Fortnite, LOL, PUBG & Co.: Mittelklasse-GPUs von AMD und Nvidia im Benchmark 2/3

Wolfgang Andermahr 206 Kommentare

Testsystem und Spieleeinstellungen

Sämtliche Tests wurden auf einem über alle Kerne auf 4,7 GHz übertakteten Intel Core i7-8700K durchgeführt. Bei dem Z370-Mainboard handelt es sich um ein Asus ROG Maximus X Hero, das mit zwei 16-GB-Modulen von G.Skill ausgestattet ist. Der TridentZ-Speicher ist als Dual-Rank-Speicher gefertigt und wird mit DDR4-3200 sowie den Timings 16-16-16-38-1T angesteuert.

Die Auflösung 1.920 × 1.080 liegt von der Anzahl der Pixel zwar deutlich hinter 2.560 × 1.440 und vor allem 3.840 × 2.160 zurück, wie sie im ersten Teil der Serie genutzt wurden, doch ist Full HD immer noch mit Abstand die beliebteste Auflösung – denn darüber steigen die Anforderungen an die Grafikkarte massiv an. Daher konzentriert sich der Artikel, mit einer Ausnahme, auf 1.920 × 1.080 Pixel.

Je nach Spiel unterscheiden sich Auflösung und Grafikoptionen

Um im Testfeld spielbare Frameraten zu erreichen, wird die Grafikqualität in jedem Spiel manuell angepasst. Die Grafikoptionen wurden auf Basis einer Radeon RX 560 ausgewählt. Das Ziel war es, dass diese Grafikkarte mindestens 60 FPS erreicht. Die genauen Einstellungen finden sich in der folgenden Tabelle wieder.

Spiel Auflösung Grafikoptionen
Counter-Strike: GO 1.920 × 1.080 maximale Details, 8 × MSAA
Dota 2 1.920 × 1.080 maximale Details
Fortnite 1.920 × 1.080 Mittel-Preset
GTA V 1.920 × 1.080 Detailstufe Hoch, kein MSAA, keine AMD-/Nvidia-Effekte
League of Legends 3.840 × 2.160 maximale Details
Overwatch 1.920 × 1.080 Ultra-Preset
PUBG 1.920 × 1.080 Niedrig-Preset
Rainbow Six Siege 1.920 × 1.080 Sehr-hoch-Preset, Texturen Mittel, FXAA
World of Tanks enCore 1.920 × 1.080 Mittel-Preset, TSSAA
World of Warcraft 1.920 × 1.080 maximale Details, kein MSAA

Bei den meisten Spielen wurde eine richtige Spielszene getestet. In Dota 2 sowie League of Legends wurde aus Gründen der Vergleichbarkeit aber ein Replay genutzt. Bei World of Tanks enCore handelt es sich um eine 25 Sekunden lange Sequenz aus dem Benchmark. Diese nutzt eine neue Engine, die mittlerweile auch im richtigen World of Tanks zum Einsatz kommt.

Grafikkarten-Benchmarks in 1.920 ­× 1.080 und 2.560 ­× 1.440

Bei der Mittel- und der Einsteigerklasse haben die meisten Grafikkarten ihren eigenen Platz gefunden, enge Zweikämpfe gibt es nur selten. So liegt die Radeon RX 570 deutliche 29 Prozent vor der GeForce GTX 1050 Ti. Die GeForce GTX 1050 folgt im Respektabstand von 10 Prozent. Die Differenz von dieser zur Radeon RX 560 beträgt zwölf Prozent und der Abstand zur Radeon RX 560D nochmal 17 Prozent.

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Performancerating – FPS
Angaben in Prozent
    • Nvidia GeForce GTX 1060
      98,5
    • AMD Radeon RX 580
      91,8
    • AMD Radeon RX 570
      79,1
    • Nvidia GeForce GTX 1050 Ti
      61,5
    • Nvidia GeForce GTX 960
      60,2
    • AMD Radeon R9 380
      59,5
    • Nvidia GeForce GTX 1050
      55,6
    • AMD Radeon RX 560
      49,9
    • AMD Radeon RX 560D
      42,8
    • Nvidia GeForce GT 1030
      29,3
    • AMD Radeon RX 550
      29,0

Einzig die GeForce GT 1030 und die Radeon RX 550 liefern sich ein enges Duell, das schlussendlich in einem Unentschieden mündet. Auch in der älteren Generation geht es eng zu: Die GeForce GTX 960 ist nur ein Prozent flotter als die Radeon R9 380.

Wie bei den teuren Karten: Nvidia schneidet besser als AMD ab

Die bei den High-End-Grafikkarten erkennbare Tendenz lässt sich in abgespeckter Form auch bei den günstigeren Modellen, den kleineren Auflösungen und den anderen Grafikoptionen beobachten: In den beliebten Online-Spielen schneiden die Radeon-Grafikkarten im Vergleich zu den GeForce-Modellen schlechter ab als in den großen AAA-Produktionen. So ist zum Beispiel die Radeon RX 570 in den AAA-Spielen 48 Prozent schneller als die GeForce GTX 1050 Ti, in den Online-Titeln dagegen nur noch 29 Prozent.

Kaum Unterschiede bei den Frametimes

Und während bei den teuren Modellen die AMD-Grafikkarten bei den Frametimes näher an die Nvidia-Produkte heranrücken, ist dies bei den günstigeren Grafikkarten interessanterweise nicht mehr durchgehend der Fall. Für die Radeon RX 580 gilt es im Vergleich zur GeForce GTX 1060 zwar noch, doch bereits im Duell Radeon RX 570 gegen die GeForce GTX 1050 Ti dann nicht mehr.

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Performancerating – Frametimes
Angaben in Prozent
    • Nvidia GeForce GTX 1060
      94,7
    • AMD Radeon RX 580
      92,8
    • AMD Radeon RX 570
      79,6
    • Nvidia GeForce GTX 1050 Ti
      60,0
    • AMD Radeon R9 380
      59,6
    • Nvidia GeForce GTX 960
      58,6
    • Nvidia GeForce GTX 1050
      54,5
    • AMD Radeon RX 560
      49,3
    • AMD Radeon RX 560D
      42,8
    • Nvidia GeForce GT 1030
      29,1
    • AMD Radeon RX 550
      28,8

Große Unterschiede in den einzelnen Spielen

Je nach Spiel können die Unterschiede deutlich größer ausfallen oder sich das Gesamtbild auch einmal völlig umdrehen. So ist Fortnite das Paradespiel für Nvidia. Die GeForce GTX 1050 ist dort satte 36 Prozent schneller als die Radeon RX 560 – im Schnitt sind es gerade einmal 16 Prozent. Die Frametimes fallen gar um 41 Prozent besser aus.

Aber es gibt auch andere Fälle. In League of Legends fliegen die AMD-Grafikkarten regelrecht. Dort liefert die Radeon RX 560 plötzlich 24 Prozent mehr Bilder in der Sekunde und mal eben 53 Prozent bessere Frametimes als das Konkurrenzmodell. Und mit Dota 2 gibt es dann ein Spiel, das sich nicht so recht entscheiden kann. In diesem Titel ist die Framerate der GeForce GTX 1050 in dem MOBA 24 Prozent besser, während die Radeon RX 560 jedoch 14 Prozent bessere Frametimes liefert.

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