Dirt 4: CPU- und GPU-Benchmarks zeigen Überraschungen 3/3

Wolfgang Andermahr 156 Kommentare

Benchmarks mit Intel Core, AMD Ryzen und FX

Für die Prozessor-Tests kommt als Grafikkarte die Asus GeForce GTX 1080 Ti Strix OC zum Einsatz, die gegenüber der Founders Edition noch einmal einige Prozentpunkte an Geschwindigkeit zulegen kann. Als Auflösungen werden (nur theoretische) 1.280 × 720 sowie (praktischere) 1.920 × 1080 benutzt. Die Kantenglättung sowie die anisotrope Filterung werden durchweg abgeschaltet.

Intel Core oder AMD Ryzen – kein Sieger in Dirt 4

So zweigeteilt wie die Grafikkarten-Benchmarks ausfallen, ist dies auch bei den Prozessor-Tests der Fall. Auffällig ist, dass die ältere EGO-Engine in Dirt 4 anders als das neuere Pendant in F1 2016 offenbar überhaupt nichts mit mehr als vier CPU-Kernen anfangen kann, eine Skalierung gibt es nicht.

Entsprechend ist Intels Core i7-7700K die schnellste CPU in Dirt 4 – wenn auch nur in den eher theoretischen Tests in 1.280 × 720. Dort liegt diese gleich zehn Prozent vor dem Core i5-7600K und auch zehn Prozent vor dem Core i7-6850K, dessen zusätzliche Kerne ungenutzt bleiben. Entsprechend liegen auch die neuen Ryzen-CPUs von AMD gleich auf und knapp hinter der Konkurrenz. Die Differenz beträgt 21 Prozent zum Core i7-7700K und zehn Prozent zum Core i7-6850K beziehungsweise Core i5-7600K.

Ein großes „Aber“ gibt es jedoch. Denn die Intel-Prozessoren schneiden in Dirt 4 nur bei den Durchschnitts-FPS gut ab. Bei den in 99,0th-Percentile angegebenen Frametimes dreht sich das Bild interessanterweise um. In 1.280 × 720 liegen sowohl der Ryzen 7 1800X als auch der Ryzen 5 1600X und der Ryzen 5 1500X auf dem Niveau des Core i7-7700K. Die anderen Intel-Ableger, vor allem der Core i7-6850K, liegen etwas zurück.

In 1.920 × 1.080 schafft es AMD sogar, das Bild völlig umzudrehen. Dann rechnet selbst der Ryzen 5 1500X schneller als der Core i7-7700K – und zwar vier Prozent. Der Ryzen 7 1800X ist bei den langsamsten Frametimes um elf Prozent schneller als der Core i7-6850K.

Die alte AMD-Generation ist weit zurück

Durch die Bank völlig abgeschlagen ist übrigens der FX-8370. AMDs alte Bulldozer-CPU rechnet selbst spürbar langsamer als der Ryzen 5 1500X. Bei den Percentile-Messungen beträgt der Abstand zwischen den Generationen bis zu 69 Prozent.

Eine durchschnittliche Optik und Performance

Man merkt Dirt 4 mittlerweile die in die Jahre gekommene Engine an. Sowohl was die Grafik als auch die Performance betrifft. Schlussendlich sieht F1 2016 mit neuerer Engine nicht nur besser aus, sondern läuft auch noch schneller. Zwar ist die Grafik von Dirt 4 nicht hässlich, doch allzu genau sollte man nicht hinsehen. In voller Fahrt fallen viele Schwachstellen zudem nicht auf und ab und zu schafft es Dirt 4 auch recht hübsch auszusehen.

Die Benchmarks sind sowohl bei den Grafikkarten als auch bei den Prozessoren interessant. So schneiden Radeon-Grafikkarten in Dirt 4 leicht besser als die GeForce-Beschleuniger ab. Etwas größer wird der Vorsprung AMDs bei den Frametime-Messungen. Dennoch läuft das Rallyspiel auf Grafikkarten beider Hersteller sehr gut.

Die Prozessor-Tests zeigen sowohl AMD als auch Intel als Sieger

Deutlich größere Unterschiede existieren bei den CPU-Tests. Dabei gibt es gleich zwei Sieger. Bei den klassischen Durchschnitts-FPS liegen die Intel-Prozessoren, allen voran der Core i7-7700K, vor den Ryzen-Prozessoren von AMD. Zumindest in der Theorie. Denn selbst in Full HD fängt dann eine GeForce GTX 1080 Ti an zu limitieren.

Dirt 4 im Benchmark-Test

Bei den Frametime-Messungen dreht sich das Bild dagegen um. Selbst ein Ryzen 5 1500X schlägt dann einen Core i7-7700K und lässt den Core i7-6850K in Anbetracht des unterschiedlichen Preises deutlich hinter sich. Die Aussagen gelten interessanterweise vor allem für höhere Auflösungen. In kritischen Szenen liefert Ryzen daher mehr Performance als die Core-Serie. Im Durchschnitt ist hingegen Intel schneller als AMD.

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