GeForce GTX 1060 im Test : Das können die Modelle für 279 Euro

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GeForce GTX 1060 im Test: Das können die Modelle für 279 Euro

Nvidias GeForce GTX 1060 geht mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 279 Euro an den Start und ist so ein direkter Gegenspieler zu AMDs Radeon RX 480. Denn diese kostet im Handel mit 269 Euro nur 10 Euro weniger. Nvidia selbst hat zur Vorstellung der neuen Grafikkarte jedoch nur das Founders-Edition-Modell verschickt, das 319 Euro kostet, die Board-Partner verschickten nur ihre Premiummodelle. Diese sind zwar schneller und haben einen besseren Kühler, kosten aber noch einmal (deutlich) mehr. So sind die von ComputerBase getestete Palit GeForce GTX 1060 Super JetStream sowie die MSI GeForce GTX 1060 Gaming X 6G erst ab 329 Euro lieferbar. Und damit sind beide Grafikkarten keine Konkurrenten für die Radeon RX 480 im Referenzdesign.

GTX 1060 für 279 Euro vs. RX 480 für 269 Euro

Dabei gibt es durchaus lieferbare GeForce-GTX-1060-Varianten für weniger als 300 Euro. Und auch welche ab den von Nvidia kolportierten 279 Euro. Da bis jetzt unklar ist, wie gut die wirklichen Gegner der Polaris-Karte von AMD sind, hat sich ComputerBase die Gainward GeForce GTX 1060 und die Palit GeForce GTX 1060 Dual aus dem Handel besorgt, die ab 289 Euro beziehungsweise knapp darüber lieferbar sind. Mit diesen ist es möglich, den Lesern einen wirklichen Vergleich zwischen den zwei preislich sehr ähnlichen Grafikkarten von AMD und Nvidia zu zeigen.

An dieser Stelle möchten wir uns beim Online-Händler Caseking bedanken, der beide Modelle zur Verfügung gestellt hat. Dort sind die Gainward-Karte und das Palit-Modell ab 289 Euro zu haben.

Die GeForce GTX 1060 von Gainward und Palit im Detail

Gainward ist ein Tochterunternehmen von Palit – und das sieht man jedes Mal aufs Neue wieder. Die Gainward GeForce GTX 1060 sowie die Palit GeForce GTX 1060 Dual sind bis auf wenige Kleinigkeiten baugleich.

Das PCB ist eine Eigenentwicklung von Palit beziehungsweise Gainward und wird entsprechend auf beiden Grafikkarten verbaut. Anders als bei der GeForce GTX 1060 Founders Edition belegt das PCB die gesamte Länge des Kühlers. Als Stromanschluss gibt es einen Sechs-Pin-Stromstecker.

Modell PCB Länge 6-Pin 8-Pin
Gainward GeForce GTX 1060 Gainward/Palit 25 cm
Palit GeForce GTX 1060 Dual Gainward/Palit 25 cm
MSI GeForce GTX 1060 Gaming X 6G MSI 28 cm
Palit GeForce GTX 1060 Super JetStream Palit 25 cm
Nvidia GeForce GTX 1060 Founders Edition Nvidia 25 cm

Beim Kühler der Palit GeForce GTX 1060 Dual und der Gainward GeForce GTX 1060 zeigt sich erstmals, dass es sich um günstigere Modelle handelt. Das fängt beim Gewicht der Grafikkarten an und endet bei der günstigen Plastikabdeckung. Diese ist übrigens der einzige optische Unterschied zwischen der Gainward- und der Palit-Version. Dennoch gibt es auf beiden Modellen noch drei Heatpipes und sowohl bei beiden Modellen werden die Lüfter bei niedrigen Temperaturen angehalten. Apropos Lüfter: Zwei Axiallüfter mit 85 mm Durchmesser sorgen für die Frischluft.

