2/2 Samsung Galaxy Tab S : Tablets mit 8,4 und 10,5 Zoll AMOLED vorgestellt

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Unser Ersteindruck und Fazit

Zur Produktpräsentation von Galaxy Tab S 8.4 und Galaxy Tab 10.5 stellte Samsung die Super-AMOLED-Displays als herausragendstes Merkmal in den Fokus. Und das nicht zu Unrecht. Zwar überzeugen die von Samsung verbauten OLED-Displays schon auf Smartphones mit ihrer Darstellungsqualität, doch auf Diagonalen von 8,4 und 10,5 Zoll wirken die Displays geradezu bombastisch. Während Farben dem Anwender fast schon entgegenspringen, entsteht bei schwarzen Motiven der Eindruck eines ausgeschalteten Displays. Schwarze Balken, die bei Filmen auf einer Anzeige im 16:10-Format unweigerlich auftreten, fallen nicht durch störende Lichthöfe auf und sind stattdessen wirklich Tiefschwarz.

Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert
Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert

Die Displays gefallen aber auch über ihre subjektiv hoch ausfallende Maximalhelligkeit und die Unabhängigkeit gegenüber jedweder Blickwinkel. Von allen Seiten und Winkeln betrachtet bleibt die Darstellungsqualität auf einem sehr hohen Niveau. Zur sehr guten Darstellung trägt auch die hohe Auflösung der Tablets bei. Weil Samsung auch in der kleineren Variante ein Display mit 2.560 × 1.600 Bildpunkten verbaut, sieht dieses Modell noch eine Stufe schärfer aus. Einzelne Pixel sind aber auch auf dem Galaxy Tab S 10.5 nur bei sehr genauer Betrachtung zu erkennen.

Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert
Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert
Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert
Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert

Die dünne Bauweise der Tablets nahm während der Vorstellung den zweiten Platz der wichtigen Merkmale ein. Und auch hier folgt auf viel Tamtam ein gelungener Auftritt. Denn mit nur 6,6 Millimetern sind die Tablets dünner als fast jedes Konkurrenzprodukt. Nur dem Sony Xperia Z2 Tablet, das 6,4 Millimeter dick ist, müssen sich Galaxy Tab S 8.4 und Galaxy Tab S 10.5 geschlagen geben. Gemessen an der 10-Zoll-Variante ist das Sony-Tablet zudem rund 25 Gramm leichter. Samsung liegt mit 465 Gramm stattdessen auf Augenhöhe zum Apple iPad Air.

Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert
Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert
Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert
Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert

Trotz Kunststoffgehäuse und sehr dünner Bauweise fällt die Galaxy-Tab-S-Serie alles andere als instabil aus. In einem ersten Test ließen sich die Gehäuse nur minimal verwinden, wobei das Galaxy Tab S 8.4 etwas besser abschneidet. Qualitativ konnten die Geräte ebenso überzeugen, wenngleich eine Alukonstruktion den Kaufpreis besser widerspiegelt. Der neue Rahmen im gebürsteten Look steht den Tablets besser als die geriffelte Chrom-Version, die noch auf dem Galaxy S5 zum Einsatz kommt.

Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 – Zubehör ausprobiert

Samsung sieht die Tablets als Weiterführung der mit dem Galaxy S5 eingeführten Designlinie „Modern Flash“. Bei den Tablets steht das für einen größeren Abstand der Rasterung auf der Rückseite und eine leicht veränderte Oberfläche. Diese fällt etwas glatter und somit auch weniger griffig als beim Smartphone aus. Zumindest in puncto Griffigkeit gefällt uns das Galaxy S5 besser. Die Tablets sind aber spürbar dünner als das Telefon, jedoch nicht gegen Wasser oder Staub geschützt.

Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert
Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert
Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert
Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert

Die Leistungsfähigkeit der Tablets können wir hingegen nicht bemängeln. Da Samsung nicht länger auf „Magazine UX“ der CES-Neuheiten Galaxy Tab Pro und Note Pro setzt, fühlt sich Android 4.4 KitKat heimischer und zugleich etwas schneller an. Unter „Magazine UX“ hatten wir auf der Messe in Las Vegas Ruckler festgestellt, die auf dem Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 nicht oder nur sehr selten auftraten. Die Funktionen von „SideSync 3.0“ konnten wir bisher noch nicht selbst ausprobieren. Samsung demonstrierte uns aber das Annehmen und Tätigen von Telefonaten sowie das Verschieben von Dateien anhand eines Galaxy S5, was stets zuverlässig funktionierte.

Der im Home-Button verbaute Fingerabdruckscanner bleibt bezüglich seiner Fähigkeiten unverändert gegenüber dem Galaxy S5. Schon auf dem Smartphone war unser Fazit nicht so positiv wie das, das wir zum Apple iPhone 5S gefällt haben. Auch bei den Tablets muss der Finger vergleichsweise mühsam über die Taste gezogen werden, was nicht immer sofort erkannt wird. Apples Vorgehen, einen Sensor zu verbauen, der unabhängig von der Ausrichtung schon beim Auflegen reagiert, sehen wir weiterhin als bessere Lösung an.

Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert
Samsung Galaxy Tab S 8.4 und 10.5 ausprobiert

Dass der Gesamtauftritt trotzdem gelungen ist, zeigten vor Ort in New York nicht nur unsere Reaktionen auf die Tablets, sondern auch die der versammelten Presse. Denn über die laut Samsung zwei wichtigsten Merkmale der Tablets geht das Konzept auf. Für die Displays lassen sich kaum ausreichend Superlative finden, um diese zu beschreiben, und auch die Baumform hinterlässt sowohl beim Galaxy Tab S 8.4 als auch dem größeren Galaxy Tab S 10.5 einen soliden Eindruck. Mit Preisen von 399 und 499 Euro sehen wir die Tablets in den Preisbereichen der vergleichbaren Konkurrenz angesiedelt, sodass Samsung sich in diesem Punkt nicht selbst ein Bein stellt. Das endgültige Fazit folgt im geplanten Test der Super-AMOLED-Tablets.

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