Roccat Kone Pure Ultra im Test: Fazit

 3/3
Fabian Vecellio del Monego 82 Kommentare

Die Kone Pure Ultra ist in erster Linie eine verbesserte Kone Pure (SE). Gegenüber beiden Mäusen stellt das um rund 20 Gramm reduzierte Gewicht bei unveränderter Form eine Verbesserung dar, während das flexiblere Kabel vor allem einen Vorteil gegenüber der Kone Pure bietet. Der verbaute PMW-3381 ist überdies dem Sensor der Kone Pure SE überlegen und bietet generell eine erstklassige Präzision. Bei den Tasten hat sich im Gegenteil zu Roccats Kain-Serie (Test) nichts getan – die verbauten Omron-Schalter sind folglich nicht schlechter als das, was ein Gros der Konkurrenz bietet; aber eben auch nicht besser. Das präzise gerasterte Mausrad hingegen gefällt sehr gut, wird aber beim schnellen Drehen recht laut.

Weil sich die Kone Pure Ultra abseits dieser Spitzfindigkeit jedoch keine weiteren Fehler erlaubt, bleibt nur noch die Frage nach dem Preis. Und eben bei diesem gibt es dann ein Problem: Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 70 Euro ist die Maus in Relation zu ihren Alternativen oftmals zu teuer. Das fängt bei der bereits erwähnten Kain-Serie an, deren günstigster Vertreter – die Kain 100 Aimo – mit besseren Tastern aufwartet und schon ab rund 40 Euro erhältlich ist. Das Gewicht liegt zweifelsohne deutlich höher, doch beim Palm-Grip ist das meist minder relevant.

Falls Interessenten jedoch explizit die Ergonomie einer Kone wünschen, so sollte stets beachtet werden, dass die klassische Kone Pure für knapp 45 Euro und die Kone Aimo für ebenfalls rund 70 Euro eine – wenngleich im letzteren Fall sehr schwere – Option darstellen. Wenn jedoch das geringe und durchaus angenehme Gewicht der Kone Pure Ultra von Interesse ist, so stellt sich zunächst die Frage nach der Griff-Variante. Fingertip-Grip-Nutzer – also solche, die die Maus lediglich mit den Fingerspitzen greifen – seien an dieser Stelle weiterhin an die Glorious Model O (Test) bei großen oder die Glorious Model O- (Test) bei kleinen Händen verwiesen.

Die Kone Pure Aimo bleibt somit vor allem interessant, wenn Palm-Grip-Nutzer mit nicht allzu großen Händen nach einer explizit leichten Maus mit asymmetrischer Ergonomie suchen – und ist dann auch eine sehr gute Wahl, die definitiv der Xtrfy M4 RGB (Test) vorzuziehen ist. Die mutmaßlich größte Konkurrenz kündigt sich derweil für Mitte Januar 2020 an: Glorious' Model D wird bereits zum Marktstart günstiger und für größere Hände besser geeignet sein, kommt allerdings mit Löchern im Chassis. Hier liegt es beim Interessenten, eine Entscheidung zwischen beiden Mäusen zu treffen. Ungeachtet des Preises ist die Kone Pure Ultra dabei eine gute Wahl.

Roccat Kone Pure Ultra (Black)
Produktgruppe Mäuse, 03.01.2020
  • Sensorik
    ++
  • Primärtasten & Mausrad
    O
  • Oberfläche & Verarbeitung
    +
  • Gleiteigenschaften
    ++
  • Software
    +
  • Erstklassiger Sensor
  • Sekundärbelegung aller Tasten möglich
  • Geringes Gewicht und gute Gleiteigenschaften
  • Vollständige Funktionalität ohne Software im Hintergrund
  • Recht lautes Mausrad

ComputerBase wurden zwei Muster der Kone Pure Ultra von Roccat zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.