Comet Lake-S: Intel Core i3-10100 zeigt sich in SiSoftware-Datenbank

Sven Bauduin 88 Kommentare
Comet Lake-S: Intel Core i3-10100 zeigt sich in SiSoftware-Datenbank
Bild: Intel

Der vermutlich kleinste Ableger von Comet Lake-S, der Intel Core i3-10100, zeigt sich online in der SiSoftware-Datenbank. Mit einem Basistakt von 3,6 GHz, vier Kernen und acht Threads positioniert Intel den kommenden i3 voraussichtlich dort, wo vor zwei Jahren noch ein i7 im Mainstream zuhause war.

Auch wenn die Roadmaps Intel Comet Lake-S mit bis zu 10 Kernen und 125 Watt im Sockel LGA 1200 nicht vor dem ersten Quartal 2020 erwarten lassen, ist der vermutlich kleinste Ableger von Intels kommender Desktop-Plattform aufgetaucht. Im Eintrag der Online-Datenbank von SiSoftware, zeigt sich ein Core i3-10100 aus der anstehenden „Comet Lake Client Platform“ eines anonymen Nutzers.

Intel Core i3-10100 aka „Comet Lake“ in der SiSoftware-Datenbank
Intel Core i3-10100 aka „Comet Lake“ in der SiSoftware-Datenbank (Bild: SiSoftware)

Der Core i3 erhält 2020 offensichtlich SMT

Der Core i3 aus der SiSoftware-Datenbank verfügt über einen Basistakt von 3,6 GHz, die Boost-Frequenzen lassen sich dem Eintrag nicht entnehmen. Interessanter ist allerdings, dass die CPU aus Intels kleinster Core-Serie für den Desktop offensichtlich über Simultaneous Multithreading (SMT) verfügt und somit mit seinen vier Kernen insgesamt acht Threads bearbeiten kann. Auf Intels aktueller Desktop-Plattform, dem Coffee Lake Refresh (Test), muss der Core i3 auf SMT verzichten und besitzt ausschließlich vier Threads bei ebenfalls vier Kernen. Ohnehin ist SMT beim Coffee Lake Refresh ausschließlich dem Core i9 in Form des 9900K, 9900KF und des kommenden 9900KS vorbehalten.

Für den Core i3 des Coffee Lake Refresh Refresh, dessen Architektur auf dem vier Jahre alten Skylake basiert, wäre dies ein großer Schritt. Noch Anfang 2017 mussten Anwender bei Intel für vier Kerne samt SMT zu einem i7-7700 oder Core i7-7700K (Test) greifen.

Intel reagiert damit auf die Konkurrenz in Form von AMD Ryzen 3000 (Test), die zu Preisen ab 200 Euro mindestens sechs Kerne und zwölf Threads bietet und bis hinunter zum Ryzen 3 3400G (Test) immer über SMT verfügen. Einzig die kleinste APU, der Ryzen 5 3200G, muss bei AMD auf eine Verdopplung der Threads verzichten.

Noch keine finalen Taktraten

Die 3,6 GHz Basistakt sollten mit Vorsicht genossen werden, handelt es sich bei dem Core i3-10100 doch voraussichtlich um ein sogenanntes Engineering-Sample, dessen Taktraten teils stark von finalen Produkten abweichen. Deutlich realistischer sind die Angaben für den schnellen Zwischenspeicher der CPU, welcher mit 4 × 256 kB L2-Cache und insgesamt 6 MB L3-Cache angegeben wird. Anfang 2020 wird die „Core-i-10000“-Serie voraussichtlich auf Mainboards mit neuen Chipsätzen Platz nehmen.

Plattform von Comet Lake-S mit LGA1200 und 400 Chipset
Plattform von Comet Lake-S mit LGA1200 und 400 Chipset (Bild: XFastest)