Age of Empires Definitive: Nicht auf Steam für einheitliche Spielerbasis

Max Doll 184 Kommentare
Age of Empires Definitive: Nicht auf Steam für einheitliche Spielerbasis
Bild: Microsoft

Dass die Definitive Edition von Age of Empires exklusiv im Windows Store und nicht auch auf Steam erscheint, gefällt nicht jedem potentiellen Käufer. Microsoft hat dafür aber eine Erklärung: Das Unternehmen will damit verhindern, dass die Spielgemeinschaft voneinander getrennt wird.

Denn grundsätzlich soll bei Microsoft-Spielen unabhängig des Verkaufsortes über Xbox Live gespielt werden. Eine Veröffentlichung über Distributionsplattformen von Drittunternehmen ist nur dann möglich, wenn diese Möglichkeit gewährleistet ist. Sonst könnten, führte der Konzern auf Nachfrage von GameStar aus, nur Nutzer innerhalb der jeweiligen Plattform zusammen spielen.

Dieser Fall tritt etwa bei Call of Duty: Infinite Warfare ein: Besitzer der Steam- und Windows-Version sind dort in getrennten Online-Umgebungen unterwegs. Eine solche Trennung lässt die Plattform mit der geringeren Spielerzahl unattraktiv werden; das Duell von Steam als etabliertem Platzhirsch mit größerer Funktionsvielfalt und dem eher unbeliebten Store von Microsoft ginge einseitig aus. Dort zu kaufen, wo die Mehrheit der eigenen Spiele parkt und Freunde unterwegs sind, ist verlockender.

Es hängt an Steam, sagt Microsoft

Ausgeschlossen ist eine Veröffentlichung auf Steam aber nicht. Dafür muss lediglich statt über Steams Dienste mit Xbox Live gespielt werden können. Den schwarzen Peter sieht Microsoft hier nicht bei sich. Die Umsetzung hinge „weniger von uns ab, als von anderen Leuten“, so der Konzern. Zu Age of Empires 4 wollte sich Microsoft nicht äußern, das Spiel wird aber den gleichen Rahmenbedingungen unterworfen sein und wie alle Xbox-exklusiven Projekte nur dem Shop des Herstellers vorbehalten sein.

Bei älteren Spielen wie den HD-Versionen von Age of Empires 2, Age of Mythology oder Rise of Nations stellt sich dieses Problem offenbar nicht, weil keine Xbox-Dienste genutzt werden. Auch der Einzelspieler-Titel Quantum Break (Test) ist über Steam erhältlich und dort sogar in der technisch besseren Version.