AMD Epyc 2: Zen 2 für Server in 7 nm bereits lauffähig

Volker Rißka 112 Kommentare
AMD Epyc 2: Zen 2 für Server in 7 nm bereits lauffähig
Bild: AMD

TSMCs und Globalfoundries neue 7-nm-Fertigung läuft. Dies zeigt sich nicht nur bei AMDs vorgezogenem Sampling der ersten 7-nm-Grafiklösung, sondern auch im Prozessorbereich. Zen 2 sei bereits in Form der ersten Modelle zurück aus der Fertigung, sodass dem Start im kommenden Jahr nichts im Weg stehen soll.

Es war eine strategisch sehr gute Entscheidung von AMD, sich auch bei den Cpus und Prozessoren nicht mehr nur auf Globalfoundries zu verlassen, die in der Vergangenheit des Öftern für Verzögerungen verantwortlich waren. Was das ausmachen kann, zeigt sich jetzt: TSMC fertigt 7-nm-Chips für alle Bereiche bereits seit April in Serie, davon profitiert auch AMD. Nicht nur sind die ersten 7-nm-Grafikchips auf Basis der geschrumpften Vega-Architektur bereits zurück aus der Fertigung und im lauffähigen Einsatz, sondern auch die ersten 7-nm-Prozessoren. Dort kommt aber auch Globalfoundries zum Zuge, die ihre Serienfertigung zum nächsten Jahr in 7 nm hochfahren wollen – pünktlich zum erwarteten Start der 7-nm-CPUs von AMD.

Zen 2 mit neuem Die/neuen Dies

Epyc wird in zweiter Generation auf das aufbauen, was Zen 2 als Evolution gegenüber der aktuellen Zen-Architektur bieten wird. Wie genau das aussehen wird, da bleibt es auch heute nur ein Gerücht. AMD wird jedoch an den Multi-Chip-Packages festhalten, denn der Sockel SP3 für den Server mit seinen 4.096 Kontaktflächen wurde auf dieses Design und entsprechende Langlebigkeit ausgelegt. Folglich ist das Acht-Kanal-Speicherinterface identisch, welches je zwei Channel aus einem Die bezieht.

Für mehr Leistung bedarf es also einer Anpassung dieser Dies, die aktuell acht Kerne bieten. Hier werden in Zukunft 12 oder/und 16 pro Die erwartet, wobei ersterer dem Mainstream-Bereich zugesprochen wird, letzterer explizit nur für Server sein soll – dieser würde dann 64-Kern-CPUs ermöglichen.

Die echte Bewährungsprobe für den Servermarkt

AMD spricht im Zusammenhang von Zen 2 bisher nur von Epyc und dem Codenamen „Rome“, obwohl die Architektur auch in allen anderen Bereichen Fuß fassen wird. Doch das ist so gewollt, denn nach dem ersten, bereits überzeugenden Auftritt im Server-Segment mit der aktuellen Generation, muss AMD beweisen, dass sie dies in den kommenden Jahren fortsetzen können und wollen. Und so wird 12 nm als Zen Refresh im Server übersprungen und direkt von 14 auf 7 nm gewechselt und die langwierige Zertifizierung dort forciert. Epyc 2 wird so die echte Bewährungsprobe, für die bisher nur der Grundstein gelegt und erste Unternehmen überzeugt wurden. Die Aussichten dafür sind rosig.