3/5 PowerColor Devil Box im Test : Aus dem Ultrabook mit TB3 wird ein Gaming-PC

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Testverfahren

ComputerBase hat die Leistung der Devil Box aus drei verschiedenen Perspektiven durchleuchtet, um Interessenten ein möglichst eindeutiges Bild der zu erwartenden Leistungsfähigkeit zu geben.

Gaming-PC vs. Gaming-Notebook vs. Devil Box

Im Fokus steht der Vergleich mit den Systemen, zu denen die neuen externen Gehäuse in Konkurrenz treten: Gaming-PCs auf der einen und Gaming-Notebooks auf der anderen Seite. Um die Leistung des Prozessors bei dieser Betrachtung weitestgehend außen vor zu lassen, wurde die Devil Box zu diesem Zweck am aktuellen Acer Predator 15 betrieben – eine Kombination, die im Alltag natürlich nicht sinnvoll ist.

Weil dieses Notebook aber selbst auf eine mobile GeForce GTX 1070 setzt, lässt sich der Leistungsverlust zwischen interner mobiler Grafikkarte und extern betriebener Founders Edition desselben Typs sauber heraus arbeiten.

Darüber hinaus gibt es den Vergleich mit dem Grafikkarten-Testsystem und damit einem Desktop-Rechner inklusive der GeForce GTX 1070 Founders Edition. Der dort verbaute Core i7-6700K wurde dafür auf das Niveau des im Notebook eingesetzten Core i7-6700HQ getaktet. Komplett vergleichbar sind die Systeme natürlich nicht, es lassen sich jedoch problemlos Tendenzen aufzeigen. Alternativ zu Nvidia gibt es auch Testreihen mit der Radeon RX 480, sowohl in der Devil Box als auch in dem Desktop-System

Der Einfluss von PCIe 3.0 x4

Weitere Tests nehmen den Leistungsunterschied der GeForce GTX 1070 Founders Edidition beim Betrieb über PCIe 3.0 x4 und x16 isoliert unter die Lupe. Darüber lässt sich abschätzen, ob der etwaige Leistungsverlust der Grafikkarte in der Devil Box allein auf diesen Effekt zurück zu führen ist.

Mobiler Quad-Core gegen Dual-Core

Weil die externen Lösungen in der Regel nicht an potenten Quad-Core-Notebooks betrieben werden dürften, zeigen abschließende Messwerte, welche Einfluss die Kombination aus High-End-Grafikkarten und sparsamen Ultrabook-CPUs auf die Leistungsfähigkeit hat.

Als Treiber sind der Crimson 16.9.2 beziehungsweise der GeForce 372.90 installiert.

Im Vergleich zu Gaming-PC und -Notebook

Nein, auch Thunderbolt 3 ist nicht schnell genug, um Grafikkarten extern ohne spürbaren Leistungsverlust anzubinden. So verliert die GeForce GTX 1070 Founders Edition in der Devil Box gegenüber dem Desktop-PC in 1.920 × 1.080 im Durchschnitt 27 Prozent an Performance. Gegenüber dem Notebook sind es 24 Prozent. Dieselbe Größenordnung zeigt sich auch bei AMD: Die Radeon RX 480 rendert in der Devil Box um 22 Prozent langsamer als im Desktop-Rechner.

Werden höhere Auflösungen wie 3.840 × 2.160 benutzt, fällt der Rückstand deutlich geringer aus. Aus 27 Prozent Leistungsverlust werden hier nur noch 15 Prozent. Da bei höheren Auflösungen die GPU länger für ein fertiges Frame benötigt und daher nicht so viele Daten zwischen Grafikkarte und dem restlichen System hin und her geschickt werden müssen, fällt die Differenz in Ultra HD kleiner aus – der Flaschenhals 4x PCIe 3.0 fällt weniger ins Gewicht.

Leistungsverluste zwischen 11 und 54 Prozent

In den einzelnen Spielen fällt auf, dass der Geschwindigkeitsverlust je nach Titel stark variiert. So ist die Devil Box mit der GeForce GTX 1070 in Ashes of the Singularity in 1.920 × 1.080 zum Beispiel nur noch um elf Prozent langsamer. Die externe Grafik überhaupt nicht zu schmecken scheint dagegen Far Cry Primal. Dort liegt der Rückstand bei satten 44 Prozent. Die AMD Radeon RX 480 rendert gar um 54 Prozent langsamer.

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