Mars-Serie: SFF-PC von ASRock mit 0,7 Liter Gehäuse und Core i5

Frank Meyer 38 Kommentare
Mars-Serie: SFF-PC von ASRock mit 0,7 Liter Gehäuse und Core i5
Bild: ASRock

ASRock kündigt eine neue Mini-PC-Serie in der Mittelklasse mit einem schlanken Gehäuse an. Die Mars-Serie verpackt im Bücherformat des 0,7-Liter-Chassis einen Prozessor mit bis zu vier Kernen aus der Core-i5-Familie von Intel und nutzt die integrierte GPU als Grafikkarte. 32 GB RAM und PCIe-SSD sollen ebenfalls geboten sein.

Mars-PC im 0,7-l-Gehäuse (SFF) mit 15-Watt-CPU

Das neue PC-System von ASRock im SFF-Format (Small Form Factor) misst in der Höhe lediglich 26 mm und kann als Desktop liegend und alternativ mittels eines montierten Standfußes auch stehend platziert werden. Über die weiteren Abmessungen der auf Mars getauften Mini-PC verliert ASRock in der ersten Ankündigung hingegen noch keine Worte. Denkbar wäre, dass ASRock mit den neuen SFF-PCs einen schlankeren Nachfolger der Jupiter-H310-Serie anstrebt. Die im Jahr 2018 aufgelegte SFF-PC-Familie Jupiter basiert auf dem H310-Chipsatz und wird werksseitig mit CPUs der 15-Watt-Klasse (TDP) angeboten. Das Gehäuse ist bei Abmessungen von 178 mm × 178 mm × 34 mm (B × T × H) 8 Millimeter höher als das Chassis der Mars-Reihe und bei einem Innenvolumen von 1,0 Liter zu 0,7 Liter bietet es knapp 45 Prozent mehr Platz für die Komponenten.

ASRock kündigt Mini-PCs der Mars-Serie im SFF-Format an
ASRock kündigt Mini-PCs der Mars-Serie im SFF-Format an (Bild: ASRock)

Zu den inneren Werten verrät ASRock in der ersten Welle hingegen ein paar mehr Eckdaten. So soll trotz der kompakten Maße die Mars-Familie mit Prozessoren bis hoch zum Core i5 bestückt sein, der auch in aktueller Generation bekanntlich immer mindestens vier Kerne bietet. Die genaue Modellbezeichnung nennt der Hersteller aber noch nicht. Auch ist derzeit noch nicht bekannt, wie die Abstufungen bei den Konfigurationen im Detail ausfallen.

ASRock Jupiter (H310) – SFF-PC

Laut der von ASRock veröffentlichten Ankündigung, sind in der Mars-Reihe der SFF-PCs (bis zu) 32 GB RAM im Dual-Channel und einer Geschwindigkeit von 2.666 MHz möglich. Zudem ist für Massenspeicher ein M.2-Slot mit PCIe-Anbindung und Unterstützung des NVMe-Protokolls vorhanden. Darüber hinaus können HDDs respektive SSDs in einem zusätzlichen Einbauplatz im 2,5-Zoll-Format verstaut werden.

WLAN-Modul, USB Typ C und zwei Display-Ausgänge

Die weitere Ausstattung der Mars-Serie umfasst laut ASRock ein WLAN-Modul, zu dem der Hersteller bislang keine weiteren Angaben macht, einen SD-Kartenleser und zwei Ausgänge für Monitore, zu denen derzeit ebenfalls noch keine Details bekannt sind. Für Peripherie sind an den kompakten Mars-PCs insgesamt sieben USB-Ports vorhanden, von denen einer frontseitig über einen Typ-C-Stecker umgesetzt ist. Die noch fehlenden Informationen dürfte ASRock mit dem Marktstart, dessen Termin der Hersteller ebenso noch nicht publik macht, preis geben.

