Qualcomm und Microsoft: Windows 10 on ARM lässt sich wie ein PC updaten

Nicolas La Rocco et al. 84 Kommentare
Qualcomm und Microsoft: Windows 10 on ARM lässt sich wie ein PC updaten
Bild: Qualcomm

Noch im Laufe dieses Jahres werden die ersten PCs mit Windows 10 on ARM verfügbar sein. Grundlage dieser Computer wird die Plattform Snapdragon 835 Mobile PC bilden. Nutzer dieser Klasse von PCs sollen keine Nachteile bei der Verteilung von Updates haben, versicherte Microsoft im Rahmen der Qualcomm-Hausmesse 4G/5G Summit.

Windows 10 on ARM auf Laptops von Asus, HP oder Lenovo wird als Grundlage zunächst immer das System-on-a-Chip Snapdragon 835 (Test) von Qualcomm verwenden. Ältere Qualcomm-Produkte des aktuellen SoC-Angebots werden nicht unterstützt. Erst mit Neuankündigungen zukünftiger SoCs könne Windows 10 on ARM auch in Verbindung mit günstigeren SoCs verwendet werden, um weitere Segmente abzudecken, sagte Qualcomm in einer Gesprächsrunde zur Hausmesse in Hong Kong.

Das gleiche Schicksal wie Android auf ARM soll Windows 10 on ARM allerdings nicht erleiden: späte Updates. Auf Nachfrage von ComputerBase sagte Pete Bernard, Group Program Manager für Windows bei Microsoft, dass Updates für Windows 10 on ARM im selben Release-Cycle wie das x86-Release verteilt werden sollen. Auch die Teilnahme am Windows Insider Program soll wie bei klassischen Windows-PCs möglich sein.

Weniger Stromverbrauch, weniger Platzbedarf

Gegenüber klassischer x86-Hardware für Windows benötigt die Qualcomm-Plattform nicht nur weniger Energie für bis zu 50 Prozent längere Akkulaufzeiten, sie ist auch wesentlich platzsparender umzusetzen – auch weil das LTE-Modem bereits im kompakten 10-nm-SoC integriert ist. Qualcomm verdeutlicht das anhand eines kompletten PCBs im Vergleich zu einer bereits kompakten x86-Platine. Mit rund 50 cm² zu rund 100 cm² könnte der Platzbedarf annähernd halbiert werden.

Always Connected Devices mit eSIM

Windows 10 für die energieeffizientere ARM-Architektur mit Emulation für Win32-Apps bereitzustellen ist für Microsoft nur eine von zwei entscheidenden Säulen, um extrem mobile, immer mit dem Internet verbundene PCs zu ermöglichen. Die andere ist eine im Gerät fest integrierte, programmierbare SIM, die eSIM. Auch diese Technologie wird Microsoft mit einem weiteren Update für Windows 10 unterstützen, den Mobilfunkprovider wählen oder Guthaben kaufen sollen Kunden direkt im Windows Store können. Auf Basis von Hardware von Intel sollen laut Microsoft mit Huawei, Vaio und Xiaomi weitere Hersteller „Always Connected PCs“ in Planung haben.