2/5 Motorola Moto X (2014) im Test : Das Flaggschiff wird größer, schneller und teurer

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Display

Für das spürbar größere Gehäuse ist das um 0,5 Zoll auf nun 5,2 Zoll angewachsene Display verantwortlich. Im Gegensatz zum Vorgänger verfügt dieses über die Full-HD-Auflösung mit 1.080 × 1.920 Pixeln, was im Zuge der angewachsenen Bildschirmgröße in einer Pixeldichte von 424 ppi resultiert. Geschützt wird das Display nach wie vor durch Gorilla Glass.

Motorola Moto X 2014 – Kräftige Farben dank AMOLED-Display
Motorola Moto X 2014 – Kräftige Farben dank AMOLED-Display

Der AMOLED-Technik bleibt Motorola auch bei der Neuauflage treu. Diese sorgt wie gewohnt für sehr gute Kontrastwerte, die Helligkeit wurde zudem auf 374 cd/m² erhöht. Für ein Smartphone dieser Preisklasse ist dies trotzdem wenig, die Konkurrenz bietet teilweise deutlich leuchtstärkere Panels, wenn auch nicht auf OLED-Basis. Die fehlende Leuchtkraft macht sich auch bei der Verwendung des Moto X bei starker Sonneneinstrahlung bemerkbar; das Ablesen wird hier deutlich erschwert.

Motorola Moto X 2014 – Display mit Full-HD
Motorola Moto X 2014 – Display mit Full-HD
Motorola Moto X 2014 – Nahezu unverändertes Android 4.4.4
Motorola Moto X 2014 – Nahezu unverändertes Android 4.4.4
Motorola Moto X 2014 – Nahezu unverändertes Android 4.4.4
Motorola Moto X 2014 – Nahezu unverändertes Android 4.4.4

Farben werden in der aktuellen Variante gewohnt kräftig, aber mit einer Farbtemperatur von 5.600° Kelvin sichtbar wärmer dargestellt. Die Winkelstabilität lässt hingegen keine Wünsche offen. Die Darstellung von Schrift fällt erwartungsgemäß gut aus, mit bloßem Auge lässt sich keine Treppenbildung feststellen.

Performance

Die von Motorola auf den Namen „Mobile Computing System“ getaufte Prozessorbasis besteht unter anderem aus einem Qualcomm Snapdragon 801 (MSM8974-AC), dessen vier Krait-400-Kerne eine Taktfrequenz von bis zu 2,5 Gigahertz erreichen, und Adreno-330-Grafikeinheit. Die Größe des Arbeitsspeichers ist mit zwei Gigabyte vom Vorgänger übernommen worden. Hinzu kommt jeweils ein Prozessor für Sprache sowie für kontextuelles Computing.

Da Motorola auch schwächeren Smartphones zur flüssigen Benutzung verhilft, verwundert es nicht, dass dies auch beim neuen Moto X der Fall ist. Sowohl durch mit Widgets versehene Homescreens wie auch komplexe Webseiten wird ohne Ruckler gescrollt, Apps starten ohne spürbare Verzögerung. Dies spiegelt sich auch in den Messwerten wider, bei denen das Moto X immer auf den vorderen Plätzen zu finden ist – lediglich in den Browser-Tests muss das neue Moto X Federn lassen.

Motorola Moto X 2014 – 5,2 Zoll großes Display
Motorola Moto X 2014 – 5,2 Zoll großes Display

In den Bereichen Multimedia und Spiele kann die zweite Auflage des Moto X ebenso den Anforderungen gerecht werden. Dank der Hardware-Basis werden Filme in 1080p und in allen Formaten und Levels ohne Ruckler abgespielt. Spiele laufen selbst in hohen Detailstufen flüssig. Bei längerer Nutzung ist jedoch eine deutliche Wärmeentwicklung auf der Rückseite zu beobachten, welche jedoch nie unangenehm wird.

Hierbei offenbart sich jedoch eine Schwäche des neuen Moto X: Während die oben und unten angebrachten Lautsprecher des aktuellen Moto G im Landscape-Modus für Stereo-Sound sorgen, kann beim Moto X nur der untere Lautsprecher zur Medienwiedergabe verwendet werden. Der obere Lautsprecher ist einzig der Telefonie am Ohr vorbehalten, selbst die Freisprechfunktion am Smartphone wird ausschließlich über den unteren Lautsprecher abgewickelt.

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