Synology DS1019+ und DS2419+: 10 GbE bleibt für 1.600 Euro bei 12 Einschüben optional

Frank Hüber 31 Kommentare
Synology DS1019+ und DS2419+: 10 GbE bleibt für 1.600 Euro bei 12 Einschüben optional
Bild: Synology

Bereits im Mai 2018 waren erste Details zur DS1019+ und DS2419+ bekannt geworden, aber erst jetzt kündigt Synology die neuen DiskStations tatsächlich an. Die DS1019+ bietet fünf Einschübe für 3,5-Zoll-Laufwerke und zwei weitere M.2-SSD-Steckplätze nach dem 2280-Format, die auch NVMe-SSDs unterstützen.

Mit der Erweiterungseinheit DX517 können insgesamt 10 Laufwerke an der DS1019+ genutzt werden. Synology sieht ihren Einsatz vor allem in kleinen Büros, die zunächst vielleicht nicht alle Festplatteneinschübe des NAS-Systems mit HDDs oder SSDs bestücken, sondern mit der Zeit das NAS weiter aufstocken können möchten, wenn es die Situation erfordert.

Die DS1019+ setzt auf einen Intel Celeron J3455 mit vier Kernen, der einen Standardtakt von 1,5 GHz bietet und im Turbo mit bis zu 2,3 GHz takten. Beim Arbeitsspeicher verbaut Synology insgesamt 8 GB DDR3L, verteilt auf zwei Module mit jeweils 4 GB. Für die Netzwerkanbindung stehen zwei Gigabit-LAN-Anschlüsse zur Verfügung. Für externe Speichermedien verbaut Synology zwei UBS-3.0-Anschlüsse und einen eSATA-Port.

Zur Kühlung der Festplatten kommen zwei 92-mm-Lüfter an der Rückseite zum Einsatz. Das externe Netzteil liefert maximal 120 Watt. Für die Lese- und Schreibleistung gibt Synology über 225 MB/s bei verschlüsselter Datenübertragung an. Die 3-Jahres-Garantie kann mit dem „Extended Warranty License Pack“ EW201 auf 5 Jahre verlängert werden.

Der „Vorgänger“, die DS1517+, bietet mehr, ist aber teurer

Der Preis der DS1019+ fällt geringer aus als der des von Synology erkorenen Vorgängers, der DS1517+. Erste Shops listen die DS1019+ derzeit für 735 Euro als sofort lieferbar. Die DS1517+ liegt mit 8 GB RAM bei derzeit mindestens 830 Euro, bietet dafür aber neben 4 × Gigabit-LAN mehr USB- und eSATA-Anschlüsse und insbesondere einen PCIe-x8-Steckplatz (x4 elektrisch). Sie als direkten Vorgänger zu sehen, ist somit technisch zweifelhaft.

DS2419+: 12 Einschübe und optionales 10 GbE für 1.600 Euro

Die DS2419+ richtet sich hingegen an Unternehmen mit höheren Anforderungen, die trotzdem keinen Serverschrank einsetzen möchten. Beim Prozessor setzt das NAS auf Intels Denverton-Familie in Form des Intel Atom C3538 mit vier Kernen und 2,1 GHz Takt. Bei diesem Prozessor sind Standard- und Turbotakt ebenso wie Kerne und Threads jeweils identisch.

12 3,5-Zoll-Festplatten kann das NAS selbst aufnehmen, weitere 12 können über eine Erweiterungseinheit DX1215 angeschlossen werden. M.2-NVMe-SSDs lassen sich jedoch nur über die optional erhältliche Erweiterungskarte M2D18 in dem PCIe-3.0-x8-Steckplatz (elektrisch x4) einsetzen. Über diesen PCIe-Steckplatz lässt sich auch 10-Gigabit-LAN nachrüsten. Beim Arbeitsspeicher verbaut Synology lediglich 4 GB DDR4-UDIMM in einem der insgesamt zwei Steckplätze. Der Nutzer kann diesen auf bis zu 32 GB (2 × 16 GB) aufstocken.

Mit 1.716 MB/s lesen und 671 MB/s schreiben

Den sequenziellen Datendurchsatz gibt Synology mit 1.716 MB/s (Lesen) und 671 MB/s (Schreiben) an. Zur Netzwerkanbindung verbaut Synology vier Gigabit-LAN-Anschlüsse. eSATA bietet die DS2419+ nicht, sondern lediglich zwei USB-3.0-Anschlüsse. Gekühlt wird das NAS mit zwei 120-mm-Lüftern. Das interne Netzteil liefert maximal 500 Watt. Auch bei der DS2419+ kann die 3-jährige Garantie auf 5 Jahre verlängert werden.

Erste Listungen der DS2419+ liegen im Preisvergleich bei etwas über 1.600 Euro.