Delid Die Mate 2: Prozessoren köpfen mit der Schraubzwinge

Jan-Frederik Timm 298 Kommentare
Delid Die Mate 2: Prozessoren köpfen mit der Schraubzwinge
Bild: Caseking

Roman „der8auer“ Hartung legt mit dem Delid Die Mate 2 das Werkzeug zum einfachen Köpfen aktueller Prozessoren von Intel neu auf. Für die einfachere Handhabung setzt die neue Version auf eine Schraubzwinge und lässt den Blick auf die CPU frei. Der Preis gegenüber dem Vorgänger fällt.

Wie die erste eignet sich auch die zweite Version zum Köpfen von nicht verlöteten Prozessoren für die Sockel LGA-1155 (Ivy Bridge), LGA-1150 (Haswell, Devil's Canyon, Broadwell) und LGA-1151 (Skylake, Kaby Lake). Das Prinzip bleibt unverändert: Die CPU wird eingespannt, woraufhin Package und Heatspreader in einer Scherbewegung in entgegengesetzte Richtungen gedrückt werden. Der beide Komponenten verbindende Kleber gibt daraufhin nach.

Altes Prinzip, neue Methode

Beim Delid Die Mate 2 geht das jetzt allerdings schneller, weil der Prozessor von einer Schraubzwinge in Position gehalten wird, während der Vorgänger noch zerlegt und mit vier Schrauben geschlossen werden musste.

Unter Übertaktern ist das Entfernen des Heatspreaders, der die Abwärme der CPU auf eine größere Fläche verteilen soll, seit Jahren beliebt. Seitdem Intel den Heatspreader nicht mehr verlötet, sondern den Wärmeübergang über eine Wärmeleitpaste sicherstellt, lassen sich durch das Köpfen der CPU und deren Austausch deutlich niedrigere Betriebstemperaturen erzielen. Im Test des Delid Die Mate Ende 2015 konnte ComputerBase einen Core i7-6700K von 71 °C auf 53 °C unter Last bringen, beim Übertakten wurde die Spanne gar noch etwas größer. Erste Tests hatten bei den neuen Kaby-Lake-Prozessoren mindestens ebenso hohe Gewinne erkennen lassen.

Ab Ende Februar für 29,90 Euro

Die neue Version des Delid Die Mate ist ab sofort bei Caseking.de vorbestellbar, ausgeliefert wird ab dem 22. Februar. Der Preis beträgt 29,90 Euro. Das sind 20 Euro weniger, als zuletzt für die erste Generation verlangt wurden. Die hatte ursprünglich sogar 90 Euro gekostet. Im Forum von ComputerBase gibt es bereit eine Diskussion, die sich um das Köpfen des Core i7-7700K dreht.