GeForce GTX 1660 Super im Test: Preis-Leistungs-Verhältnis und Fazit

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Wolfgang Andermahr 160 Kommentare

Preis-Performance-Verhältnis

Die GeForce GTX 1660 Super gibt es laut Nvidia für eine unverbindliche Preisempfehlung von 245 Euro ab dem heutigen Tag im Handel. Damit liegt der UVP der neuen Grafikkarte 20 Euro über dem der GeForce GTX 1660 und 64 Euro unter dem der GeForce GTX 1660 Ti.

Die Asus GeForce GTX 1660 Super Dual Evo OC soll für 245 Euro erhältlich sein, was der UVP entsprechen würde. Die Gigabyte GeForce GTX 1660 Super Gaming OC wird dagegen etwas teurer. Verraten wollte oder konnte der Hersteller den Preis im Vorfeld aber noch nicht.

Preisliste (Stand 29.10.2019)
Einheit: Euro
    • AMD Radeon RX 5700
      345
    • Nvidia GeForce RTX 2060 FE
      330
    • AMD Radeon RX Vega 56
      270
    • Nvidia GeForce GTX 1660 Ti
      265
    • Nvidia GeForce GTX 1660 Super
      245
      UVP
    • Nvidia GeForce GTX 1660
      209
    • AMD Radeon RX 590
      196
    • Nvidia GeForce GTX 1060
      170

Für den Kunden relevant wird am Ende aber nicht der Vergleich der UVPs, sondern der der Marktpreise – und die sind bei der GeForce GTX 1660 (Ti) im letzten halben Jahr schon spürbar gefallen. So gibt es die GeForce GTX 1660 aktuell ab 209 Euro, die GeForce GTX 1660 Ti ab 265 Euro. Die einfachen Varianten der GeForce GTX 1660 Super werden beim Preis-Leistungs-Verhältnis hinsichtlich des UVPs gegenüber der GeForce GTX 1660 Ti also direkt einen kleinen Vorteil haben.

Fazit

Wie erwartet ist die Nvidia GeForce GTX 1660 Super in Sachen Technik und Leistung keine spektakuläre Grafikkarte, dafür ist der neueste Turing-Ableger bei der Leistung zu nahe an der GeForce GTX 1660 Ti dran und die GPU eine Altbekannte. Was auch diese Super-Version interessant macht, ist der Preis ab 245 Euro, der das Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Papier steigen lässt.

Der Vorsprung der Super-Version vor der GeForce GTX 1660 beträgt 11 Prozent, während die GeForce GTX 1660 Ti noch minimal 2 Prozent schneller ist. Die AMD Radeon RX 590 wird um 14 Prozent zurückgelassen. Ein Produkt der Navi-Generation gibt es in der Leistungsklasse noch nicht, für die von AMD für den November angekündigte Radeon RX 5500 dürfte Nvidia mit der Super-Variante aber schon vorgesorgt haben.

Bis es so weit ist, macht AMD es der Grafikkarte derzeit einfach. Die Radeon RX 590 ist keine Konkurrenz und die sich im Abverkauf befindende Radeon RX Vega 56 kann in Sachen Leistung pro Euro zwar potentiell mehr bieten, dafür gibt es dann aber nur das laute Referenzdesign. Für etwas mehr Geld sind vergleichbar leise Modelle verfügbar, die technisch und vor allem bezüglich der Effizienz jedoch deutlich hinter Turing zurückliegen. Sonderlich attraktiv ist Vega gegen Ende 2019 schlicht nicht mehr.

Bei der Energieeffizienz schneidet die GeForce GTX 1660 Super weiterhin sehr gut ab, denn das Mehr an Leistung kommt über den schnelleren Speicher, der die TDP der Grafikkarte nur um 5 Watt ansteigen lässt. Nur die GeForce GTX 1660 Ti liefert weiterhin noch etwas mehr FPS pro Watt, die „neue Super“ folgt gleichauf mit der GeForce RTX 2070 direkt dahinter.

Abgesehen von der etwas abweichenden Chip-Konfiguration gibt es ansonsten keine relevanten Unterschiede zwischen Super und Ti. Auch die etwas mageren 6 GB Speicher der ganzen 1660er-Serie sind als einziger echter Kritikpunkt geblieben. Alle drei Varianten sollten laut Nvidia weiterhin angeboten werden. Dass das für die Ti länger der Fall sein wird, darf allerdings bezweifelt werden.

GeForce GTX 1660 Super von Asus und Gigabyte
GeForce GTX 1660 Super von Asus und Gigabyte

Asus Dual Evo OC weiß mehr zu gefallen als Gigabyte Gaming OC

Von den zwei Custom-Designs weiß die Asus GeForce GTX 1660 Super Dual Evo OC – abseits des irrsinnig langen Namens – zu gefallen. Der Hauptgrund: Die Referenz-Geschwindigkeit bekommt der Dualkühler akzeptabel leise gemeistert. Auf in der Leistungsklasse nicht benötigten Schnickschnack verzichtet das Modell komplett, dafür gibt es die GeForce GTX 1660 Super Dual Evo OC dann auch schon zum UVP. Das Quasi-Basismodell ist für die meisten potenziellen Käufer völlig ausreichend. Allerdings muss das Gehäuse die hohe und zugleich breite Grafikkarte auch fassen können.

Die Gigabyte GeForce GTX 1660 Super Gaming OC will mehr, das Ziel wird über alle Eigenschaften aber nicht erreicht. Ja, die Grafikkarte ist schneller als das Asus-Modell. Doch das eine Prozent Vorsprung ist nicht relevant. Dafür steigt die Leistungsaufnahme etwas an und lauter ist der Kühler auch noch. Übertaktet erreichen beide Modelle dasselbe Leistungsniveau.

Die Benchmarks zum Nachtesten

Wer verstehen will, wie ComputerBase zu all den Messwerten und damit auch zum Fazit gekommen ist, sollte einen Blick in den Methodik-Artikel für Grafikkarten-Tests werfen. Dort wird genau erklärt, wie ComputerBase Grafikkarten testet – inklusive bereitgestellter Savegames der Benchmark-Sequenzen, sodass jedermann die Spiele-Tests selber nachvollziehen und ausprobieren kann.

ComputerBase hat die Asus GeForce GTX 1660 Super Dual Evo OC von Nvidia und die GeForce GTX 1660 Super Gaming OC von Gigabyte leihweise zum Testen erhalten. Die Grafikkarten wurden unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme der Hersteller auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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