macOS 10.14 Mojave: Mit Dark Mode und zwei iOS-Apps ab 24. September

Jan-Frederik Timm 11 Kommentare
macOS 10.14 Mojave: Mit Dark Mode und zwei iOS-Apps ab 24. September
Bild: Apple

Neben einem Termin für iOS 12 hat Apple am Abend auch einen Termin für die nächste Version von macOS bekannt gegeben: macOS 10.14 Mojave erscheint am 24. September. Im Gegensatz zu iOS 12 werden nicht alle Systeme, die zur letzten Version kompatibel waren, unterstützt. Dafür gibt es viele neue Funktionen.

Eine GPU mit Metal-Unterstützung ist Pflicht

Während iOS 12 zu allen Endgeräten kompatibel ist, die auch zu iOS 11 kompatibel sind, schränkt Apple die Kompatibilität von macOS 10.14 Mojave im Vergleich zu macOS 10.13 High Sierra deutlich ein. Lief High Sierra beispielsweise auch noch auf MacBooks von Ende 2009, muss es für Mojave nun schon mindestens ein MacBook aus dem Jahr 2015 sein. Der gemeinsame Nenner der Systeme, die macOS Mojave erhalten, ist eine GPU mit Metal-Unterstützung.

Unterstützte Macs von macOS 10.14 und 10.13 im Vergleich
macOS 10.14 Mojave macOS 10.13 High Sierra
MacBook Anfang 2015 oder neuer Ende 2009 oder neuer
MacBook Air Mitte 2012 oder neuer 2010 oder neuer
MacBook Pro Mitte 2012 oder neuer 2010 oder neuer
Mac mini Ende 2012 oder neuer 2010 oder neuer
iMac Ende 2012 oder neuer Ende 2009 oder neuer
iMac Pro 2017 2017
Mac Pro Ende 2013 + Mitte 2010 & Mitte 2012 (Metal-fähige GPU) 2010 oder neuer

Dark Mode, dynamischer Desktop und Stapel-Dateien

Mit Mojave bietet Apple Anwendern erstmals einen optionalen Dark Mode, der die gesamte UI in ein dunkles Theme versetzt. Auch erste hochkarätige Drittanbieter-Apps wie Firefox 62 kennen den neuen Modus bereits und passen sich entsprechend an. Mit dynamischen Hintergrundbildern für den Desktop können Anwender ihr System darüber hinaus an die jeweiligen lokalen Gegebenheiten anpassen: mittags ist es in der von Apple bereitgestellten Wüstenlandschaft hell, nachts ist es dunkel.

Der neue Dark Mode in macOS 10.14 Mojave
Der neue Dark Mode in macOS 10.14 Mojave (Bild: Apple)

Eine weitere Neuerung betrifft die auf dem Desktop abgelegten Dateien, die mit Mojave jetzt automatisch nach Dateityp gestapelt werden.

Zwei statt vier erste iOS-Apps für macOS

Gegenüber der Ankündigung aus dem Juni noch einmal zusammengestrichen hat Apple die Premiere der Umsetzung von iOS-Apps unter macOS. Waren ursprünglich Home, News, Aktien und Sprachmemos geplant, wurden am Ende nur Home und Sprachmemos bis zu Freigabe umgesetzt, wie Apples Webseite inzwischen verrät. Einen großen Unterschied macht das aber nicht.

Denn macOS 10.14 ist ohne die Freigabe von iOS-Apps für Drittanbieter nicht mehr als der erste Schritt in diese Richtung. Durch Anpassungen am SDK AppKit, das einige UI-Elemente von iOS erbt, können Entwickler ihre Apps jetzt vorbereiten. Im nächsten Jahr sollen sie dann auch auf macOS lauffähig sein – eventuell also mit macOS 10.15.

Safari schützt vor Tracking und Fingerprinting

Eine weitere wesentliche Neuerung in macOS 10.14 betrifft Safari: Apples Browser erhält einen erweiterten Tracking-Schutz. Dieser beseitigt Social-Media-Buttons und informiert den Nutzer, wenn Widgets von Netzwerken Daten des Nutzers sammeln wollen ohne zu fragen. Des Weiteren erweitert Apple die Maßnahmen gegen sogenanntes Fingerprinting, wodurch auf Basis von Informationen zu Konfiguration, Plug-Ins und Schriftarten ein digitaler Fingerabdruck des Nutzers für Werbung und Tracking erstellt wird. Unter Safari in macOS 10.14 (und auch iOS 12) bekommen Webseiten nur eine vereinfachte Konfiguration, Standard-Schriftarten und keine Informationen über veraltete Erweiterungen.

Weitere Neuerungen umfassen den schon von iOS 11 bekannten neuen App Store, die Möglichkeit Dateien ohne sie zu öffnen zu bearbeiten und Facetime-Videoanrufe mit bis zu 32 Teilnehmern. Darüber hinaus soll es noch einfacher werden Bildschirmfotos zu erstellen und auch Videos lassen sich jetzt mit Bordmitteln direkt vom Desktop aufnehmen.

Apple hat macOS 10.14 Mojave bis heute mit zehn Beta-Versionen für Entwickler und neun Beta-Versionen für freiwillige Nutzer getestet.