Intel Elkhart Lake: Neue Atom-Generation mit Tremont und Gen11-Grafik

Volker Rißka 35 Kommentare
Intel Elkhart Lake: Neue Atom-Generation mit Tremont und Gen11-Grafik
Bild: Intel

Bei Intel bewegt sich derzeit etwas, der Start mehrerer neuer Produktgenerationen wird vorbereitet. Nach dem High-End- gibt es jetzt Informationen zum Einsteigersegment: Auf die aktuelle Generation Gemini Lake folgt Elkhart Lake. Sie verspricht mit einer komplett neuen Architektur und Gen11-Grafik massive Verbesserungen.

Tremont + Gen11 = Elkhart Lake

Elkhart Lake (EHL) ist wie Comet Lake (CML) in den vergangenen Tagen mit der initialen Treiberunterstützung für Linux bedacht worden. Erstmals als Gerücht bereits im letzten Frühjahr benannt, wird Elkhart Lake der Nachfolger der aktuellen 14-nm-SoC-Serie Gemini Lake (GLK) und soll auf die neue, vier Jahre verspätete 10-nm-Fertigung aufbauen. Ob der Start deshalb noch dieses Jahr erfolgt, bleibt abzuwarten, der Fokus für die ersten 10-nm-Produkte dürfte erst einmal bei den „Big Cores“ alias Ice Lake (ICL) liegen, ehe dann die „Small Cores“ für die Atom-, Celeron- und Pentium-Serie an der Reihe sind. Zum Jahresende könnte aber ein Termin angestrebt werden.

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[..]

Elkhart Lake wird im Einsteigersegment einen großen Schritt nach vorne machen. Die in den beiden letzten Generationen genutzte Goldmont- und Goldmont-Plus-Architektur wird von der neuen Architektur Tremont abgelöst, die Intel bereits auf öffentlichen Roadmaps gezeigt hat. Der CPU-Architektur zur Seite wird die Gen11-Grafikeinheit gestellt, wie sie auch mit den Sunny-Cove-Kernen gepaart wird, die das Produkt Ice Lake bilden. Insofern heißt es in Zukunft: Sunny Cove + Gen11 = Ice Lake und Tremont + Gen11 = Elkhart Lake.

Sunny, Willow und Golden Cove, dazu Tremont & Gracemont
Sunny, Willow und Golden Cove, dazu Tremont & Gracemont (Bild: Intel)

Tremont bringt mehr Single-Core-Leistung

Die Tremont-Architektur soll für eine gesteigerte Single-Threaded-Leistung sorgen, das Design als SoC wird zudem mit überarbeiteten Anschlüssen versehen. Traditionell erben die Small Cores immer einige der Features der Big Cores der vorangegangen Generationen. AVX gibt es bisher beispielsweise in dem Segment gar nicht; die Roadmap deutet aber erst für den Gracemont-Kern als Nachfolger von Tremont zumindest eine gesteigerte Vector-Leistung an, was auf AVX schließen lässt. Mehr Details dazu dürfte es in den kommenden Monaten geben. Zur Gen11-Grafik ist hingegen schon viel bekannt.