AMD: Mögliche Antwort auf Nvidias DLSS via DirectML

Michael Günsch 166 Kommentare
AMD: Mögliche Antwort auf Nvidias DLSS via DirectML
Bild: Microsoft

Mit dedizierten Recheneinheiten für Raytracing und Deep Learning haben Nvidias Turing-GPUs zwei Asse im Ärmel, die aber mangels Spiele-Support noch nicht richtig zur Geltung kommen. AMD hat solche Spezial-Kerne nicht, könnte aber über die Windows-Funktionen DirectX Raytracing und DirectML ähnliche Effekte bieten.

GPU-beschleunigtes Machine Learning für Windows

Mit dem Oktober-Update für Windows 10 hatte Microsoft mit DirectX Raytracing (DXR) die eigene Low-Level-API DirectX 12 um einen Raytracing-Part erweitert. Im Zuge dessen wurde auf eine weitere Neuerung hingewiesen: DirectML. Die bereits im März von Microsoft näher beschriebene Technik ermöglicht eine Hardware-Beschleunigung auf Seiten der GPU für Spiele, die die API Windows Machine Learning (WinML) nutzen. Damit lässt sich zum Beispiel die Bildqualität in Spielen steigern, indem Supersampling auf Basis von Machine Learning verwendet wird, das eine bessere Qualität bei zugleich höherer Leistung verspricht.

ML Super Sampling (links), bilineares Upsampling (rechts)
ML Super Sampling (links), bilineares Upsampling (rechts) (Bild: Microsoft)

Nvidia Turing bietet DLSS mit dedizierten Einheiten

Nvidia nutzt bei der Turing-Generation einen eigenen Ansatz in Form des Deep Learning Super Sampling (DLSS). Dabei wird die Bildverbesserung durch dedizierte Recheneinheiten für Deep Learning, die sogenannten Tensor-Cores umgesetzt. DirectML hingegen macht sich die universellen Compute-Einheiten von GPUs zu Nutze, womit auch Radeon-Grafikkarten von AMD eine solche Funktion bieten könnten.

Laut AMD exzellente Resultate mit DirectML

Gegenüber 4 Gamer hat AMDs Adam Kozak diesbezügliche Überlegungen bestätigt. Laut Kozak zeige die im Februar erscheinende Radeon VIIexzellente Ergebnisse“ in ersten Versuchen und aufgrund der hohen GPGPU-Leistung der Vega-GPU ist aus seiner Sicht eine ähnliche Lösung wie Nvidia DLSS möglich. Ob die DirectML-Implementierung zu DLSS mit dedizierten Kernen gleichwertig ist, gilt es aber abzuwarten.

Last year's GDC 2018, Microsoft announced a framework "Windows ML" for developing machine learning based applications on the Windows 10 platform, and "DirectML" that makes it available from DirectX (Windows It became effective (October 2018 Update of 10) ( related article ). We are currently experimenting with obtaining the evaluation version SDK of DirectML, but Radeon VII shows excellent results in that experiment.

By the way, Radeon VII scored about 1.62 times the " GeForce RTX 2080 " in "Luxmark" which utilizes OpenCL-based GPGPU-like ray tracing renderer . Based on these facts, I think NVIDIA's DLSS-like thing can be done with GPGPU-like approach for our GPU.

Adam Kozak von AMD im Gespräch mit 4Gamer.net (maschinelle Übersetzung)

DirectML soll laut Microsoft erst im Frühjahr 2019 veröffentlicht werden. Erst dann wird sich zeigen, ob auch die Spieleentwickler davon regen Gebrauch machen. Denn schließlich kommt auch DXR nur sehr langsam in Schwung. DLSS-Support wurde immerhin für über 20 Spiele angekündigt.

WinML und DirectML
WinML und DirectML (Bild: Microsoft)