Intel NUC: Mini-PCs der Einsteigerserie mit Apollo Lake nun offiziell

Volker Rißka 45 Kommentare
Intel NUC: Mini-PCs der Einsteigerserie mit Apollo Lake nun offiziell

Nach den diversen Vorab-Informationen hat Intel die neuen Einsteiger-PCs der NUC-Serie offiziell gemacht. Herzstück der kleinen Desktop-Computer wird ein Celeron J3455 aus der 14-nm-SoC-Familie Apollo Lake, die aktuelle Goldmont-Prozessorkerne mit Skylake-Grafik kombiniert.

Der Celeron J3455 bietet vier Kerne, die mit Taktraten von 1,5 bis 2,3 GHz bei 10 Watt TDP arbeiten. Die daraus resultierende Wärme im Betrieb wird durch eine aktive Kühlung abgeführt. In der TDP enthalten ist auch die Grafikeinheit, die Intel in dieser Sparte HD 500 getauft hat. Im Detail verbergen sich dahinter 12 Execution Units der Skylake-Generation, die aber nur mit 250 bis 750 MHz takten – und so dementsprechend deutlich von der Leistung der klassischen Skylake-Desktop- und Notebook-Prozessoren abweichen wird.

Im Intel NUC Kit NUC6CAYH finden in zwei Speicherbänken maximal 8 GByte DDR3L-1866 Platz, die Variante NUC6CAYS kommt bereits mit 2 GByte DDR3L-1600 im Lieferumfang. Bei der S-Variante (vermutlich für Storage) ist auch 32 GByte eMMC-Speicher bereits im Lieferumfang enthalten, auf dem Windows 10 Home vorinstalliert ist. Ungeachtet dessen steht ein SATA-Anschluss mit 6 Gbit/s und Platz für eine 2,5 Zoll große und maximal 9,5 mm hohe SSD/HDD bereit. Ein SDXC-Kartenslot rundet das Ausstattungspaket in diesem Bereich ab.

Front des Intel NUC Kit NUC6CAYB/NUC6CAYS
Front des Intel NUC Kit NUC6CAYB/NUC6CAYS (Bild: Intel)

Mehr Audio-Möglichkeiten für Cortana & Co.

Eine Neuerung bei den Apollo-Lake-NUCs ist der 3,5-mm-Klinkenanschluss in der Front, der über einen Realtek-ALC283-Chip realisiert wird. Mini-TOSLINK gibt es zusätzich noch an der Rückseite, ein Digital microphone (DMIC) array header für Unterstützung von Sprachassistenen wie Microsofts Cortana ist ebenfalls mit von der Partie, ein passendes Mikrofon gehört in Form von zwei Punkten im Gehäuse zum Lieferumfang.

Zu den weiteren Anschlüssen zählen USB-Schnittstellen, Gigabit-LAN via Realteks 8111HC-Chip und natürlich WLAN-ac über Intels Chip 3168. Ebenfalls bietet Intel weiterhin auch einen Infrarot-Anschluss – dieser wurde zuletzt bei vielen anderen Herstellern wegrationalisiert. Neben einem VGA-Anschluss stellt der Mini-PC auch HDMI 2.0 zur Verfügung, welches für die Skylake-Grafikeinheit typisch noch nicht nativ ist, sondern über einen MegaChip MCDP2800-BCT DisplayPort 1.2a to HDMI 2.0 Level Shifter/Protocol Converter (LSPCON) realisiert wird. Dies ist aktuell der einzige Weg, um bei aktuellen Intel-CPUs an HDMI 2.0 zu kommen.

Rückseite des Intel NUC Kit NUC6CAYB/NUC6CAYS
Rückseite des Intel NUC Kit NUC6CAYB/NUC6CAYS (Bild: Intel)

Wann genau die PCs im Handel stehen, ist aktuell noch nicht bekannt. Die Support-Seiten von Intel für die neuen NUC sind bereits gefüllt mit allen aktuellen Treibern sowie aktualisierten BIOS-Varianten, dem Start steht von dieser Seite aus nichts im Weg. Preislich dürfte sich der Einstieg an dem Vorjahresmodell mit vier Kernen orientieren, die es heute für 165 Euro zu kaufen gibt. Eine erste Listung aus Österreich spricht deshalb heute von 185 Euro, mit steigender Verfügbarkeit tendiert dies wie üblich dann leicht nach unten.