CES 2020

Yale Linus Smart Lock: Nuki-Konkurrent mit Bluetooth, Keypad und Bridge

Frank Hüber 5 Kommentare
Yale Linus Smart Lock: Nuki-Konkurrent mit Bluetooth, Keypad und Bridge
Bild: Yale

Mit Linus stellt Yale zur CES 2020 ein neues motorgetriebenes Smart Lock vor, das sich über die Yale-Access-App von überall aus bedienen lässt. Über die App kann das Schloss ver- und entriegelt und schlüsselloser Zugang gewährt und nachverfolgt werden, wann wer die Tür öffnet.

Das Türschloss setzt dabei auf den vorhandenen Schließzylinder mit eingesetztem Schlüssel und dreht diesen, um die Tür zu ver- und entriegeln. An der Innenseite lässt sich die Tür über einen Drehknauf bedienen, an der Außenseite ohne Zugriff auf das Linus weiterhin über einen Schlüssel, wofür der Schließzylinder jedoch eine Option mit Not- und Gefahrenfunktion bieten muss. Das Prinzip entspricht somit beispielsweise dem des Nuki Smart Lock (Test).

Kontrolle über App oder Keypad

Als DoorSense-Technologie bezeichnet Yale dabei die Möglichkeit, dass der Nutzer über den DoorSense-Sensor überall auf der Welt benachrichtigt wird, wenn die Tür geöffnet oder geschlossen wird. Auch ein automatisches Verriegeln des Schlosses, sobald die Tür geschlossen wird oder eine gewisse Zeitspanne vergangen ist, kann in der App eingestellt werden. Auf Wunsch sperrt das Linus Smart Lock immer dann die Tür auf, wenn sich der Nutzer ihr mit dem Smartphone nähert. Auch die Apple Watch kann dabei zum Ver- und Entriegeln des Smart Locks genutzt werden. In Kombination mit dem Yale Smart Keypad kann das Schloss auch ohne App und Smartphone über die Eingabe einer PIN entsperrt werden. Das Keypad lässt sich auf Oberflächen wie Holz, Putz oder Stein befestigen und kommt batteriebetrieben ohne Netzteil aus. Auch Kinder oder Gäste können so Zugang erhalten, ohne einen eigenen Schlüssel mitführen zu müssen.

Bluetooth und auf Wunsch mit WLAN-Bridge

Das Linus Smart Lock von Yale setzt zur lokalen Kommunikation mit dem Smartphone und dem Keypad auf Bluetooth LE und kann auch nur über diese Funktechnik genutzt werden. Für den Fernzugriff muss es hingegen mit der Connect Wi-Fi Bridge von Yale kombiniert werden, zu der es sich ebenfalls über Bluetooth verbindet. Sie fügt ebenso eine Steuerung per Sprachassistenten wie Amazon Alexa , den Google Assistant und über Apple HomeKit hinzu. Auch die Steuerung über den Webdienst IFTTT wird dann möglich, um das Türschloss mit weiteren vernetzten Geräten zu verbinden und Abläufe zu konfigurieren.

Um die Sicherheit zu erhöhen, bietet Linus nicht nur eine verschlüsselte Übertragung und Zwei-Faktor-Authentifizierung, sondern alle virtuellen Schlüssel und die Yale-Access-App selbst lassen sich im Verlustfall von allen Smartphones auch über die Website des Unternehmens sperren.

Auch wenn das Türschloss zu den meisten Türen mit Euro-Schließzylinder in Europa und Großbritannien kompatibel sein soll, wird Yale einen Kompatibilitätstest auf der eigenen Website anbieten.

Für 250 Euro ab dem zweiten Quartal

Das Linus Smart Lock wird in silber und Schwarz erhältlich sein. Es soll im zweiten Quartal erscheinen und wird voraussichtlich 250 Euro kosten.