Lieferdrohnen : Amazon und Britische Regierung kooperieren

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Lieferdrohnen: Amazon und Britische Regierung kooperieren
Bild: Amazon

Amazon hat ein Abkommen mit der britischen Regierung getroffen, das dem Unternehmen weitreichendere Befugnisse für Tests mit Lieferdrohnen sichert. Gemeinsam soll erforscht werden, welche Schritte einerseits technisch und andererseits im Hinblick auf die Rahmenbedingungen für Paketlieferungen durch kleine Drohnen notwendig sind.

Ausgeweitete Testbefugnisse

Im Rahmen der Vereinbarung darf Amazon weitergehende Versuche durchführen, die drei Kernbereiche abdecken. Dies sind der Betrieb von Drohnen ohne direkte Sichtverbindung in ländlichen und städtischen Gebieten, Tests zur Leistung der Sensoren, die das Erkennen und Umfliegen von Hindernissen ermöglichen, sowie Flüge, bei denen eine Person mehrere hoch-automatisierte Drohnen bedient.

Amazon Prime Air
Amazon Prime Air (Bild: Amazon)

Für die Versuche gilt ein Höhenlimit von 400 Fuß (122 Meter), zudem dürfen die Drohnen nicht in die Nähe der Flugschneisen von Flughäfen kommen. Welches Drohnenmodell bei den Versuchen zum Einsatz kommen wird, geht aus Amazons Pressemitteilung nicht hervor. Das Unternehmen hatte Ende November letzten Jahres eine zweite Version der Lieferdrohnen präsentiert.

Regierung erhofft sich Erkenntnisse über notwendige Vorschriften

Auf Seiten der britischen Regierung, die durch die Zivilluftfahrtbehörde CAA (Civil Aviation Autority) in die Erprobung der Drohnen involviert ist, erhofft man sich durch die Kooperation Erkenntnisse darüber, welche Betriebsregeln und Sicherheitsvorschriften notwendig sind, um einen sicheren kommerziellen Betrieb von kleinen Drohnen zu gewährleisten und mit dem bestehenden Luftverkehr in Einklang zu bringen.

Prime Air sollte kleine Pakete in maximal 30 Minuten liefern

Für Amazon ist die Lieferung von Paketen durch kleine Drohnen Teil der Zukunftsstrategie. In Zukunft soll der Prime Air getaufte Service Pakete bis zu einem Gewicht von fünf Pfund innerhalb von 30 Minuten beim Kunden abliefern können. Amazon zufolge machen diese kleinen Pakete bis zu 90 Prozent der Bestellungen aus.

Tests auch in anderen Ländern

Bereits seit über einem Jahr testet Amazon seine Drohnenprototypen unter anderem im Rahmen von Freiluft-Tests in Kanada sowie – nach anfänglichen Unstimmigkeiten mit den Behördenin den USA.