ConceptD: Acer will mit neuer Marke in die Kreativbranche vordringen

Nicolas La Rocco 12 Kommentare
ConceptD: Acer will mit neuer Marke in die Kreativbranche vordringen

Zu seiner Jahrespressekonferenz in New York überraschte Acer mit einer vollständig neuen Produktlinie, die sich an die Kreativbranche richtet. Acer will mit den neuen ConceptD-Produkten Designer, Fotografen, Filmemacher oder auch Ingenieure ansprechen. Zu sehen gab es mehrere Notebooks, Desktop-Systeme und Monitore.

ConceptD 5, 7 und 9 sind die ersten Notebooks der erstmals in New York gezeigten Produktlinie. Das ConceptD 5 zu Preisen ab 1.699 Euro wird voraussichtlich ab Juni den Anfang in Deutschland machen. Der vergleichsweise hohe Einstiegspreis resultiert vor allem aus Komponenten wie dem hochwertigen Display. Hier setzt Acer auf ein 15,6-Zoll-IPS-Panel mit UHD-Auflösung, 100 Prozent Abdeckung des Adobe-RGB-Farbraums sowie eine Pantone-Zertifizierung mit Delta E <2 für eine originalgetreue Farbwiedergabe. Die maximale Helligkeit des Displays soll bei 400 cd/m² liegen.

In Sachen Hardware vertraut Acer auf die eher selten am Markt zu findenden Prozessoren der Baureihe Kaby Lake-G mit Vega-GPU von AMD. Für den deutschen Markt ist eine Kombination aus Core i7-8705G, 16 GB RAM und 512-GB-SSD für das Basismodell vorgesehen, während andere Märkte auch den Core i5, weniger RAM und kleinere SSDs erhalten werden.

Eine Klasse darüber spielt das ConceptD 7, das mit dem gleichen Display, aber mit Core-i7-Prozessoren der neunten Generation und GeForce-RTX-Grafikkarten von Nvidia ausgestattet ist. Zur Auswahl stehen die RTX 2080 Max-Q und die RTX 2060. Die Rechenleistung ist laut Acer für die Bearbeitung von 6K-RED-Videomaterial in Echtzeit ausreichend. Das Plus an Leistung treibt den für Deutschland gültigen Basispreis des Notebooks auf 2.299 Euro.

Acer kopiert sich selbst und verbessert Displays

Das neue Flaggschiff ist das ConceptD 9, wenngleich neu angesichts des bekannten Designs relativ ist. Beim ConceptD 9 lässt sich das Display wie einst beim Predator Triton 900 drehen. Das Notebook zeigt am deutlichsten, dass Acer für die erste Generation ConceptD keine von Grund auf neu entwickelten Produkte an den Start bringt, sondern bereits bekannte Geräte neu verpackt, mit leiseren Kühlsystemen für ruhiges Arbeiten versieht und mit besseren Displays ausrüstet. Dessen ist sich Acer allerdings auch bewusst. Beim ConceptD 9 ist der Bildschirm 17,3 Zoll groß und erfüllt die gleichen Standards wie bei ConceptD 5 und 7, hier allerdings mit Delta E <1.

Im dem über 4 Kilogramm schweren Koloss werkeln Core-i9-Prozessoren der neunten Generation, bis zu 32 GB RAM, eine GeForce RTX 2080 und bis zu 1 TB große SSDs. Für das neue Topmodell der ConceptD-Notebooks liegt noch kein Preis vor.

Dual-Xeon-System für Creator statt Spieler

Geht es in das Desktop-Segment, so bilden ConceptD 500 und 900 die erste Generation. Den ConceptD 500 verpackt Acer in stylischem Weiß mit oberer Abdeckung aus Holz samt Anschlüssen wie USB und Cardreader sowie Qi-Ladestation für Smartphones. Die Ausstattung richtet sich mit Intel Core i9-9900K, bis zu 64 GB RAM und Nvidia Quadro RTX 4000 an Designer und ähnliche Berufsgruppen. Das System soll nicht lauter als 40 dBA werden, was auch für alle vorgestellten Notebooks gilt.

Wer noch mehr Rechenleistung benötigt, kann zum ConceptD 900 greifen, der stark an den zur IFA gezeigten Predator X erinnert, in der Variante für Creator aber auf die auffälligen Gaming-Merkmale verzichtet. Mit einer Bautiefe von über 62 Zentimetern lässt sich bereits erahnen, dass im ConceptD 900 kein handelsübliches Desktop-Mainboard steckt. Acer setzt auf ein Dual-Sockel-System mit zwei Intel Xeon Gold 6148, bis zu 192 GB DDR4-ECC-RAM, eine Nvidia Quadro RTX 6000, eine 1-TB-SSD und bis zu zwei 4-TB-HDDs. In diesem PC für die Kreativbranche ergibt der Dual-CPU-Aufbau deutlich mehr Sinn als in dem für Gamer gedachten Predator X.

Preise und Angaben zur Verfügbarkeit der ConceptD-Desktops will Acer erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Profi-Bildschirm mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung

Mit dem ConceptD CM7321K hat Acer zudem einen professionellen Monitor mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung für 1.152 Dimming-Zonen vorgestellt, der im vierten Quartal für rund 3.000 Euro auf den Markt kommen soll. Bereits für das dritte Quartal geplant und mit 2.000 Euro etwas günstiger ist der CP7271K P, der den Adobe-RGB-Farbraum zu 99 Prozent abdeckt. ComputerBase stellt beide Monitore in einer gesonderten Meldung im Detail vor.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Acer unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der Veröffentlichungszeitpunkt. Die Bereitstellung dieser Materialien ging einher mit der Teilnahme an Acers Jahrespressekonferenz Mitte April in New York City. Die Kosten für An-, Abreise und Hotel wurden von Acer getragen.