Update 13.12.2019 14:48 Uhr

Auf einer von ASRock für kurze Zeit sichtbar gemachten Produktseite waren zwischenzeitlich nahezu alle technischen Eckdaten und die zu erwartenden Konfigurationen der Mars-PC-Serie einsehbar. Sofern die darin genannten Produktmerkmale auch zum Marktstart zutreffen, wird ASRock die Nettop-Linie in einem Gehäuse mit den Abmessungen von 191 × 150 × 26 mm (B × T × H) und in drei Abstufungen in den Handel bringen.

Das Einsteigermodell soll die Bezeichnung Mars-C4205U tragen, welche einen direkten Bezug zum verbauten Prozessor, dem Intel Celeron 4205U herstellt. Das SoC vom Typ Intel Whiskey Lake aus der 8. Generation Core-CPUs bietet bei zwei Kernen ohne Hyperthreading und einen Basistakt von 2,1 GHz ohne Turbo. Auch die beiden weiteren Ableger, Mars-i3-8145U und Mars-i5-8265U stellen den verwendeten Prozessor bereits in der Kennung zur Schau. Im Gegensatz zum Whiskey-Lake-Celeron 4205U verfügen der Core i3-8145U (2C/4T) und der Core i5-8265U (Test) mit vier Kernen und acht Threads über mehr Recheneinheiten und darüber hinaus auch einen Turbotakt, welcher bei beiden CPUs der 15-Watt-TDP-Klasse mit maximal 3,9 GHz gleich hoch ausfällt. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zum Celeron der gleichen Generation ist die integrierte Grafikeinheit vom Typ UHD Graphics 620 anstatt der kleineren UHD Graphics 610. Bei allen drei Varianten der Mars-Familie soll die Kühlung des Prozessors aktiv erfolgen und sogar beim Spitzenmodell zum Erreichen und dauerhaften Halten des Maximaltaktes auf allen Kernen beitragen.

ASRock Mars (SFF-PC)
ASRock Mars (SFF-PC) (Bild: ASRock)
ASRock Mars (SFF-PC)
ASRock Mars (SFF-PC) (Bild: ASRock)

Eine zusätzliche Abgrenzung der einzelnen Mars-Modelle wird von ASRock beim Massenspeicher und dessen Anbindung umgesetzt, denn während in der Einsteigervariante mit Celeron-SoC zum erwarteten günstigsten Preis für SSDs der Klasse M.2-2280 lediglich vier Leitungen nach dem Standard PCIe 2.0 geboten werden, können die leistungsstärkeren Mars-PCs mit verlöteter Core-i-CPU Flashspeicher-Laufwerke elektrisch mit PCIe-3.0-x4 im M.2-Slot (M.2-2280) anbinden. Darüber hinaus bietet das Gehäuse aller Mars-Ableger gleichermaßen neben einem SD-Kartenleser zusätzlich noch einen Einbauplatz für eine 2,5-Zoll-HDD respektive -SSD mit maximal 9,5 mm Bauhöhe.

ASRock Mars (SFF-PC)
ASRock Mars (SFF-PC) (Bild: ASRock)

Die weitere Ausstattung hat ASRock in der Mars-Produktlinie klassisch gewählt, denn neben einem gewöhnlichen Gigabit-LAN-Port und der Möglichkeit ab Werk ein WLAN-ac-Modul (Intel AC-3168) im freien M.2-Steckplatz (M.2-2230) zu ordern, sind für die Ausgabe der Bildsignale ein HDMI- und ein VGA-Ausgang vorhanden. Auch zwei Klinkenbuchsen für Mikrofon und Kopfhörer sind übliche Merkmale im Nettop-Segment. Die Spannungsversorgung ist ebenfalls keine Besonderheit, denn das externe Netzteil der Mars-Serie ist mit einer Nennleistung von 65 Watt spezifiziert. Bei den USB-Anschlüssen ist ASRock hingegen etwas spendabler gewesen, hat der Hersteller am Gehäuse der Mars-PCs direkt sieben USB-Stecker platziert, darunter einer nach dem Standard USB Typ C. Vier weitere Typ-A-Buchsen sind gleichfalls mit USB 3.0 (5 Gbit/s) spezifiziert, während die übrigen zwei USB-Typ-A-Ports noch langsamer nach dem Standard 2.0 ausgelegt sind.