Urheberrecht: Google veröffentlicht Zahlen zur Online-Piraterie

Frank Hüber 48 Kommentare
Urheberrecht: Google veröffentlicht Zahlen zur Online-Piraterie
Bild: PDPics | CC0 1.0

Google hat erneut Zahlen bezogen auf die Maßnahmen gegen Online-Piraterie veröffentlicht. Im Bericht „Wie Google Piraterie bekämpft (PDF)“ erklärt das Unternehmen die Programme, die Richtlinien und die Technologie, mit denen Google die Verletzungen des Urheberrechts auf eigenen Plattformen im Jahr 2018 bekämpft.

Google hält es für wichtig, dass Kreative und Künstler die Möglichkeit haben, online Geld mit ihren Inhalten zu verdienen. Daher ergreife das Unternehmen vielfältige Maßnahmen, um sie vor denen zu schützen, die diese Arbeit „raubkopieren wollen“. Grundsätzlich nehme die Online-Piraterie ab und die Ausgaben für legale Inhalte über alle Inhaltskategorien hinweg nehmen zu, so Google, was als Bestätigung für die eigenen Maßnahmen gesehen wird.

Folgende Zahlen hat Google zur Monetarisierung und zum Schutz der Urheberrechte veröffentlicht:

  • Über 3 Milliarden US-Dollar: Diesen Betrag hat YouTube an Rechteinhaber ausgezahlt, die ihre Inhalte in anderen Videos mit Hilfe von Content ID, dem Tool für Rechtemanagement, monetarisiert haben.
  • Über 100 Millionen US-Dollar: Diesen Betrag hat Google in den Aufbau von Content ID investiert, einschließlich Personal und IT-Ressourcen.
  • Über 1,8 Milliarden US-Dollar: Diesen Betrag hat YouTube zwischen Oktober 2017 und September 2018 durch Werbeeinnahmen an die Musikbranche ausgezahlt.
  • Über 3 Milliarden: Diese Zahl von URLs hat Google aufgrund der Verletzung von Urheberrechten aus der Suche entfernt, seit ein entsprechendes Meldeformular für Rechteinhaber eingeführt wurde.
  • Über 10 Millionen: Die Anzahl an Anzeigen, die 2017 von Google abgelehnt wurden, da der Verdacht bestand, dass sie Urheberrechte verletzen oder auf Seiten, die Urheberrechte verletzen, verlinkt haben.

Legale Alternativen schaffen

Auch in den kommenden Jahren wolle Google Verletzungen von Urheberrechten eindämmen. Dazu sollen mehr und bessere legale Alternativen geschaffen werden, um der illegalen Piraterie entgegenzutreten. Zudem wolle das Unternehmen dem Geld folgen und Websites, die mit Online-Piraterie über Google Geld verdienen, die Geldquelle entziehen, indem diese nicht mehr das Werbesystem Googles nutzen dürfen. Gleichsam möchte Google aber auch falsche Verletzungsvorwürfe mit dem Ziel des politischen oder wettbewerbsrechtlichen Vorteils aufdecken, um zu vermeiden, fälschlicherweise Inhalte zu entfernen.