Halbleiterhersteller: Samsung baut Führung vor Intel deutlich aus

Volker Rißka 21 Kommentare
Halbleiterhersteller: Samsung baut Führung vor Intel deutlich aus
Bild: Samsung

Mit einem Wachstum von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr im Halbleiterbereich vor allem aufgrund der Entwicklung und den Preisen bei Flash und DRAM kann sich Samsung weiter von Intel an der Spitze absetzen. Auf dem dritten Rang folgt TSMC, bis wieder zwei Speicherhersteller gelistet werden.

Speicherhersteller fast im Gleichschritt nach vorn

Denn auch SK Hynix und Micron konnten im Vergleich zum ersten Quartal 2017 ein Jahr später 49 Prozent höhere Umsätze mit Halbleiterprodukten erzielen. Erst der gestrige Blick auf die Speicherpreise hatte gezeigt, dass diese nach wie vor steigen und für die drei größten Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron mit 95,5 Prozent Marktanteil dank hohen Margen auch hohe Umsätze abwerfen.

Top 15 der Halbleiterhersteller
Top 15 der Halbleiterhersteller (Bild: IC Insights)

Wie stark Samsungs Zugewinne waren, zeigt sich erst im Detail: Vor einem Jahr führte Intel noch die Liste an, so wie es das Unternehmen seit 1993 ununterbrochen getan hat. Seinerzeit hatte Samsung fünf Prozent Rückstand auf Intel beim Verkauf von Halbleiterprodukten, jetzt sind es beachtliche 23 Prozent Vorsprung. 83 Prozent von den insgesamt 19,4 Milliarden US-Dollar wurden bei Samsung mit Speicherprodukten erwirtschaftet, auf SoCs und andere Chips entfallen mit rund 3,3 Milliarden US-Dollar nur etwa 17 Prozent.

Nvidia gewinnt mit plus 58 Prozent am meisten

Abseits der Speicherhersteller macht Nvidia einen noch größeren Sprung. Die Quartalszahlen mit neuen Rekorden hatten dies schon gezeigt, da der Gesamtumsatz binnen eines Jahres um 66 Prozent stieg. Da ein Großteil bei Nvidia Halbleiterprodukte sind, weist die Statistik von IC Insights ein Wachstum von 58 Prozent aus.

Zu den weiteren Gewinnern zählen allen voran weitere Speicherhersteller: Western Digital mit SanDisk und Toshiba profitieren von der Nachfrage nach Flash und zeigen 31 respektive 27 Prozent Wachstum. Die Hersteller ohne Verkäufe von NAND und DRAM wachsen zwar auch, aber im höchsten Fall um 14 Prozent. Dazu zählen primär die SoCs von Apple, Qualcomm, Broadcomm und TI, die von TSMC gefertigten Chips aller Art und nahezu fast alle Intel-Produkte.

Die Marktforscher erwarten, dass angesichts der stetig steigenden Nachfrage nach Speicher aber auch den weiteren Halbleiterprodukten das Wachstum erst einmal weiter geht. Die Expansionspläne der größten Firmen untermauern dies; sie bauen derzeit neue Fabriken und erweitern stetig ihre Kapazitäten, neue Fertigungsverfahren mit kleineren Strukturen erhöhen zudem den Ausstoß an Chips.