Zotac Zbox MI553 und PI225: Frische Optik für Kaby Lake & Kleinst-PC mit Apollo-Lake

Frank Meyer 22 Kommentare
Zotac Zbox MI553 und PI225: Frische Optik für Kaby Lake & Kleinst-PC mit Apollo-Lake
Bild: Zotac

Zotac aktualisiert die ersten Mini- respektive Kleinst-PCs der M- und P-Serie und hat dafür nicht nur die Technik neu aufgelegt. Vordergründig nennt der Hersteller die überarbeitete Optik der neuen Produktgenerationen. Die Zbox MI553 kommt mit Kaby-Lake-CPU und TB3, die Zbox PI225 ist schlank und lüfterlos mit Apollo-Lake.

Refresh-Modell Zbox MI553 bringt neue Optik und Hardware

Die von Zotac bereits Ende Mai zur Computex erstmals der Öffentlichkeit gezeigten Mini-PCs Zbox MI553 und Zbox PI225, hat der Hersteller nun final mit allen Details enthüllt. Auffällig dabei, Zotac bricht bei der Zbox MI553 mit dem bekannten Waben-Design der Magnus-Serie und spendiert der Neuauflage eine aufgefrischte Formsprache. Die Abmessungen des PC-Systems in gewohnter Barebone-Ausführung betragen 184,6 × 184,6 × 71,5 Millimeter (L × B × H) und sind somit im Vergleich zur passiv gekühlten Zotac Zbox nano CI543 (Test) aus dem Jahr 2016 leicht angewachsen. Diese misst ohne eine aktive Kühllösung 146,4 × 126,5 × 60,5 mm und setzt darüber hinaus ebenfalls auf wabenförmige Öffnungen im Gehäuse.

Kaby Lake samt DDR4 löst Skylake und DDR3L ab

Die Zotac Zbox MI553 ist hingegen wieder einmal mit glatten Oberflächen und abgerundeter Designsprache optisch wohnzimmertauglich konzipiert. Im Innenraum hat Zotac bei der Zbox MI553 den Wechsel von Prozessoren aus der Skylake-Familie hin zur aktuellen Generation Kaby Lake vollzogen. Konkret kommt nun der Vierkerner Core i5-7300HQ aus Intels Produktfamilie für Premium-Notebooks mit einer maximalen Taktfrequenz von 3,5 Gigahertz zum Einsatz.

Zotac Zbox MI553

Darüber hinaus bietet der Chip bei einer TDP von 45 Watt die HD-Graphics-630-GPU, worüber auch eine native Unterstützung für die Ausgabe von 4K-Inhalten bei 60 Hz geboten wird. Wie üblich bei den klassischen Zbox-Modellen verfügt auch die Zbox MI553 über zwei SO-DIMM-Slots für Arbeitsspeicher. Die beiden Aufnahmen sind laut dem veröffentlichten Datenblatt für DDR4-RAM bis zu einer Geschwindigkeit von 2.400 Megahertz freigegeben.

M.2-Slot für PCIe-SSDs und erstmals Thunderbolt 3

Bei der Wahl des Speichermediums lässt die Zotac Zbox MI553 dem Nutzer die Freiheit. M.2-SSDs können in einer Aufnahme bis zu einer Länge von 80 Millimetern verbaut werden. Über vier PCI-Express-Lanes ist der Steckplatz voll angebunden (32 Gbit/s). Auch wird die Unterstützung für Intel Optane Memory (Test) geboten. In einem zweiten Slot ist das kombinierte WLAN-/Bluetooth-Modul (WLAN-ac) bereits vorinstalliert.

Zotac Zbox MI553
Zotac Zbox MI553
Zotac Zbox MI553
Zotac Zbox MI553 (Bild: Zotac)

Darüber hinaus ist in der Zbox MI553 ein klassischer Einbauplatz für eine HDD respektive SSD im 2,5-Zoll-Format vorhanden. Der Datenaustausch erfolgt dabei via SATA-3.0 (6 Gbit/s). Neben den typischen Anschlüssen wie LAN, Sound und für die Displays (HDMI und DVI) ist auch ein Kartenleser mit von der Partie. Insgesamt fünf USB-Anschlüsse stehen für externe Peripherie parat. Vier sind klassisch über Typ-A-Buchsen umgesetzt, ein weiterer in der Front platzierter Port bietet zudem USB 3.1 Gen2 via Typ C. Das Thunderbolt-3-Protokoll wird von diesem ebenfalls unterstützt.

Zotacs Zbox PI225 als Kleinst-PC im SSD-Format

Im ultra-kompakten Hosentaschen-Format ist die Zotac Zbox PI225 (ZBOX-PI225-W2B) konzipiert. Der Hersteller selbst spricht von „the world’s smallest and thinnest Mini PC ever built“. Die Abmessungen sind mit 95,4 × 63 × 8 mm (L × B × H) kaum größer als bei einem aktuellen Smartphone. Als weiteren Größenvergleich zieht der Hersteller noch 2,5-Zoll-Laufwerke heran, welche im Vergleich größere Dimensionen als die Zbox PI225 vorweisen. Bedingt durch die kompakte Bauweise ist der Kleinst-PC auf technischer Seite weniger leistungsfähig aufgestellt.

Apollo-Lake-SoC mit reduziertem Takt wird passiv gekühlt

So fungiert eine Einsteiger-CPU, der Intel Celeron N3350 aus der Apollo-Lake-Familie mit zwei Kernen und einer Taktfrequenz von 1,1 Gigahertz, als Herzstück. Laut dem von Zotac veröffentlichten Datenblatt kostet das SoC im PI225 damit nicht den maximal möglichen Turbo von bis zu 2,4 Gigahertz aus.

Zotac Zbox PI225

Wohl ein Zugeständnis an die geringen Abmessungen und der damit einhergehend kleinen Kühllösung. Vier Gigabyte LPDDR3-RAM, der fest auf der Platine verlötet ist, stehen diesem zur Seite. Für die Grafikberechnungen ist die im Prozessor integrierte HD-Graphics-500-GPU zuständig. Das SoC wird in der Zotac Zbox PI225 lüfterlos auf Temperatur gehalten. Als Massenspeicherlösung kommen 32 Gigabyte fest verlöteter eMMC-Speicher zum Einsatz.

Zweimal USB 3.0 via Typ C für externe Displays

Zotac Zbox PI225
Zotac Zbox PI225 (Bild: Zotac)

Auch bei den Schnittellen ist die Zbox PI225 aufgrund der kompakten Bauweise nicht herausragend bestückt. Lediglich zwei USB-Buchsen sind an der Front verbaut. Beide sind über den Stecktyp C nur nach dem 3.0-Standard spezifiziert. Eine Unterstützung für ein externes Display ist trotzdem gegeben. Ein kombiniertes WLAN-/Bluetooth-Modul (WLAN-ac) ist wie alle anderen Komponenten fest mit der Hauptplatine verlötet. Der obligatorische Kartenleser rundet die magere Ausstattung der Zbox PI225 ab.

Wann Zotac die Zbox MI553 und die Zbox PI225 in den Handel bringt, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Ebenfalls hat der Hersteller bislang noch keine Angaben zu möglichen Preisen gemacht.