Hitman 2 Benchmarks: DirectX 12 ist gut für AMD, eher schlecht für Nvidia und Intel

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Wolfgang Andermahr 166 Kommentare

Prozessor-Benchmarks mit DirectX 11 und DirectX 12

Hitman 2 schien AMDs Zen-Architektur bisher nicht gut zu schmecken: Mit DirectX 11 arbeiten Intels Modelle deutlich schneller als die Konkurrenzmodelle von AMD. Mit DirectX 12 können die Ryzen-Prozessoren den Rückstand dann aber massiv verkürzen beziehungsweise gar völlig aufholen.

Während der Intel-Prozessor nur zusammen mit einer AMD-Grafikkarte wenig bis mittelmäßig von DirectX 12 profitiert, werden auf einer AMD-CPU alle drei getesteten Grafikkarten teils deutlich schneller als mit DirectX 11.

Hitman 2 (CPU-Testszene) – 1.920 × 1.080, Prozessor-Benchmarks
  • FPS, Durchschnitt:
    • Core i9-9900K, GTX 1080 – DX11
      94,1
    • Core i9-9900K, RTX 2070 – DX11
      93,6
    • Core i9-9900K, RTX 2070 – DX12
      93,6
    • Core i9-9900K, RX Vega 64 – DX12
      93,4
    • Core i9-9900K, RX Vega 64 – DX11
      88,9
    • Core i9-9900K, GTX 1080 – DX12
      88,1
    • Ryzen 7 2700X, RX Vega 64 – DX12
      85,8
    • Ryzen 7 2700X, RTX 2070 – DX12
      84,7
    • Ryzen 7 2700X, GTX 1080 – DX12
      81,3
    • Ryzen 7 2700X, GTX 1080 – DX11
      64,9
    • Ryzen 7 2700X, RTX 2070 – DX11
      64,3
    • Ryzen 7 2700X, RX Vega 64 – DX11
      62,2
  • 99,9th Percentile (Frametimes in FPS):
    • Core i9-9900K, GTX 1080 – DX11
      73,9
    • Core i9-9900K, RTX 2070 – DX11
      72,2
    • Core i9-9900K, RX Vega 64 – DX12
      67,3
    • Ryzen 7 2700X, RX Vega 64 – DX12
      63,8
    • Ryzen 7 2700X, GTX 1080 – DX12
      60,7
    • Core i9-9900K, RTX 2070 – DX12
      59,4
    • Ryzen 7 2700X, RTX 2070 – DX12
      53,8
    • Core i9-9900K, RX Vega 64 – DX11
      53,1
    • Ryzen 7 2700X, GTX 1080 – DX11
      52,4
    • Core i9-9900K, GTX 1080 – DX12
      51,2
    • Ryzen 7 2700X, RTX 2070 – DX11
      48,9
    • Ryzen 7 2700X, RX Vega 64 – DX11
      42,6

In der CPU-limitierten Szene sprintet der AMD-Prozessor in Verbindung mit einer AMD-Grafikkarte regelrecht auf und davon. DirectX 12 liefert bei der Kombination aus Ryzen 7 2700X und Radeon RX Vega 64 in 1.920 × 1.080 38 Prozent mehr FPS und satte 50 Prozent besser Frametimes als DirectX 11. Damit schrumpft der Rückstand des Ryzen 7 2700X gegenüber dem Core i9-9900K von satten 30 Prozent auf nur noch acht Prozent zusammen. Auch bei den Frametimes wird der Rückstand deutlich geringer und beträgt mit DirectX 12 nur noch fünf Prozent.

Auch alle Nvidia-Grafikkarten profitieren in Kombination mit einem AMD-Prozessor von DirectX 12, wenn auch auf einem niedrigeren Niveau. Die GeForce GTX 1080 wird dann noch um 25 und 16 Prozent schneller, die GeForce RTX 2070 um 32 und 10 Prozent. Mit einer Nvidia-Grafikkarte bleibt die Intel-CPU daher vor allem bei den Frametimes klar schneller als das AMD-Gegenstück.

