Amazon Go: 3.000 kassenlose Supermärkte bis 2021 geplant

Frank Hüber 132 Kommentare
Amazon Go: 3.000 kassenlose Supermärkte bis 2021 geplant
Bild: Amazon

Laut einem Bericht von Bloomberg plant Amazon bis ins Jahr 2021 insgesamt 3.000 kassenlose Supermärkte zu eröffnen. Die „Amazon Go“ genannten Supermärkte starteten nach 14 Monaten Betatest im Januar 2018 in Seattle, USA, und setzen auf Kameras und Sensoren beim Bezahlvorgang, um lange Warteschlangen zu verhindern.

Bloomberg beruft sich auf Informationen von Personen, die mit Amazons Plänen vertraut sein sollen, aber nicht öffentlich genannt werden möchten. 3.000 Supermärkte innerhalb von nur drei Jahren ließe auf eine sehr aggressive Expansionsstrategie mit dem Verkauf von Lebensmitteln, Getränken und Snacks schließen, wurden in diesem Jahr doch insgesamt erst drei Amazon Go eröffnet – insgesamt zwei Filialen in Seattle und erst jüngst ein Amazon-Go-Supermarkt in Chicago. Weitere Filialen in diesem und nächstem Jahr sind offiziell derzeit für Chicago und San Francisco geplant. Nach dem Zukauf von Whole Foods im Jahr 2016 würde Amazon durch die Expansion so noch direkter in Konkurrenz zu Geschäften wie CVS, 7-Eleven, Walmart und Target treten.

Unterschiedliche Konzepte je nach Standort

Den Gerüchten zufolge sollen die 3.000 Geschäfte nicht alle demselben Konzept folgen und dasselbe Angebot bieten, sondern unterschiedliche Größen und Angebote aufweisen. Während manche Geschäfte ein eher beschränktes Angebot im Stile eines typischen 7-Eleven aufweisen, sollen andere ein sehr viel umfangreicheres Angebot mit frisch zubereiteten Gerichten bieten.

Länder für Expansion noch unbekannt

Noch gänzlich unbekannt ist, in welchen Regionen die insgesamt 3.000 Amazon-Go-Filialen eröffnen sollen und ob es sich somit um eine rein auf die USA bezogene Expansion handelt, oder ob auch auf Märkten wie Europa ein Netz aus Amazon-Go-Supermärkten aufgebaut werden soll. Derzeit wird allerdings davon ausgegangen, dass die Anzahl der Geschäfte in diesem Jahr noch auf 10 erhöht wird, während sie im nächsten Jahr auf insgesamt 50 wächst. Im Jahr 2020 und 2021 soll diese Zahl dann exponentiell durch die Eröffnung neuer Geschäfte in unmittelbarer Nähe zu den anderen Standorten gesteigert werden, um Liefer- und Produktionssynergien etwa bei der Zubereitung frischer Lebensmittel zu nutzen.

Amazon-Konto zum Bezahlen

Beim Betreten des Amazon-Go-Geschäftes scannt der Kunde seinen Amazon-Account über das Smartphone, während des Einkaufs erfassen Kameras und Gewichtssensoren in den Regalen, welche Produkte der Kunde wählt und erhält in Echtzeit Informationen über den Einkauf. Ein Einkaufswagen wird nicht zwingend benötigt, der Kunde kann die Ware auch in Taschen oder Rucksäcken verstauen. Auch das Zurücklegen bereits gewählter Produkte wird erkannt. Beim Verlassen des Geschäfts wird der Einkauf automatisch in Rechnung gestellt.