Coffee Lake: Infos aus Asien mit B360-Chipsatz und Leistungsdaten

Michael Günsch 119 Kommentare
Coffee Lake: Infos aus Asien mit B360-Chipsatz und Leistungsdaten
Bild: Chiphell

Aus Asien sickern weitere Informationen zur neuen Intel-Plattform rund um Coffee Lake durch. Während eine Präsentationsfolie die Spezifikationen der CPUs weitgehend bestätigt, wird mit dem B360 ein weiterer Chipsatz benannt.

B360-Chipsatz als echter 300er

Gemäß dem bisherigen Namensschema wäre für Intels neue Chipsatzgeneration der 300-Series zu erwarten gewesen, dass diese Z370, H370, B350 und so weiter heißen würden – aus der „2“ der aktuellen Modelle würde schlicht eine „3“. Doch bei „B350“ funktioniert dies nicht, denn diese Nomenklatur hat sich bereits AMD für den B350-Chipsatz für die Ryzen-Plattform AM4 gesichert. Wie die Website MyDrivers unter Berufung auf ein chinesisches Forum berichtet, wird Intel für den Nachfolger des B250 stattdessen den Namen B360 nutzen.

Damit ist das erste Modell der echten 300-Chipsätze (Cannon Lake PCH) benannt. Beim „Flaggschiff“ Z370 handelt es sich jedoch laut konkreten Hinweisen schlicht um einen umbenannten Z270. Somit fehlen dem Z370 die wesentlichen Neuerungen der 300 Series, die aus USB 3.1 und WLAN bestehen. Nach bisherigem Kenntnisstand wird Intel in diesem Herbst den Z370-Chipsatz und die ersten Coffee-Lake-CPUs für den Desktop auf den Markt bringen. Der B360 ist dagegen zusammen mit dem restlichen Aufgebot erst Anfang des kommenden Jahres zu erwarten.

Intel-Folie stellt Coffee Lake gegen Kaby Lake

Ein weiteres Puzzle-Teil bestätigt das erwartete Startaufgebot für die erste Welle der Coffee Lake. Ein Foto zeigt eine Präsentation von Intel in Asien. Die Grafik stellt sechs Coffee Lake ihrem jeweiligen Pendant der Generation Kaby Lake gegenüber. Der versprochene, prozentuale Zugewinn bezieht sich höchstwahrscheinlich auf die Leistung bei Single- und Multithread-Nutzung (Cinebench?). Durch höheren Turbotakt kann Coffee Lake trotz niedrigerer Basisfrequenz demnach um 11 bis 29 Prozent bei Single-Thread zulegen. Durch mehr Kerne steigt die Multi-Thread-Leistung um 51 bis 65 Prozent.

Coffee Lake (rechts) versus Kaby Lake (links)
Coffee Lake (rechts) versus Kaby Lake (links) (Bild: Chiphell)

Als Bestätigung der erwarteten Spezifikationen der Prozessoren dient das Foto aber nur zum Teil, denn durch die Unschärfe lässt sich manche Zahl nicht entziffern. Statt anhand des „Pixelbreis“ zu mutmaßen, verweist die Redaktion an dieser Stelle auf die anderweitig durchgesickerten technischen Daten. Die Modelle Core i3-8350K und Core i3-8100 als erste Core i3 mit vier Kernen gesellten sich jüngst hinzu. Soweit erkennbar stimmt das Gros der Daten überein. Letztlich bleiben im Detail aber Fragezeichen bestehen.

Spezifikationen der Coffee Lake (Daten unbestätigt)
Kerne/Threads Takt (Basis) Turbo
1 / 2 / 4 / 6 Kerne
L3-Cache TDP Overclocking
Core i7-8700K 6/12 3,7? GHz 4,7 / 4,6 / 4,4 / 4,3 GHz 12 MB 95 W
Core i7-8700 6/12 3,2 GHz 4,6 / 4,5 / 4,3 / 4,3 GHz 12 MB 65 W
Core i5-8600K 6/6 3,6 GHz 4,3 / 4,2 / 4,2 / 4,1 GHz 9 MB 95 W
Core i5-8400 6/6 2,8 GHz 4,0 / 3,9 / 3,9 / 3,8 GHz 9 MB 65 W
Core i3-8350K 4/4 4,0 GHz 8 MB 95 W
Core i3-8100 4/4 3,6 GHz 6 MB 65 W

Neue CPUs am 21. 8. – voraussichtlich ohne Coffee Lake

Intel hat bereits öffentlich bekannt gegeben, dass am 21. August Prozessoren der achten Core-Generation vorgestellt werden. Alles deutet allerdings darauf hin, dass es sich dabei nur um Notebook-CPUs auf Basis des Kaby Lake Refresh handelt. Ein genauer Starttermin für Coffee Lake steht dagegen noch nicht fest. Spätsommer oder Herbst gelten inzwischen als wahrscheinlich.

Die achte Core-Familie wird voraussichtlich drei CPU-Generationen in sich vereinen: Kaby Lake Refresh, Coffee Lake sowie Cannon Lake.