Im GPU-Limit ist der Ryzen 7 2700X teils schneller als der Core i9-9900K

Wird in Hitman 2 dagegen die Grafikkarte mehr gefordert, fallen die Vorteile von DirectX 12 bei auf einem alleine von AMD ausgestatteten Rechner kleiner aus, bleiben aber dennoch vorhanden. In solch' einer Sequenz limitiert ausschließlich die eingesetzte Radeon RX Vega 64. Mit DirectX 11 ist der Core i9-9900K noch leicht schneller, mit DirectX 12 ist dagegen plötzlich der Ryzen 7 2700X minimal schneller als Intels Consumer-Flaggschiff.

Hitman 2 (GPU-Testszene) – 1.920 × 1.080, Prozessor-Benchmarks
  • FPS, Durchschnitt:
    • Core i9-9900K, GTX 1080 – DX11
      80,6
    • Core i9-9900K, RTX 2070 – DX11
      79,9
    • Core i9-9900K, GTX 1080 – DX12
      78,7
    • Ryzen 7 2700X, RTX 2070 – DX11
      77,5
    • Core i9-9900K, RTX 2070 – DX12
      76,7
    • Ryzen 7 2700X, GTX 1080 – DX11
      76,2
    • Ryzen 7 2700X, GTX 1080 – DX12
      75,6
    • Ryzen 7 2700X, RTX 2070 – DX12
      75,0
    • Ryzen 7 2700X, RX Vega 64 – DX12
      67,2
    • Core i9-9900K, RX Vega 64 – DX12
      65,4
    • Core i9-9900K, RX Vega 64 – DX11
      61,9
    • Ryzen 7 2700X, RX Vega 64 – DX11
      61,0
  • 99,9th Percentile (Frametimes in FPS):
    • Core i9-9900K, RTX 2070 – DX11
      60,9
    • Core i9-9900K, GTX 1080 – DX11
      55,2
    • Ryzen 7 2700X, RX Vega 64 – DX12
      51,5
    • Ryzen 7 2700X, GTX 1080 – DX11
      51,5
    • Core i9-9900K, RX Vega 64 – DX12
      49,6
    • Core i9-9900K, GTX 1080 – DX12
      49,5
    • Core i9-9900K, RX Vega 64 – DX11
      49,1
    • Ryzen 7 2700X, RTX 2070 – DX12
      47,6
    • Core i9-9900K, RTX 2070 – DX12
      46,9
    • Ryzen 7 2700X, RTX 2070 – DX11
      46,4
    • Ryzen 7 2700X, RX Vega 64 – DX11
      45,9
    • Ryzen 7 2700X, GTX 1080 – DX12
      44,8

Mit einer Nvidia-Grafikkarte ist im GPU-Limit auf einem Ryzen 7 2700X dagegen in den meisten Fällen DirectX 11 die bessere Wahl. Das hat zur Folge, dass sich der Intel-Prozessor mit einer Nvidia-Grafikkarte mehr von der AMD-GPU absetzen kann als beim Einsatz einer AMD-Grafikkarte.

Fazit

Wie gut DirectX 12 in Hitman 2 wirkt, hängt extrem von der eingesetzten Hardware ab. Je nachdem, welche Komponenten im Rechner stecken, kann DirectX 12 spürbare Verbesserungen bringen, oder sogar schlechter laufen. Die Implementierung in Metro: Exodus hatte hier zuletzt ein deutlich einheitlicheres Bild gezeichnet.

Nur eine Kombination profitiert in den Benchmarks immer von DirectX 12: Der AMD-Prozessor in Verbindung mit der AMD-Grafikkarte. Bei allen anderen Kombinationen wird es komplizierter. Zum Beispiel bei einer Nvidia-Grafikkarte der Pascal- oder Turing-Generation und einem AMD-Prozessor. Je nach Szene ist DirectX 12 dann schneller oder auch etwas langsamer als DirectX 11. Da die Vorteile aber größer als die Nachteile ausfallen, ist in dem Fall erneut DirectX 12 die API der Wahl.

Je nach Szene spürbare Vorteile bis einen Gleichstand mit DirectX 12 erzielt darüber hinaus ein flotter Intel-Prozessor wie der im Test eingesetzte Core i9-9900K in Verbindung mit einer AMD-Grafikkarte, im Artikel vertreten durch eine Radeon RX Vega 64. Eine Intel-CPU in Kombination mit einer Nvidia-Grafikkarte erzielt dagegen durchweg mit DirectX 11 eine bessere Performance – und zwar teils deutlich.

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