Wi-Fi-6-Endgeräte: AVM bringt Fritz!Box 6660, Lancom neue Access-Points

Frank Meyer 103 Kommentare
Wi-Fi-6-Endgeräte: AVM bringt Fritz!Box 6660, Lancom neue Access-Points
Bild: AVM

Mit der Fritz!Box 6660 Cable bringt der deutsche Netzwerkausrüster AVM einen neuen WLAN-Router für Kabelanschlüsse mit Wi-Fi 6 in den Verkauf, der auch über einen schnellen 2,5-Gbit-LAN-Port verfügt. Für Unternehmen hat der ebenfalls in Deutschland ansässige Hersteller Lancom Systems zwei Access Points mit Wi-Fi 6 aufgelegt.

WLAN-Router für schnelle Kabelanschlüsse mit Wi-Fi 6

Mit Wi-Fi 6 etabliert sich auch hierzulande zunehmend ein neuer WLAN-Standard, für den auch Hersteller aus Deutschland nun entsprechende Endgeräte wie Router und Access Points anbieten. Zu den im Privatkundenumfeld bekanntesten gehört hierzulande die Firma AVM. Neben dem bereits länger erhältlichen Router-Spitzenmodell für klassische DSL-Anschlüsse, der Fritz!Box 7590 (Test) ohne Wi-Fi 6, bietet AVM mit der Fritz!Box 6660 Cable rund neun Monate nach dessen Ankündigung nun auch eine neue Generation Router für Kabelanschlüsse im Handel an.

Der zur aktuellen Anschlusstechnik DOCSIS-Standard 3.1 und 3.0 (2x2-DOCSIS-3.1-Kanalbündelung, 32x8-DOCSIS-3.0-Kanalbündelung) kompatible Kabel-Router wird vom Hersteller als „zukunftssichere All-in-One-Lösung für den Kabelanschluss“ beworben, was auf Seiten der Technik und der Ausstattung durchaus zutreffend ist. Denn via Kabelanschluss können Daten aus dem Internet mit bis zu 6 Gbit/s im Downstream übertragen und beim Upload mit 1 Gbit/s in der Spitze gesendet werden. Verträge mit mehr als 1 GBit/s bietet aktuell kein Provider für Privatkunden an. Außerdem sind mit einer integrierten Telefonanlage mit einem analogen Anschluss und einem DECT-Modul für Schnurlostelefone die für Fritzboxen typischen Funktionen auch bei der Fritz!Box 6660 Cable weiterhin geboten.

Darüber hinaus beherrscht der Kabelrouter die Datenübertragung via WLAN-Standard Wi-Fi 6 (WLAN 802.11ax) über ein 2×2-Antennendesign, für das eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit mittels MU-MIMO im 5-GHz-Band von 2,4 Gbit/s zugesichert wird. Zusätzlich kann der neue AVM-Kabel-Router als Dual-Band-Modell für höheren Datendurchsatz bei vielen gleichzeitig verbundenen Klienten nach Wi-Fi-6-Standard auch Daten im 2,4-GHz-Frequenzband übertragen, jedoch – wie üblich – mit lediglich bis zu 600 Mbit/s.

2,5-Gbit-LAN und breiter Funktionsumfang

Kabelgebunden kann die Fritz!!Box 6660 Cable mit dem Heimnetz abseits der üblichen vier Gigabit-LAN-Anschlüssen auch über einen 2,5-Gbit-Port verbunden werden. Des Weiteren kann externe Peripherie über einen USB-2.0-Port angeschlossen werden. Als klassische Funktionen der Software Fritz!OS unterstützt auch die neue Kabelbox von AVM WLAN-Mesh, Kindersicherung, Mediaserver, Fritz!NAS, WLAN-Gastzugang und MyFritz!.

Die Fritz!Box 6660 Cable ist nach Angaben von AVM ab sofort zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 229 Euro erhältlich. Der Handel kann den neuen Kabelrouter jedoch bislang noch nicht liefern. Die Verfügbarkeit wird frühestens für den 13.02.2020 erwartet.

Lancom System mit Access Points für Wi-Fi-6-Netze

Für das Business-Segment hat hingegen Lancom Systems mit den Access-Points LX-6400 und LX-6402 zwei WLAN-Modelle mit Wi-Fi-6-Technik neu im Portfolio. Beide setzen als Dualband-Stationen ebenfalls mittels MU-MIMIO auf vier parallel nutzbare Streams in beiden WLAN-Bändern (5 GHz und 2,4 GHz). Mit einer Kanalbreite von 80 MHz sind so bei 5 GHz bis zu 2.400 MBit/s bei einer Vielzahl verbundener Endgeräte brutto in Summe möglich. Auf der 2,4-GHz-Frequenz soll der Spitzendurchsatz bei theoretisch bis zu 1.150 Mbit/s liegen.

Für die Verbindung ins Heimnetz gibt es einen NBase-T-Port mit maximal 2,5 GBit/s, über den auch die Energieversorgung läuft (PoE+, IEEE 802.3at). Darüber hinaus wird ein zusätzlicher Gigabit-Ethernet-Port geboten.

Lancom Systems LX-6402
Lancom Systems LX-6402 (Bild: Lancom Systems)
Lancom Systems LX-6400
Lancom Systems LX-6400 (Bild: Lancom Systems)

Beide neuen Access Points von Lancom unterscheiden sich bei der Antennenkonfiguration, denn während beim LX-6400 Sektorantennen mit einem Abstrahlwinkel von 180° im ansonsten identischen Gehäuse verbaut sind, setzt das Modell LX-6402 werksseitig auf externe Antennen mit Rundstrahlcharakteristik. Wahlweise lassen sich diese jedoch für eine punktuelle Signalabdeckung durch Sektorantennen ersetzen. Lancom Systems nennt für die AP-Modelle LX-6400 und LX-6402 einen identischen UVP inklusive Mehrwertsteuer von rund 832 Euro.