fortgesetzt. Die Eingangsfilterung ist damit vollständig. Als Primärkondensator kommt ein 105-Grad-Modell mit 420 Volt Spannungsfestigkeit und 330 Mikrofarad Kapazität des japanischen Herstellers Panasonic zum Einsatz, sekundär werden Polymer-Feststoffkondensatoren und 105-Grad-Elkos von Teapo sowie ein Elko von Sus'con verbaut. Den Einsatz von Kondensatoren der Marke Sus'con sehen wir aufgrund unserer Erfahrungen kritisch. Auf der Platine des modularen Kabelmanagements dienen 105-Grad-Elkos von Suncon der weiteren Filterung. Unseren Erfahrungen nach ist der Primärkondensator beim Einsatz im europäischen Stromnetz ein Feature für die Ausstattungsliste: Die höher belasteten Sekundärkondensatoren und der Gleitlagerlüfter sorgen dafür, das die erwartete Lebensdauer des Netzteils auch bei Nutzung eines preiswerteren Modells nicht nennenswert geringer wäre.

Cooler Master V450S – Sekundärseite im Detail
Cooler Master V450S – Sekundärseite im Detail
Cooler Master V450S – Kabelmanagementplatine mit Filterungskondensatoren
Cooler Master V450S – Kabelmanagementplatine mit Filterungskondensatoren
Cooler Master V450S – Lötqualität
Cooler Master V450S – Lötqualität

Die Lötqualität ist vorbildlich. Der Sicherungschip vom Typ Siti PS223 befindet sich auf der Unterseite der Platine und stellt die versprochenen Schutzschaltungen bereit. Ebenso können wir die für den Überstromschutz notwendigen Messwiderstände und den zusätzlichen Temperatursensor für den Überhitzungsschutz klar ausmachen. Cooler Master kombiniert also für das V450S eine gelungene, leistungsfähige Grundplattform mit Mittelklassebestückung und einfachem Gleitlagerlüfter.

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