Galaxy S6 edge+ ausprobiert : Samsungs großes Smartphone ist nicht mehr das Galaxy Note

, 118 Kommentare
Galaxy S6 edge+ ausprobiert: Samsungs großes Smartphone ist nicht mehr das Galaxy Note

Samsung hat soeben zwei neue Großformat-Smartphones vorgestellt: das Galaxy S6 edge+ und das Galaxy Note 5. Die Überraschung: Das Galaxy S6 edge+ löst das Galaxy Note als große Alternative zum Galaxy S ab. Samsung hat ComputerBase erklärt, warum das so ist, und zudem beide Geräte vorab ausprobieren lassen.

Das Samsung Galaxy S6 edge+ ist in Deutschland ab dem 4. September in den Farben „Sapphire-Black“ und „Gold-Platinum“ mit 32 GByte Speicher zur unverbindlichen Preisempfehlung von 799 Euro erhältlich. Datum und Preis der 64-GB-Version wurden für Deutschland nicht bekannt gegeben.

Erweiterung statt Ablöse

Das Galaxy S6 edge+ erweitert im September die bisher aus dem Galaxy S6 und dem Galaxy S6 edge bestehende Produktfamilie. Anders als es bisher im Herbst durch ein neues Galaxy Note der Fall war, löst das Galaxy S6 edge+ technisch nicht das im Frühjahr auf dem spanischen Mobile World Congress vorgestellte Galaxy S6 (edge) ab. Wie Samsung gegenüber ComputerBase erklärt hat, soll im Herbst nicht mehr ein Smartphone mit besserer Hardware vorgestellt werden, das das nur wenige Monate alte Galaxy S in puncto Ausstattung ablöst und Kunden dieser Modelle verärgern könnten. Deshalb fallen die Veränderungen im Vergleich zum Galaxy S6 (edge) auch moderat aus und ergeben sich primär aus der größeren Bauform. Neue Technik gibt es nur an vereinzelten Stellen wie dem größeren Arbeitsspeicher.

Samsung Galaxy S6 edge+
Samsung Galaxy S6 edge
Samsung Galaxy S6
Samsung Galaxy Note 5
Samsung Galaxy Note 4
Software:
(bei Erscheinen)
Android 5.1 Android 5.0 Android 5.1 Android 4.4
Display: 5,70 Zoll
1.440 × 2.560, 515 ppi
WQHD Super AMOLED, Gorilla Glass 4
5,10 Zoll
1.440 × 2.560, 576 ppi
WQHD Super AMOLED, Gorilla Glass 4
5,70 Zoll
1.440 × 2.560, 515 ppi
WQHD Super AMOLED, Gorilla Glass 4
5,70 Zoll
1.440 × 2.560, 515 ppi
WQHD Super AMOLED
Bedienung: Touch
Fingerabdrucksensor, Status-LED
Touch, Stylus
Fingerabdrucksensor, Status-LED
SoC: Samsung Exynos 7420
4 × Cortex-A57, 2,10 GHz
4 × Cortex-A53, 1,50 GHz
14 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 805
4 × Krait 450, 2,70 GHz
28 nm, 32-Bit
Variante
Samsung Exynos 5
4 × Krait 450, 2,70 GHz
20 nm, 64-Bit
GPU: Mali-T760 MP8
772 MHz
Adreno 420
600 MHz
Variante
Mali-T706
600 MHz
RAM: 4.096 MB
LPDDR4
3.072 MB
LPDDR4
4.096 MB
LPDDR4
3.072 MB
LPDDR3
Speicher: 32 / 64 GB 32 / 64 / 128 GB 32 / 64 GB 32 GB (+microSD)
Kamera: 16,0 MP, 2160p
LED, f/1,9, AF, OIS
16,0 MP, 2160p
LED, f/2,2, AF, OIS
Sekundär-Kamera: Nein
Frontkamera: 5,0 MP, 1440p
f/1,9, AF
3,7 MP, 1080p
AF
GSM: GPRS + EDGE
UMTS: HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE: Advanced
↓450 ↑50 Mbit/s
Advanced
↓300 ↑50 Mbit/s
Advanced
↓450 ↑50 Mbit/s
Advanced
↓300 ↑50 Mbit/s
Variante
Advanced
↓150 ↑50 Mbit/s
WLAN: 802.11 a/b/g/n/ac
Wi-Fi Direct, Miracast
Bluetooth: 4.2 Low Energy 4.1 4.2 Low Energy 4.1
Ortung: A-GPS, GLONASS
Weitere Standards: Micro-USB 2.0, NFC Micro-USB 2.0, MHL, NFC, Infrarot Micro-USB 2.0, NFC, Infrarot Micro-USB 2.0, MHL, NFC Micro-USB 2.0, MHL, NFC, Infrarot
SIM-Karte: Nano-SIM Micro-SIM
Akku: 3.000 mAh (11,55 Wh)
fest verbaut, kabelloses Laden
2.600 mAh (10,01 Wh)
fest verbaut, kabelloses Laden
2.550 mAh (9,82 Wh)
fest verbaut, kabelloses Laden
3.000 mAh
fest verbaut, kabelloses Laden
3.220 mAh (12,40 Wh)
austauschbar
Größe (B×H×T): 75,8 × 154,4 × 6,90 mm 70,1 × 142,1 × 7,00 mm 70,5 × 143,4 × 6,80 mm 76,1 × 153,2 × 7,60 mm 78,6 × 153,5 × 8,50 mm
Schutzart:
Gewicht: 153 g 132 g 138 g 171 g 176 g
Preis: ab 550 € / ab 649 € ab 399 € / ab 480 € / ab 549 € ab 399 € / ab 520 € / ab 817 € ab 480 € / – / 769 €

