Windows 10 für ARM: Erste PCs mit Snapdragon 835 von Asus, HP und Lenovo

Jan-Frederik Timm 42 Kommentare
Windows 10 für ARM: Erste PCs mit Snapdragon 835 von Asus, HP und Lenovo
Bild: Qualcomm

Microsoft und Qualcomm haben zur Computex 2017 weitere Details zu ersten PC-Systemen auf Basis der Kombination aus Windows 10 für ARM und SoC Snapdragon 835 (Test) verraten. Erste Systeme mit passiver Kühlung sollen aktuell von Asus, HP und Lenovo entwickelt werden. Die Plattform trägt die Bezeichnung „Snapdragon 835 Mobile PC“.

Weniger Stromverbrauch, weniger Platzbedarf

Gegenüber klassischer x86-Hardware für Windows benötigtet die neue Plattform nicht nur weniger Energie für bis zu 50 Prozent längere Akkulaufzeiten, sie ist auch abermals wesentlich platzsparender umzusetzen - auch weil das LTE-Modem bereits im kompakten 10-nm-SoC integriert ist. Qualcomm verdeutlicht das anhand eines kompletten PCBs im Vergleich zu einer bereits extrem kompakten aktuellen x86-Platine. Mit rund 50 cm² zu rund 100 cm² könnte der Platzbedarf annähernd halbiert werden.

Konkrete Hardware bleiben sowohl Qualcomm als auch Microsoft aktuell allerdings noch schuldig, auf der Messe wird nur ein Prototyp im schwarzen Gehäuse ausgestellt. Ob der im Video dargestellte AiO im Formfaktor eines Monitors eines finalen Produktes entspricht, ist nicht bekannt. Auch einen Termin bleiben die Partner noch schuldig, „bald“ soll es so weit sein.

Always Connected Devices mit eSIM

Windows 10 für die energieeffizientere ARM-Architektur mit Emulation für Win32-Apps bereitzustellen ist für Microsoft nur eine von zwei entscheidenden Säulen, um extrem mobile, immer mit dem Internet verbundene PCs zu ermöglichen. Die andere ist eine im Gerät fest integrierte, programmierbare SIM, die eSIM. Auch diese Technologie wird Microsoft mit einem weiteren Update für Windows 10 unterstützen, den Mobilfunkprovider wählen oder Guthaben kaufen sollen Kunden direkt im Windows Store können. Auf Basis von Hardware von Intel sollen laut Microsoft mit Huawei, Vaio und Xiaomi weitere Hersteller „Always Connected PCs“ in Planung haben.