Apple iPhone & iPad: iOS 13 erscheint am 19. September, iPadOS 13 am 30.9.

Frank Hüber 56 Kommentare
Apple iPhone & iPad: iOS 13 erscheint am 19. September, iPadOS 13 am 30.9.
Bild: Apple

Nachdem Apple zur WWDC 2019 iOS 13 und das aus dem Smartphone-Betriebssystem abgespaltene iPadOS 13 vorgestellt hatte, folgt zur Ankündigung der neuen iPhones heute auch ein Release-Termin für die neuen mobilen Betriebssystemversionen. iOS 13 erscheint am 19. September, iPadOS 13 am 30. September – das Update ist kostenlos.

iPhone 5s und 6 nicht mehr unterstützt

iOS 13 unterstützt alle iPhones ab dem Apple-A9-Prozessor, der erstmals im iPhone 6s (Plus) eingesetzt wurde. Das bis einschließlich iOS 12 unterstützte iPhone 5s und iPhone 6 sowie iPhone 6 Plus erhalten hingegen kein Update auf iOS 13. Da das iPhone SE auf die Technik des iPhone 6s setzt, wird dieses hingegen noch mit dem Update versorgt. Das iPhone 11, 11 Pro und 11 Pro Max werden von Apple direkt mit iOS 13 ausgeliefert.

Diese Endgeräte erhalten das Update auf iOS und iPadOS 13
iPhone iPad
iPhone Xs Max iPad Pro 12,9
iPhone Xs iPad Pro 11,0
iPhone Xr iPad Pro 10,5
iPhone X iPad Pro 9,7 Zoll
iPhone 8 Plus iPad 9,7 (6. Generation / 2018)
iPhone 8 iPad 9,7 (5. Generation / 2017)
iPhone 7 iPad Air (3. Generation)
iPhone 7 Plus iPad Air 2
iPhone 6s iPad mini (5. Generation)
iPhone 6s Plus iPad mini 4
iPhone SE iPad mini 3
iPhone 6 iPad mini 2
iPhone 6 Plus iPad Air
iPhone 5s

Beim iPad fallen mit iPadOS 13 hingegen das iPad mini 3, iPad mini 2 und das iPad Air aus dem Updatesupport heraus, erhalten kein Update auf iPadOS 13 und verbleiben somit auf iOS 12. Das neue iPad 10,2 startet ebenfalls bereits mit iOS 13 vorinstalliert.

Neuigkeiten in iOS 13: Schneller, dunkler, anders

Apple verspricht nicht nur, dass iOS 13 beim Starten von Apps bis zu doppelt so schnell ist wie iOS 12, sondern mit der neuen Version führt Apple auch einen Dark Mode ein, den der Benutzer manuell oder in Abhängigkeit von der Uhrzeit oder dem Sonnenauf- und untergang automatisch aktivieren kann. Apps wie News, der Kalender, Notes, Musik, Fotos oder Nachrichten erscheinen im Dark Mode mit schwarzem Hintergrund. Auch die Tastatur ist mit dunklen Tasten ausgestattet, außerdem lässt sich auf ihr jetzt mit Swipe-Gesten buchstabieren.

Auch die eigenen Apps selbst hat Apple angepasst und bietet in Safari nun eine einfachere Möglichkeit, die Schriftgröße anzupassen, in Notes zusätzliche Formatierungsoptionen und hat die Menüführung in Mail überarbeitet, was nun jedoch etwa zum Markieren einer E-Mail zusätzliche Schritte erfordert. Apple Maps erhält hingegen eine Straßenansicht, wie sie von Google Street View bekannt ist, was jedoch zunächst nur in den USA startet und erst 2020 in weiteren Ländern angeboten werden soll.

Zudem wurde die Fotos-App grundlegend überarbeitet und bietet nicht nur eine neue Sortierung der Aufnahmen, sondern bei Videos auch die Möglichkeit, diese direkt in der App zu bearbeiten, ohne in iMovie wechseln zu müssen.

Siri wird natürlicher

Ein großes Update gibt es auch für den Sprachassistenten Siri, die nun deutlich natürlicher klingt, da Apple nicht länger vorab aufgenommene Satzfragmente zusammenfügt, sondern via Neural Text to Speech (Neural TTS) und Deep Learning die Stimmausgabe vollständig in Software generiert.

iOS 13.1 folgt am 30. September

Für Entwickler hat Apple bereits mehrere Testversionen von iOS 13.1 freigegeben. Und wie es scheint, wird Apple diese Version bereits am 30. September veröffentlichen, wie aus einer Randnotiz zur Vorstellung des iPhone 11 Pro hervorgeht.

Neuigkeiten in iPadOS 13: Widgets für den Homescreen

Die iPads erhalten alle oben genannten Neuerungen aus iOS 13, iPadOS 13 enthält jedoch noch weitere Tablet-spezifische Anpassungen. Auf dem neuen Homescreen liegen die App-Symbole nun deutlich enger nebeneinander, sodass bis zu 30 Apps auf einen Homescreen passen. Das Dock erstreckt sich über die gesamte Breite des Bildschirms und nimmt zehn Anwendungen sowie drei zuletzt verwendete Anwendungen auf. Auch für Widgets ist fortan in eingeschränkter Form Platz auf dem Homescreen direkt neben den App-Symbolen – frei platzieren wie bei Android lassen sie sich allerdings nicht.

Safari nutzt unter iPadOS 13 die Desktopansicht und bietet einen Download-Manager, da Apple der Dateien-App zahlreiche neuen Funktionen spendiert hat, wobei erstmals auch USB-Sticks unterstützt werden.