Samsung Portable SSD X5 im Test: Externe NVMe-SSD mit TB3-Turbo im Sportwagen-Design

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Daniel Albers et al. 79 Kommentare

Temperatur & Drosselung

Aktuelle PCIe-SSDs im M.2-Format haben das Problem, dass die Verlustleistung in Form von Wärme bei sequentiellen Zugriffen größer ist als die, die SSDs über natürliche Konvektion bei typischen Umgebungstemperaturen an die Umgebung abgeben können. Als Resultat steigt die Temperatur der SSD mit der Dauer der Zugriffe an.

Um die SSD vor möglichen negativen Einflüssen bei zu hoher Temperatur zu schützen, greift eine in der Firmware implementierte Drosselung beim Erreichen einer vom Hersteller definierten maximalen Temperatur. Die folgenden Diagramme zeigen, welche maximale Temperatur der Hersteller gewählt hat und wie sich die thermische Drosselung auswirkt.

Testbeschreibung

Während der nachfolgenden Tests liegt die X5 neben dem Notebook offen auf dem Schreibtisch. Vor der Durchführung des Tests wird abgewartet, bis sich die Temperatur der SSD im Leerlauf stabilisiert hat. Die Schreib- und Lesezugriffe im anschließenden Test haben eine Blockgröße von 128 KiB und werden mit einer Warteschlangenlänge von 32 ausgeführt. Die Messwerte werden im Intervall von einer Sekunde erfasst.

Samsung Portable SSD X5 – Leistung und Temperatur im Zeitverlauf
Samsung Portable SSD X5 – Leistung und Temperatur im Zeitverlauf

Bei den sequentiellen Schreibzugriffen über eine Zeitdauer von 5 Minuten erwärmt sich die Samsung Portable X5 innen auf bis zu 54 °C. Die Schreibrate beträgt im Mittel 1,47 GB/s und eine Drosselung findet nicht statt. Die Auswirkung eines SLC-Caches ist nicht zu erkennen.

Bei den Lesezugriffen, die ungedrosselt mit 2,44 GB/s erfolgen, greift die thermische Drosselung ab 55 °C und die Datenrate bricht auf 244 MB/s ein, was ein Zehntel der ungedrosselten Leistung entspricht.

Das langsame Ansteigen und Abfallen der Temperaturkurve ist die Folge des großzügig dimensionierten Kühlkörpers.

Leistungsbeständigkeit

Zur Überprüfung der Leistungsbeständigkeit dient abermals der Benchmark CrystalDiskMark. Mit ihm werden Transferraten der SSDs zunächst im leeren Auslieferungszustand sowie bei fast vollständiger Befüllung (10 GB frei) überprüft.

CrystalDiskMark – Samsung Portable X5 1.000 GB
Neuzustand
(ohne Daten)
Hoher Füllstand
(10 GB frei)
∆ Neuzustand
zu hoher Füllstand
Sequenzielles Lesen Q32T1 2433 2166 -10 %
Sequenzielles Schreiben Q32T1 1493 1429 -4 %
4K Q8T8 Lesen 1311 1203 –8 %
4K Q8T8 Schreiben 1331 1088 -18 %
4K Q32T1 Lesen 433 434 0 %
4K Q32T1 Schreiben 395 395 0 %
4K Q1T1 Lesen 42 35 -16 %
4K Q1T1 Schreiben 95 92 -3 %
Werte in MB/s

Wird die Samsung Portable SSD X5 1 TB bis auf 10 GB beschrieben, zeigt sie in einigen Disziplinen zweistellige Leistungseinbußen, die allerdings noch nicht als kritisch zu bezeichnen sind.

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