Vaio SX14 im Test: Core i7-8565U, 16 GB RAM und 512-GB-SSD

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Nicolas La Rocco 95 Kommentare

Leistung liefern im SX14 ausschließlich Prozessoren von Intel, genauer gesagt die beiden Whiskey-Lake-U-CPUs Core i5-8265U und der im Testgerät verbaute Core i7-8565U mit 1,80 GHz Basistakt und bis zu 4,60 GHz Turbotakt. Das Testgerät ist außerdem mit 16 GB LPDDR3-2400 im Dual-Channel-Modus (verlötet) sowie einer M.2-2280-SSD des Typs Samsung MZVLB512HAJQ-00000 (PM981) mit 512 GB bestückt. Die alternative Ausstattungsvariante mit Core i5 kommt mit 8 GB RAM sowie 256 GB großer SSD. Laut TrekStor werden zudem SSDs des Typs WD Black verbaut.

Hohe Leistung bei konstanter Leistung

Eine Besonderheit des Notebooks sollen die unter dem Begriff „TruePerformance“ durchgeführten Maßnahmen zur besseren Wärmeabfuhr sein, die in Summe zu einer höheren Leistung führen sollen. Vaio setzt laut eigener Aussage zum Beispiel eine besonders hochwertige Wärmeleitpaste für den Prozessor ein und will insbesondere die Wärmeabfuhr optimiert haben. Das soll zum Beispiel im Cinebench zu 25 Prozent besseren Ergebnissen als bei einem Core i7-8565U in einem Notebook ohne diese Maßnahmen führen. Beim Core i5-8265U soll das Plus immerhin noch bei 15 Prozent liegen. Laut Vaio soll aber nicht nur die kurzzeitig abrufbare Spitzenleistung höher ausfällen, auch bei längeren, besonders rechenintensiven Aufgaben soll es keine Leistungseinbrüche geben.

„TruePerformance“ lässt sich unter Windows über ein mitgeliefertes Vaio-Tool steuern, das die Leistungsstufen „Performance“, „Standard“ und „Silence“ zur Auswahl stellt. Diese überschreiben stets die von Windows 10 zur Verfügung gestellten Einstellungen. Mit angeschlossenem Netzteil ist ab Werk immer das Profil „Performance“ aktiv, während der Akkubetrieb „Standard“ nutzt. ComputerBase hat alle drei Modi unter Dauerlast im Cinebench getestet und dabei in mehrfacher Hinsicht interessante Ergebnisse erzielt.

Wie das Diagramm zeigt, liefert das SX14 im Performance-Modus eine sehr hohe Leistung ab. Das Notebook steigt mit 707 Punkten ähnlich gut wie das XPS 13 9370 in den Test ein, hält anschließend die Leistung jedoch dauerhaft auf einem hohen Niveau von durchschnittlich über 650 Punkten. Mit Ausnahme des mit Core i7-8750H ausgestatteten Razer Blade 15 lieferte bisher kein Notebook bessere Werte ab. Spitzenleistung und langanhaltende Leistung entsprechen hier klar dem Werbeversprechen. Die Lautstärke fällt mit gut hörbarem Rauschen zwar deutlich wahrnehmbar, aber nicht störend aus, da es sich um eine angenehme Tonlage handelt.

Im Standardmodus zeichnet sich das gleiche Bild nur mit weniger Leistung und Lautstärke ab. Vaio hat diesen Modus deutlich in Richtung Lautstärke getrimmt, da nicht mehr als ein leises Rauschen wahrnehmbar ist. Das sorgt im Umkehrschluss mit maximal 548 Punkten für schlechtere Werte. Doch auch hier pendeln sich die Ergebnisse bei 500 Punkten ein, sodass es zu keinem Leistungseinbruch kommt.

Flüsterbetrieb bei weniger Leistung möglich

Der Modus „Silence“ wird seinem Namen gerecht, denn das Notebook ist aus normalem Sitzabstand nicht mehr zu hören, fast so wie ein passives Gerät. Erst beim Anlegen des Ohres an das Gehäuse ist das langsame Drehen des Lüfters leicht wahrnehmbar. Weil das Notebook hier beinahe im Passivmodus betrieben wird, sind nicht mehr als 435 Punkte im Cinebench möglich. Das Gerät pendelt sich ohne Leistungseinbrüche bei etwa 400 Punkten in den nächsten neun Durchläufen ein.

TruePerformance hält, was es verspricht

Selten schafft es ein Werbeversprechen, derart positiv in einem Test abzuschneiden. Vaio verspricht viel Leistung und konstante Leistung und liefert in beiden Punkten genau das ab, ohne dabei störend laut zu werden. Und wer dennoch einen leiseren Betrieb wünscht, erhält bei insgesamt weniger Leistung weiterhin die konstante Leistung.

Dass das Vaio SX14 zu den schnellsten Notebooks zählt, beweist es mit Ausnahme der Spiele-Benchmarks auch in den weiteren Tests. Für Spiele fehlt dem System schlichtweg eine richtige Grafikkarte, Intels iGPU ist dafür nicht schnell genug. Mangels Thunderbolt-3-Anschluss lässt sich auch extern keine Grafikkarte an das Notebook anschließen. Business-Kunden mit Hang zum Zocken am Feierabend müssen sich somit anderweitig umsehen.

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