Videospiele-Markt: Umsatz mit Fortnite hat sich im Januar halbiert

Fabian Vecellio del Monego 80 Kommentare
Videospiele-Markt: Umsatz mit Fortnite hat sich im Januar halbiert
Bild: Epic Games

Das Jahr 2019 beginnt mit rückläufigen Umsätzen mit Videospielen, wie die Analysten von SuperData Research konstatieren. Während mit Fortnite: Battle Royale und Red Dead Redemption 2 Online auch die Prominenz betroffen ist, kann Super Smash Bros. Ultimate ein Umsatzwachstum vorweisen.

Videospiele starten schwach ins neue Jahr

Insgesamt 8,4 Milliarden US-Dollar sollen Verbraucher weltweit im ersten Monat des Jahres für digitale Spiele oder deren In-Game-Inhalte ausgegeben haben. Das entspricht sowohl einem Rückgang von rund sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – im Januar 2018 wurden ungefähr 8,9 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielt –, als auch einem Rückgang in Relation zum vorherigen Monat: Im Dezember 2018 wurden ebenfalls rund 9 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Nach einem sehr starken letzten Jahr für Videospiele und multimedial-interaktive Unterhaltung eruieren die Analysten vor allem bei PC-Spielen einen massiven Rückgang.

Fortnites Umsatz sinkt trotz hoher Spielerzahlen

Demnach generierten die der Kategorie Premium-PC zugehörigen Titel einen 29 Prozent niedrigeren Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Dazu gehören sämtliche Spiele, die einen pauschalen Kaufpreis verlangen. Doch auch der Umsatz populärer Free-to-Play-Titel zeigt sich rückläufig: Nachdem Epic Games für Fortnite erst kürzlich so hohe Spielerzahlen vermeldete wie nie zuvor, ging der Umsatz des Battle-Royale-Titels über alle Plattformen hinweg im Vergleich zum Dezember 2018 um 48 Prozent zurück. Die bloße Anzahl an Mikrotransaktionen sei indes gestiegen.

Auch der seit Anfang Dezember kostenlose Taktik-Shooter Counter-Strike: Global Offensive verzeichnet einen geringeren Umsatz, wenngleich die Spielerzahlen um 8 Prozent stiegen: Die aufgrund des entfallenen Kaufpreises neu gewonnenen Spieler scheinen nicht an Ingame-Käufen interessiert zu sein.

GTA V 400 Prozent über Red Dead Redemption 2 Online

Den gesamten Umsatzrückgang auf Spielekonsolen beziffert SuperData mit seichten 3 Prozent. Verantwortlich machen die Analysten dafür unter anderem Red Dead Redemption 2 Online: Der Umsatz mit dem noch in der Beta-Phase befindlichen Mehrspieler-Modus des exklusiv für PlayStation 4 und Xbox One erschienenen Spiels ging im Vergleich zum Dezember 2018 um 14 Prozent zurück. Das ebenfalls von Rockstar Games entwickelte Grand Theft Auto V litt zwar auch unter Rückgängen, kam aber dennoch auf den fünffachen Umsatz des Open-World-Westerns.

Das exklusiv auf Nintendos Switch spielbare Super Smash Bros. Ultimate verzeichnete vom Dezember ausgehend hingegen ein Umsatzwachstum, obwohl die Verkaufszahlen von Monat zu Monat um drastische 83 Prozent einbrachen – ein ungewöhnlich früher Rückgang, den SuperData auch in den zahlreichen Bundle-Aktionen zu Weihnachten begründet sieht. Auch in Deutschland war Nintendo sehr erfolgreich: Kein anderes Spiel für PC oder Konsole verkaufte sich hierzulande im Januar häufiger, als New Super Mario Bros. U Deluxe, wie game berichtet. Darauf folgen die Titel Resident Evil 2, Kingdom Hearts III und Fifa 19 vor weiteren Nintendo-Spielen.