3/4 Wileyfox Spark im Test : Für 120 Euro in die Fußstapfen des Moto E

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Durchschnittliche Kamera

Im Wileyfox Spark steckt ein 8-Megapixel-Sensor von OmniVision. Der OV8865 hat eine Größe von 1/3,2 Zoll und eine Pixelgröße von 1,4 Mikrometer. Der Sensor wird rückseitig belichtet (BSI) und schießt Bilder im Format 4:3 mit einer maximalen Auflösung von 3.264 × 2.448 Bildpunkten. Im Videomodus ist maximal Full HD mit 1.920 × 1.080 Pixeln bei 30 FPS möglich, außerdem gibt es einen konfigurierbaren Zeitraffer-Modus.

Bei Tageslicht lassen sich mit dem Spark gute Schnappschüsse aufnehmen, dabei sollte aber stets auf die Richtung der Sonnenstrahlen geachtet werden. Selbst bei bewölktem Himmel kommt das Spark nicht gut mit Gegenlicht zurecht, was einen überstrahlten Himmel und ein ausgeblichenes Motiv zur Folge hat. Beim Spark sollte noch mehr als ohnehin empfohlen stets mit dem Sonnenlicht fotografiert werden.

Wileyfox Spark im Test – Kamera

Für den ersten Start der Kamera muss ungefähr drei Sekunden gewartet werden, auch der Autofokus ist etwas träge und benötigt beim Wechsel von der Ferne zum Nahbereich ein paar Sekunden. Makroaufnahmen sind bis zu einem Abstand von circa 25 Zentimetern zum Motiv möglich, danach gelingt der Fokus nicht mehr.

Akku für einen Tag

Obwohl das Spark am Volumen gemessen nur wenig kleiner als das Swift ist, hat Wileyfox auch beim Akku den Rotstift ansetzen müssen, um den Preis niedrig zu halten. Im günstigsten Modell des Herstellers werkelt ein Akku mit nur noch 2.200 mAh.

Im YouTube-Dauertest bei 200 cd/m² Helligkeit schneidet das Spark mit leicht über sieben Stunden Laufzeit trotzdem so gut ab wie das Swift oder Sony Xperia Z5. Der stets in 720p-Auflösung durchgeführte Test läuft auf dem Spark aber nicht einwandfrei, weshalb das Messergebnis mit Vorsicht zu genießen ist. Die YouTube-App für Android hat auf dem Spark reproduzierbare Probleme 720p-Material fehlerfrei darzustellen. Wird die Auflösung für den Test manuell auf 720p eingestellt, dauert es zunächst mehrere Minuten bis die App diese Umstellung auch tatsächlich übernimmt. Die sichtbare Verbesserung der Bildqualität zeigt dann zwar, dass das Video in 720p abgespielt wird, gleichzeitig wird aber nur noch ein Ausschnitt des Videos abgespielt. Dies könnte die Laufzeit positiv beeinflusst haben.

Bei gleicher Display-Auflösung und Größe und einem ähnlichen Prozessor wie beim Swift zeigt der PCMark eine realistischere Abbildung der Laufzeit. Diese liegt auf demselben Niveau wie das LG G5 und knapp 20 Prozent hinter dem Swift.

LTE Cat. 4 und Dual-SIM

Das MT6735-SoC wird mit einem LTE-Modem der Kategorie 4 ausgeliefert, was Transferraten von bis zu 150 Mbit/s im Downstream möglich macht. Im Netz der Deutschen Telekom sind im Raum Berlin Werte von über 100 Mbit/s realistisch, sodass auch unterwegs HD-Streams und anderen schnellen Downloads nichts im Wege steht.

Das Spark nimmt zwei SIM und eine microSD-Karte auf
Das Spark nimmt zwei SIM und eine microSD-Karte auf

Wie beim Swift gibt es wieder eine über Cyanogen OS konfigurierbare Dual-SIM-Funktion. Für Mobilfunkdaten, Anrufe und SMS kann jeweils eine bevorzugte SIM-Karte eingestellt werden. So lässt sich zum Beispiel ein reiner Datentarif mit einem günstigen Prepaid-Angebot für Telefonate kombinieren, wenn die Internetnutzung im Fokus steht.

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