ASRock, Asus, Gigabyte, MSI: Mainboards erhalten neues BIOS für Intel Optane Memory

Michael Günsch 70 Kommentare
ASRock, Asus, Gigabyte, MSI: Mainboards erhalten neues BIOS für Intel Optane Memory

ASRock, Asus, MSI und Gigabyte haben neue BIOS-Versionen mit erweitertem Support für Intels neuen Optane Memory angekündigt. Die Updates stehen für zahlreiche Mainboards mit den Chipsätzen Z270, H270, Q270 und B250 bereit, die allgemein bereits als „Optane Ready“ gelten, sofern sie den passenden M.2-Steckplatz bieten.

MSI erklärt, dass bereits vor dem BIOS-Update alle MSI-Mainboards der 200-Serie Intels Optane Memory unterstützen, empfiehlt aber ausdrücklich das Aufspielen der nun veröffentlichten neuen Version. Ein Screenshot enthüllt diverse Einstellungen zum Optane Memory, unter anderem einen „RAID/Optane Mode“. Per „Optane Genie“ soll das System mit nur „einem Klick“ auf den Optane Memory eingestellt werden. Weitere Details sowie eine vollständige Liste der betroffenen Mainboards und BIOS-Versionen liefert die Ankündigung von MSI.

BIOS-Optionen für Optane Memory
BIOS-Optionen für Optane Memory (Bild: MSI)

Auch Asus hat Vorkehrungen zum Marktstart des Optane Memory getroffen und ebenfalls neue BIOS-Versionen veröffentlicht. Eine eigens eingerichtete Micro-Site liefert Details zu Modellen, BIOS-Versionen und Update-Vorgang.

Update 30.03.2017 11:18 Uhr

Gigabyte hat ebenfalls neue BIOS-Versionen für Intels Optane Memory publiziert. Pauschal wurden diese für alle Mainboards der 200-Serie angekündigt. Der Screenshot aus Gigabytes Download-Bereich zeigt: Vorerst handelt es sich um Beta-Versionen.

Beta-BIOS für Optane
Beta-BIOS für Optane (Bild: Gigabyte)
Update 27.04.2017 20:33 Uhr

ASRock zieht nach und hat ebenfalls BIOS-Updates mit Optane-Support veröffentlicht. Eine Liste der Mainboards, die ein neues BIOS erhalten, sowie eine Anleitung zum Aufspielen, liefert ASRock auf einer Website.

Das ist Optane Memory

Hinter Optane Memory verbergen sich M.2-Module, die statt mit NAND-Flash mit dem neuen Speichertyp 3D XPoint bestückt sind. Mit nur 16 oder 32 GByte Speicherplatz übernehmen die Module die Aufgabe eines Systembeschleunigers, auf dem häufig genutzte Daten zwischengespeichert werden.

Der Ansatz ist nicht neu: Im Jahr 2005 hatte Intel einen ersten Versuch dieser Art mit NAND-Flash unter dem Codenamen Robson gestartet, im Sommer 2009 folgte die Braidwood Memory Technology.