Palmer Luckey: Erfinder von Oculus Rift verlässt das Unternehmen

Jan-Frederik Timm 57 Kommentare
Palmer Luckey: Erfinder von Oculus Rift verlässt das Unternehmen
Bild: Palmer Luckey

Palmer Luckey, Erfinder der Rift und einer der Gründer von Oculus VR, hat das Unternehmen verlassen. Das hat Facebook, seit 2014 neuer Inhaber von Oculus, gegenüber ArsTechnica bestätigt. Zu den Gründen schweigt sich das Unternehmen allerdings aus.

Auch von Luckey, über Jahre das öffentliche und insbesondere auf Twitter omnipräsente Gesicht hinter Oculus und der VR-Brille Rift, gibt es bisher kein Statement und es darf bezweifelt werden, dass noch eines folgt.

Seit Monaten nur noch im Hintergrund

Seitdem Luckey im September 2016 mit der Finanzierung einer Kampagne von Nimble America zur Verbreitung von Online-Memes, die Präsidentschaftskandidat Trump mit fragwürdigen Inhalten zu unterstützen versuchten, in Verbindung gebracht wurde, ist Luckey weitestgehend untergetaucht. Der Hinweis vom 23. September 2016 auf sein Facebook-Posting mit der Entschuldigung, durch sein Handeln auch Oculus geschadet zu haben, ist auch heute noch der letzte Twitter-Beitrag von Luckey. In den fünf Jahren davor hatte er über 530 Nachrichten abgesetzt.

Rechtliche Altlasten

Bereits seit dem Jahr 2014 war Luckey mit anderen Managern von Oculus und Facebook in ein Gerichtsverfahren mit der id-Software-Mutter ZeniMax verwickelt gewesen. ZeniMax hatte Oculus unter anderem beschuldigt, durch die Anstellung von John Carmack in den Besitz von Betriebsgeheimnissen gekommen zu sein, die wesentlich zur Entwicklung der VR-Brille Oculus Rift geführt hätten. Darunter auch Softwarecode. Die Entwicklung der Rift hätte den Konzern für Facebook aber erst attraktiv gemacht, die Übernahme zum Preis von zwei Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 sei also nur deshalb zu Stande gekommen.

In erster Instanz wurde Luckey im Februar 2017 zur Zahlung von 50 Millionen US-Dollar als Schadenersatz verurteilt.