Steam Hardware Survey: AMDs mühsamer Kampf um mehr Marktanteil

Volker Rißka 444 Kommentare
Steam Hardware Survey: AMDs mühsamer Kampf um mehr Marktanteil
Bild: Steam

AMDs Anteil in Spieler-PCs, die Steam nutzen, hat sich in den letzten Monaten kaum verändert. Hinter Intel bei Prozessoren liegt AMD weit zurück. Bei Grafikkarten belegen die ersten zwölf Plätze Nvidia-GPUs, die beste AMD-Lösung erreicht gerade 1,1 Prozent des Marktes.

Die beste AMD-Grafikkarte hat 1,1 Prozent Marktanteil

75 Prozent Marktanteil hat Nvidia bei Grafikkarten über die Plattform Steam, 14,9 Prozent entfallen auf AMD. Jon Peddie hatte zuletzt für diskrete Grafikkarten einen Marktanteil von 81,2 zu 18,8 Prozent für Nvidia respektive AMD ermittelt. Intels zehn Prozent Marktanteil, die Steam ermittelt hat, fallen bei Jon Peddies Analyse heraus, weshalb es mit den Abweichungen ein durchaus übereinstimmendes Bild ergibt.

Allen voran geht nach wie vor die Nvidia GeForce GTX 1060 mit über 15,5 Prozent Anteil, die Karte wird damit öfter genutzt als alle AMD-Grafikkarten in Spieler-PCs, die auf Steam unterwegs sind, zusammen. Der höchste Neueinstieg wird von der GeForce RTX 2060 markiert, die bei 0,27 Prozent Marktanteil einsteigt und aus dem Stand alle AMD Vega überholt, die bei kombinierten 0,22 Prozent liegen. Diese werden auch erst seit Januar 2019 überhaupt geführt, nachdem AMD respektive der Handel die Preise zum Teil deutlich nach unten angepasst hatte.

AMDs beste Grafikkarte hat in Form der Radeon RX 580 letztlich 1,1 Prozent Marktanteil auf Steam, gefolgt von der Radeon-R7-Serie, die auf 0,87 Prozent kommt und die Radeon-R5-Familie mit 0,75 Prozent. Diese Lösungen rangieren dabei auf einem Level mit Intels HD 620, die auf 0,79 Prozent kommt. Nvidias GeForce RTX 2070 steht bereits bei 0,65 Prozent, die RTX 2080 bei 0,50 Prozent. Beide RTX-Grafikkarten kombiniert kommen damit bereits auf einen höheren Marktanteil als AMDs bestplatzierte Lösung, obwohl sie im Handel das Vier- oder gar Fünffache kosten. Spieler sind demnach bereit, teure Grafikkarten zu kaufen. Ohne Konkurrenz wird sich an Nvidias Preisgestaltung deshalb kaum etwas ändern.

AMD-CPUs: 0,81 Prozentpunkte Gewinn in 5 Monaten

Für Konkurrenz sorgt AMD an anderer Stelle, wenngleich auch das ein sehr mühsamer Weg ist. Bei den Prozessoren gibt es minimale Fortschritte. Fernab der gern in den Medien aufgegriffenen sehr guten Verkaufszahlen bei einem Händler, die jede Intel-CPU schlagen sollen, sieht es weltweit ganz anders aus. Von November 2018 bis März 2019 erhöhte sich der Marktanteil von AMD-Prozessoren auf Steam von 17,21 auf 18,02 Prozent, Intels Marktanteil liegt folglich noch bei 81,96 Prozent. Seit zwei Jahren verfügbare acht Kerne als Aushängeschild von AMD gehören im Gamer-Bereich nach wie vor zur Nische, lediglich 2,3 Prozent aller Windows-PCs setzt darauf. Sechs-Kern-Lösungen bringen es immerhin schon auf 12,2 Prozent, mit 0,67 Prozentpunkten Zuwachs ist dort auch das größte Wachstum zugegen, was nahezu komplett auf Kosten von Vier-Kern-Lösungen geht, deren Anteil im März 2019 um 0,71 Prozentpunkte zurückging.

Noch immer setzen aber 56,4 Prozent der Spieler-PCs auf Quad-Core-Maschinen, gefolgt von Dual-Core-Lösungen mit 26,3 Prozent. In den kommenden Monaten und auch nächstes Jahr dürfte der Trend im Gamer-PC mehr zu sechs und acht Kernen gehen, darüber hinaus ist der adressierbare Markt quasi nicht vorhanden. Insbesondere Sechs-Kern-CPU stellen aktuell das beste Verhältnis aus gebotener Leistung, die Spiele auch abrufen können, und Preis dar, weshalb der Fortschritt in dem Bereich nicht überrascht.