Intel-SSDs 2017: 8 TB und U.2, neue Pro und E, 3D XPoint mit Verspätung

Michael Günsch 29 Kommentare
Intel-SSDs 2017: 8 TB und U.2, neue Pro und E, 3D XPoint mit Verspätung
Bild: Intel

In diesem Jahr wird Intel keine neuen SSDs mehr herausbringen, das gilt auch für die Optane-SSDs mit 3D XPoint. Dafür soll es im kommenden Jahr in allen Bereichen neue Modelle geben. Einige waren bereits durchgesickert, jetzt werden weitere Modelle genannt.

Bereits vor einigen Wochen war der Ausschnitt einer Intel-Roadmap aufgetaucht, der unter anderem Planungen zur 610p als potentieller Nachfolger des NVMe-Einstiegsmodells 600p im Client-Sektor enthüllte. Jetzt nennt DigiTimes weitere Details zu Intels SSD-Aufgebot für 2017 und beruft sich auf Quellen unter den Zulieferern. Die frühestens für das dritte Quartal erwartete 610p ist nicht darunter. Dafür wird die Existenz der 600p als BGA-Variante zur direkten Verlötung auf Hauptplatinen bestätigt. Diese soll ebenso wie das neue SATA-Modell 545s im dritten Quartal 2017 erscheinen. In beiden Fällen soll TLC-3D-NAND eingesetzt werden.

Enterprise-SSDs mit bis zu 8 TB und U.2

Ferner spricht DigiTimes von neuen PCIe-SSDs in der Enterprise-Klasse. Hier soll ebenfalls im dritten Quartal in puncto Speicherplatz durch 2,5-Zoll-Modelle mit U.2-Anschluss und 2, 4 sowie 8 TByte Kapazität deutlich aufgerüstet werden. Konkrete Produkte werden jedoch nicht genannt.

Zuvor soll im Februar und März und damit bereits im ersten Quartal die Massenproduktion der Modelle DC P4500, P4600, P4600 LP und P4500 LP starten. Für das zweite Quartal werden die SATA-Enterprise-Ableger DC S4600 und S4500 sowie ein Nachzügler für die bisherige Einstiegsklasse in Form der DC S3110 genannt.

Pro und Embedded

Die zwischen Consumer- und Enterprise-SSDs angesiedelte Pro-Familie werde im vierten Quartal die Neuzugänge Pro 7600P (PCIe/NVMe) und Pro 5450s (SATA) erhalten. Für Embedded-Systeme sei die neue Serie 5430s (April 2017) geplant, die später auch als M.2-Version (Juli 2017) erscheinen soll. Für das dritte Quartal nennt DigiTimes noch die E 6500p mit MLC-NAND in 20 nm.

3D XPoint hat Verspätung

Schon bei der Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen von Intel deutete sich an, dass die ersten Optane-SSDs mit 3D XPoint statt NAND-Flash doch erst 2017 erscheinen werden. Intel-CEO Krzanich hatte erklärt, dass zwar bereits „tausende Samples“ ausgeliefert wurden und die Qualifizierung zum Jahresende vollzogen werde. Doch die Massenfertigung wird erst 2017 erfolgen, laut DigiTimes sogar erst im zweiten Quartal.

Nach wie vor gilt als wahrscheinlich, dass kleinere Cache-Lösungen mit niedriger Kapazität den Anfang machen. Benchlife hatte passend dazu im Oktober Details zur Intel Optane Memory 8000p Series veröffentlicht. Doch im Gegensatz zum neuen SSD-Aufgebot mit Flash nennt der jüngere Bericht von DigiTimes keine konkreten Modellnamen für die Modelle mit 3D XPoint.

Im Sommer war eine Roadmap durchgesickert, die den Start der Optane-SSDs für Ende 2016 prophezeit hatte. Diese gilt spätestens jetzt als veraltet.