Scythe Mugen 5 im Test: Mehr Kühlleistung und mehr Platz für RAM 2/5

Thomas Böhm 80 Kommentare

Scythe Mugen 5 im Detail

Die Ausstattung des Mugen 5 ist klassenüblich. Der Tower-Kühler kommt mit dem Montagematerial für AMD- und Intel-Prozessoren, einem Lüfter, einer Spritze mit Wärmeleitpaste sowie einer gedruckten Montageanleitung beim Käufer an. Ein Schraubendreher sowie ein zusätzlicher Satz Drahtbügel zur Lüfterbefestigung sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

Der neuer Lüfter dreht langsamer und ist entkoppelt

Scythe bestückt den Mugen 5 mit dem Lüfter Kaze Flex 120 PWM. Das vom japanischen Hersteller selbst entwickelte Modell wird mit einem für einen 120-Millimeter-Lüfter niedrigen Drehzahlbereich von 300 bis 1.200 U/min angegeben. Der Mugen 4 besitzt einen Lüfter mit gleicher Rahmenbreite, allerdings mit höheren Drehzahlen: Scythe nennt 400 bis 1.400 U/min.

Der PWM-fähige Kaze Flex des Mugen 5 ist mit entkoppelnden Gummiaufsätzen an den Ecken des Rahmens ausgestattet – der Lüfter des Vorgängers muss noch ohne Entkopplung auskommen. Der Lüfter des Mugen 5 erreicht im Zusammenspiel mit dem PWM-fähigen Lüfterkanal des Aquaero 5 im Testsystem ein Drehzahlintervall von gut 300 U/min bis maximal 1.150 U/min. Der Lüfter geht dabei zwar einigermaßen leise, aber nie lautlos zu Werke: Ein konstantes Lagerklackern ist bei ruhiger Umgebung und bei niedrigen Drehzahlen wahrnehmbar.

Überarbeiteter Kühlturm, bessere Lüfterbefestigung

Beim Mugen 5 folgt Scythe der Konkurrenz und versetzt den Kühlturm zur Bodenplatte, um mehr Platz für Arbeitsspeicher zu schaffen. Doch auch das Design des Kühlturms wurde modifiziert und trägt nun auf der abschließenden obersten Aluminiumlamelle das Logo des Herstellers. Die Heatpipes des Mugen 5 sind vernickelt und die Drahtbügel zur Lüftermontage wurden überarbeitet: Sie sind nun deutlich angenehmer in der Handhabung – es muss nur noch der zentrale Teil des Drahtbügels am Kühlturm eingehakt werden, was weniger Kraft kostet und damit auch für eine geringere Belastung des Mainboards bei der Montage sorgt.

Die Basis bleibt dieselbe

Abgesehen von den genannten Änderungen erfindet Scythe das Rad nicht neu. Der Mugen 5 bleibt ein Tower-Kühler mit sechs Heatpipes und einem großen Kühlturm. Die Bodenplatte besteht ebenso wie die des Vorgängers aus Kupfer und ist vernickelt. Die zwei von oben sichtbaren Löcher im Kühlturm dienen als Zugangspunkte für den Schraubendreher: Durch das von der Bodenplatte ausgehend zentrale Loch kann der Montagesteg abgeschraubt werden, und durch das randständige Loch wird eine der beiden Schrauben zur Befestigung des Kühlers auf dem CPU-Sockel erreicht.

Ein Blick auf den Kühler mit befestigtem Lüfter zeigt, dass auch der Lüfter den Arbeitsspeicher nicht überragt – der Kühlturm ist so weit versetzt, dass der Lüfter direkt über der Befestigungsschraube des Montagebügels sitzt. Doch auch an die gegenüberliegende Seite hat Scythe gedacht: Um durch den asymmetrisch aufgebauten Kühler keine RAM-Einschränkungen auf Quad-Channel-Systemen oder im Zusammenspiel mit hohen Kühlern Probleme für Spannungswandler zu verursachen, sind die untersten Lamellen verkürzt. Das sorgt für eine Aussparung, die hinter dem CPU-Sockel etwa 5 cm Platz in der Höhe schafft.

Der fixe Montagesteg erleichtert den Einbau

Die Montage des Mugen 5 im Sockel-2011-Testsystem gestaltet sich angenehmer als die des Vorgängers. Eine werkzeuglose Montage ist zwar nicht möglich, aber Scythe legt dem Kühler den passenden Schraubendreher bei. Zunächst werden vier Abstandshalter in die Aufnahmen des Sockels gedreht. Mit diesen werden zwei Metallbügel verschraubt, auf welchen nun im letzten Schritt der Kühler selbst fixiert wird. Zur einfacheren Befestigung des CPU-Kühlers ist hierfür der Steg, der den Kühler mit den Metallbügeln verbindet und auf den Prozessor drückt, fest mit dem Kühlturm verbunden. Beim Mugen 4 wird dieser Montagesteg hingegen nur aufgelegt und rutscht schnell ab, was die Montage unangenehmer macht.

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