Wileyfox Spark im Test : Für 120 Euro in die Fußstapfen des Moto E

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Wileyfox Spark im Test: Für 120 Euro in die Fußstapfen des Moto E

Das britische Smartphone-Startup Wileyfox mit Sitz in London springt für Motorola in die Bresche und bietet mit dem Spark eine Art Nachfolger des zuletzt 2015 erneuerten Moto E an. Mit 120 Euro ruft Wileyfox die gleiche Preisempfehlung auf und bringt das Smartphone mit einer ähnlichen Strategie auf den Markt: Wileyfox will gute günstige Smartphones mit unverbasteltem Android anbieten. Statt Stock-Android nutzt Wileyfox aber Cyanogen OS, den kommerziellen Ableger des Custom-ROMs CyanogenMod.

Mit dem im Frühjahr getesteten Mittelklasse-Modell Swift hatte Wileyfox bereits bewiesen, dass das junge Unternehmen die richtige Strategie fährt. Jetzt will das Unternehmen mit dem Spark zeigen, dass das auch für noch weniger Geld funktioniert.

Kein billiges Plastik

Wir wollen bei unseren Geräten keine Rückseiten aus billigem Hochglanz-Plastik verbauen“, sagte Nick Muir bereits zur Präsentation des Swift und Storm, und erneut auch zur Ankündigung des Spark. Der Co-Gründer von Wileyfox und seine Mitgründerin Victoria Denman, beides ehemalige Motorola-Mitarbeiter, gehen damit den richtigen Weg, denn nach 119 Euro fühlt sich das Spark schon mal nicht an. Wieder kommt die vom Swift gewohnte Rückseite zum Einsatz, die sich wie ganz feines Schleifpapier anfühlt – dieses Mal aber noch weniger rau. Ganz ohne Hochglanz kommt das Spark dann aber doch nicht aus: Zwischen Rückseite und der Front mit zum Rand hin gebogenem Glas sitzt eine glänzende Zierleiste mit einer Aussparung oben links für Kopfhörer und einer unten rechts für Micro-USB-Kabel.

Wileyfox Spark im Test
Wileyfox Spark im Test
Wileyfox Spark im Test
Wileyfox Spark im Test
Wileyfox Spark im Test
Wileyfox Spark im Test
Wileyfox Spark im Test
Wileyfox Spark im Test
5-Zoll-Display mit 1.280 × 720 Bildpunkten
5-Zoll-Display mit 1.280 × 720 Bildpunkten
Wileyfox Spark im Test
Wileyfox Spark im Test

Schlicht, einfach, gut

Bis auf das Wileyfox-Logo auf der Rückseite hat das Spark ein sehr schlichtes, zurückhaltendes Design. Trotzdem sieht es nicht langweilig aus, und noch dazu ist es gut verarbeitet. Die Tasten klicken satt und die Rückseite sitzt fest am Gehäuse, kann aber dennoch ohne extremen Kraftaufwand einfach abgezogen werden, um Zugriff auf den austauschbaren Akku, die Speicherkarte und zwei SIM-Schächte zu erhalten.

Helle 5 Zoll mit 720p

Egal wie günstig das Smartphone auch ist, Wileyfox verbaut keine Displays unter 720p-Auflösung, sagte Nick Muir im Gespräch mit ComputerBase. Alles andere wäre in der Tat auch nicht mehr zeitgemäß und würde auf den fünf Zoll des Spark auch nicht mehr gut aussehen. Schon jetzt bei 1.280 × 720 Bildpunkten lassen sich mit bloßem Auge einzelne Bildpunkte ausmachen. In dieser Preisklasse ist das aber kein K.O.-Kriterium.

Wileyfox Spark im Test
Wileyfox Spark im Test

Da Wileyfox ein IPS-Panel mit guten Blickwinkeln verbaut und auch die maximale Helligkeit mit bis zu 464 cd/m² zufriedenstellend ist, gibt es in Summe kaum etwas an dem Display des Spark auszusetzen – immer mit dem niedrigen Preis im Hinterkopf.

Den Weißpunkt trifft Wileyfox diesmal besser als noch beim Swift, außerdem sticht keine der Grundfarben Rot, Grün oder Blau dominant hervor. Der Kontrast liegt mit fast 1.100:1 auf dem Niveau teurerer Geräte. Wie beim Swift ist jedoch die minimale Display-Helligkeit wieder zu hoch eingestellt. 25 cd/m² sind während der Benutzung im Bett unangenehm hell für die Augen, solange keine zweite Lichtquelle eingeschaltet ist.

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