Call of Duty 2020: Treyarch übernimmt und baut Black Ops 5

Max Doll 73 Kommentare
Call of Duty 2020: Treyarch übernimmt und baut Black Ops 5
Bild: Activision

Treyarch übernimmt ab dieser Woche die Führungsposition bei der Entwicklung des Call of Dutys für das nächste Jahr, das nun nach einem Neustart Black Ops V wird. Damit ersetzt das Studio Raven und Sledgehammer, die die Entwicklung zuvor federführend bestimmt haben.

Dies berichtet zumindest Kotaku unter Berufung auf drei Quellen. Grund dafür sollen Spannungen zwischen den beiden Studios sein, das Projekt wurde als „Chaos“ beschrieben. Durch die Entscheidung wird der übliche Rotationszyklus zwischen Infinity Ward, Sledgehammer und Treyarch aufgebrochen.

Die Änderung, der man unterstellen kann, die größte Änderung am Serienformat seit Jahren zu sein, hat erhebliche Auswirkungen: Treyarch hat erst im vergangenen Jahr Call of Duty: Black Ops IIII fertiggestellt und nun durch den Austausch der Studios für den Serienableger des Jahres 2020 nur zwei Jahre Zeit für das Spiel.

Treyarch steht vor Neustart

Treyarch soll laut den Quellen der Seite tatsächlich weite Teile eines Spiels programmieren müssen, weil die Ablösung der bisherigen Studios einen Neustart der Entwicklung bedeutet. Ursprünglich sollte das Call of Duty während des Kalten Krieges spielen, spekuliert wurde über ein Vietnam-Setting – nun wird daraus Black Ops V, das wahrscheinlich als Cross-Plattform-Spiel für die aktuelle sowie die kommende Konsolengeneration erscheint, die im Herbst 2020 erwartet wird.

Alleine muss Treyarch allerdings nicht arbeiten, Sledghammer und Raven sollen unterstützend zur Seite stehen und ihre bisherige Arbeit in eine Einzelspieler-Kampagne für das neue Projekt umwandeln. Einige Mitarbeiter drücken ihr Missfallen über die geringe Entwicklungszeit aus und wappnen sich bereits für eine „brutale Anzahl von Überstunden“ wie bei Black Ops 4. Kotaku berichtet aber auch von Stimmen, die von einem soliden und weitgehend festgezurrten Plan sprechen, der sich anders als bei den vorherigen Spielen wahrscheinlich nicht mehr wandeln werde.

Black Ops 4 reicht nicht

Darüber hinaus soll es bei Activision Überlegungen geben, ein Free-to-Play-Geschäftsmodell in die Serie einzuführen. Die intern nicht unumstrittenen Überlegungen sind durch Black Ops IIII ausgelöst worden, dessen langfristiger Umsatz nicht den Erwartungen entsprochen habe, heißt es in dem Bericht. Activision untersucht deshalb aktuell, ob eine Free-to-Play-Komponente für das Call of Duty des aktuellen Jahres Sinn ergibt.