Artemis-Programm: Neuer Supercomputer si­mu­liert die Mondlandung 2024

Frank Hüber 127 Kommentare
Artemis-Programm: Neuer Supercomputer si­mu­liert die Mondlandung 2024
Bild: HPE

Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat für die NASA einen neuen Supercomputer gebaut, der zur Vorbereitung der nächsten bemannten Mondlandung im Jahr 2024 genutzt wird. Mit dem neuen Supercomputer, genannt Aitken, wird das NASA Ames Research Center die Landung in der Umgebung des Mond-Südpoles für das Artemis-Programm simulieren.

Der Supercomputer Aitken, benannt nach dem amerikanischen Astronomen Robert Grant Aitken, der sich auf Doppelsternsysteme spezialisiert hat, erreicht eine theoretische Spitzenleistung von 3,69 PetaFLOPS und einen Energieeffizienzwert (Power Usage Effectiveness) von 1,03. Installiert ist der Supercomputer, der auf dem HPE SGI 8600 System basiert, in speziellen Containern am neuen Supercomputer-Standort von NASA Ames in Mountain View, Kalifornien. Die Anlage nutzt für die Kühlung der Server die niedrigeren Temperaturen der Bucht und kombiniert dies mit einer evaporativen Kühlung, bei dem die energiereichsten Teilchen entfernt und so das System gekühlt wird. Auf diese Weise können Kühltürme und große Mengen an Wasser zur Kühlung eingespart werden.

Intel Xeon SP und insgesamt 46.080 Kerne

Der Supercomputer setzt auf Intels zweite Generation der Xeon Scalable Prozessor (SP) und kommt auf 46.080 CPU-Kerne und 221 Terabyte Speicher.

Das Artemis-Programm der NASA hat eine bemannte Mondlandung im Jahr 2024 zum Ziel – die erste seit dem Apollo-17-Programm im Jahr 1972. Daraufhin sollen jährlich Raumfahrtprojekte zur Mondoberfläche stattfinden.

Server von HPE rechneten bereits auf der ISS

Aitken ist die erste Entwicklung in einer auf vier Jahre geschlossenen Zusammenarbeit zwischen Hewlett Packard Enterprise und dem NASA Ames. HPE hatte in der Vergangenheit bereits Computer für die NASA entwickelt, zuletzt wurde dabei unter anderem erprobt, wie sich diese im Weltall verhalten und Astronauten bei ihrer Arbeit unterstützen können, indem große Datenmengen direkt im All verarbeitet werden, anstatt sie für die Berechnungen zunächst zur Erde zu übertragen.