Modell Slots Kühler Lüfter Lüfter anhalten (2D)
Gainward GeForce GTX 1060 2,0 3 Heatpipes
Alu-Radiator
2 × 85 mm ja
Palit GeForce GTX 1060 Dual 2,0 3 Heatpipes
Alu-Radiator
2 × 85 mm ja
MSI GeForce GTX 1060 Gaming X 6G 2,0 3 Heatpipes
Alu-Radiator
2 × 95 mm (axial) ja
Palit GeForce GTX 1060 Super JetStream 2,5 4 Heatpipes
Alu-Radiator
2 × 90 mm (axial) ja
Nvidia GeForce GTX 1060 Founders Edition 2,0 2 Heatpipes
Alu-Radiator
1 × 65 mm (radial) nein

Die Gainward GeForce GTX 1060 und Palit GeForce GTX 1060 Dual halten sich an den von Nvidia angegebenen Referenztakt. Der Basistakt beträgt entsprechend 1.506 MHz und der Speichertakt 4.000 MHz. Einen kleinen Unterschied zwischen den Grafikkarten gibt es beim Maximaltakt: Die Gainward-Karte agiert maximal mit 1.911 MHz und damit genauso schnell wie die Founders Edition, das Palit-Produkt geht es dagegen mit 1.886 MHz minimal ruhiger an. Laut Palit sind die BIOS-Versionen beider Karten absolut identisch. Doch ist es nicht unüblich, dass Nvidias Boost-Mechanismus je nach GPU-Qualität leicht andere Frequenzen und Spannungen anlegt. Im Langzeittest mit Anno 2205 taktet die Palit-Karte mit 1.746 bis 1.784 MHz und ist damit etwa 50 MHz langsamer als die GeForce GTX 1060 Founders Edition. Der Gainward-Beschleuniger ist mit 1.761 bis 1.801 MHz etwas schneller unterwegs und damit ein Stück näher an der Nvidia-Karte.

Modell GPU-Basistakt Maximaltakt Takt (Anno 2205) Speichertakt
Gainward GeForce GTX 1060 1.506 MHz 1.911 MHz 1.761-1.801 MHz 4.000 MHz
Palit GeForce GTX 1060 Dual 1.506 MHz 1.886 MHz 1.746-1.784 MHz 4.000 MHz
MSI GeForce GTX 1060 Gaming X 6G 1.569 MHz 1.974 MHz 1.936 MHz 4.000 MHz
Palit GeForce GTX 1060 Super JetStream 1.620 MHz 2.025 MHz 1.924-1.949 MHz 4.000 MHz
Nvidia GeForce GTX 1060 Founders Edition 1.506 MHz 1.911 MHz 1.810-1.823 MHz 4.000 MHz
Die GTX 1060 von Gainward und Palit
Die GTX 1060 von Gainward und Palit

Überhaupt keine Einbußen muss der Käufer einer günstigen GeForce GTX 1060 bei den Monitoranschlüssen hinnehmen. Sowohl die Palit GeForce GTX 1060 Dual als auch die Gainward GeForce GTX 1060 bieten wie die größeren Modelle einen Dual-Link-DVI- und einen HDMI-2.0b-Anschluss sowie drei DisplayPort-1.4-Anschlüsse. Beide sind damit in guter Gesellschaft, sämtliche getesteten Partnerkarten der GTX 1060 bieten die gleichen Anschlusskonfiguration mit einer Ausnahme: Die noch nicht getestete Ausnahme ist die Asus GeForce GTX 1060 Strix, die auf einen DisplayPort verzichtet und stattdessen zwei HDMI-Anschlüsse verbaut. Damit soll der VR-Betrieb bequemer sein.

Modell DVI HDMI (2.0b) DisplayPort (1.4)
Gainward GeForce GTX 1060
Palit GeForce GTX 1060 Dual
MSI GeForce GTX 1060 Gaming X 6G
Palit GeForce GTX 1060 Super JetStream
Nvidia GeForce GTX 1060 Founders Edition

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