Großes Display, gleiche Hardware

Der primäre Unterschied vom Galaxy S6 edge+ zur normalen Variante ist das größere Display und nicht wie bisher beim Galaxy Note auch die eine Generation neuere Hardware. Das bedeutet: Die Diagonale des AMOLED-Displays beträgt jetzt 5,7 statt 5,1 Zoll. Damit ist Samsung in puncto Diagonale beim Galaxy S6 edge+ gleichgezogen mit dem Galaxy Note 4 des Vorjahres. Wer ein Galaxy Note bisher also vor allem aufgrund des größeren Displays gekauft hat, bekommt dieses Plus auch beim Galaxy S6 edge+.

Das AMOLED-Display arbeitet wie bei den anderen Modellen mit 1.440 × 2.560 Bildpunkten und erreicht damit eine Pixeldichte von 515 ppi. Geschützt wird das Panel durch gebogenes Gorilla Glass 4, ganz genauso wie es beim Galaxy S6 edge der Fall ist. Auch die Rückseite des Smartphones wird wieder durch das kratzfeste Glas von Corning geschützt.

Neue Edge-Funktionen

Beim Galaxy S6 edge können die gebogenen Bereiche des Displays für spezielle Edge-Funktionen genutzt werden. Wichtige Kontakte lassen sich für den Schnellzugriff hinterlegen oder im ausgeschalteten Zustand Sportergebnisse, Nachrichten, Börsenkurse und ähnliche Informationen einblenden. All diese Edge-Funktionen bietet auch das Galaxy S6 edge+, darüber hinaus sind aber weitere Eigenschaften hinzugekommen.

Im Seitenbereich des Displays können jetzt nicht nur bis zu fünf Kontakte, sondern auch Verknüpfungen zu Apps abgelegt werden. Auch bei diesen ist die Anzahl auf fünf begrenzt. Der bisherigen Anzeige für VIP-Kontakte hat Samsung dafür schlicht eine zweite Seite verpasst, auf der die Apps hinterlegt sind.

Auch für die hinterlegten Kontakte sind neue Funktionen hinzugekommen. Bisher konnten die auf der sogenannten People Edge hinterlegten Personen lediglich per Telefon, SMS oder E-Mail kontaktiert werden. In einer neuen, kreisförmigen Detailansicht für Lieblingskontake stehen jetzt sechs Kommunikationsmittel zur Auswahl. Neu sind Videochats, das Verschicken von Emoticons und das Verschicken von Bildern.

Das Ganze hat allerdings einen Haken: Eigene Apps lassen sich nicht in diese Ansicht legen. So verwehrt Samsung die Nutzung von beliebten Messengern wie WhatsApp oder anderen Diensten. Die verfügbaren Anwendungen sind vordefiniert und darüber hinaus auch noch proprietär. Emoticons, Bilder und Videochats sind nur unter Besitzern eines Galaxy S6 edge+ nutzbar. Kennen sich also zwei Personen und besitzen zufällig das gleiche Smartphone, können sie sich gegenseitig Emoticons oder Bilder schicken und einen Videochat starten, alle anderen Android-Nutzer gehen leer aus.

Auf der nächsten Seite: Gleiches SoC, mehr Speicher