Seagate FireCuda 120: SATA-SSDs mit bis zu 4 TB für die Spielesammlung

Michael Günsch 92 Kommentare
Seagate FireCuda 120: SATA-SSDs mit bis zu 4 TB für die Spielesammlung
Bild: Seagate

Der Speicherbedarf für die Installation von Spielen wächst rasant. Wer zudem von schnelleren Ladezeiten profitieren will, muss statt einer HDD eine SSD einsetzen. Seagate bietet in der neuen SATA-SSD-Serie FireCuda 120 bis zu 4 TB Speicherplatz, der aber seinen Preis hat.

Im klassischen 2,5-Zoll-Format mit 7 mm Bauhöhe und SATA-Anschluss bietet die SSD-Serie Seagate FireCuda 120 Modelle mit 500 GB, 1 TB, 2 TB oder 4 TB Speicherplatz. Bei der Leistung lässt die FireCuda 120 mit bis zu 560 MB/s beim Lesen und 540 MB/s beim Schreiben sowie weitaus niedrigerer Latenz beim Dateizugriff jede HDD hinter sich. Die Geschwister mit PCIe-Schnittstelle wie FireCuda 510 und FireCuda 520 sind noch deutlich schneller, aber nur mit bis zu 2 TB im M.2-Format zu haben.

Seagate bewirbt die Serie als Gaming-Produkt, obgleich kein Massenspeicher diesbezüglich spezielle Eigenschaften mit sich bringt und selbstverständlich universell einsetzbar ist.

SATA-Leistung mit hohen TBW

Das Datenblatt (PDF) zur FireCuda 120 nennt bis zu 100.000/90.000 IOPS beim wahlfreien Lesen/Schreiben sowie für dieses Segment hohe Total Bytes Written (TBW): Bereits das 500-GB-Modell ist mit 700 Terabyte TBW spezifiziert, analog zur Speicherkapazität verdoppelt sich der Wert jeweils bis er beim 4-TB-Modell 5.600 TB respektive 5,6 Petabyte erreicht. Für Consumer-SSDs sind die Werte sehr hoch, sagen aber nichts über die tatsächliche Haltbarkeit der Speicherzellen aus. Frühere Stichproben haben gezeigt, dass SSDs oftmals Schreibvolumen weit jenseits der TBW erreichen. Sofern die TBW zwischenzeitlich nicht überschritten wird, beträgt der Garantiezeitraum fünf Jahre.

Produkt TBW (1-TB-Modell) DWPD Garantie (Jahre)
Corsair Force MP600 (TLC) 1.800 1,0 5
Seagate FireCuda 120 (TLC) 1.400 0,7 5
Samsung 970 Pro (MLC) 1.200 0,66 5
Samsung 860/970 Evo (TLC) 600 0,33 5
WD Black (TLC) 600 0,33 5
WD Blue 3D (TLC) 400 0,22 5
Crucial MX500 (TLC) 360 0,2 5
Intel SSD 660p (QLC) 200 0,11 5

Die FireCuda 120 nutzt nicht näher spezifizierten 3D-TLC-NAND. Zum Controller werden keine Angaben gemacht. Mit angeblich durchschnittlich 5,5 Watt im Betrieb würde die Leistungsaufnahme für ein SATA-Modell hoch ausfallen. Im Leerlauf sollen es weniger als 130 Milliwatt und im Schlafmodus (DevSleep) weniger als 5 Milliwatt sein.

4 TB kosten noch sechs Mal mehr als bei HDD

Gegenüber einer HDD bedeutet eine SSD schnelleren, sparsameren und lautlosen Massenspeicher. Doch noch immer bleibt der Preis pro Terabyte der wesentliche Nachteil. Die Seagate FireCuda 120 kommt mit Preisempfehlungen (MSRP vor Steuern) von rund 105 USD (500 GB), 200 USD (1 TB), 390 USD (2 TB) und 650 USD (4 TB) auf den Markt. Hierzulande sind für das 4-TB-Modell etwa 650 Euro inklusive Mehrwertsteuer zu erwarten. Eine Festplatte mit 4 TB Speicherplatz gibt es hingegen für unter 100 Euro.

Im Online-Handel taucht die FireCuda 120 bereits vereinzelt auf.

SSDs mit 4 TB gibt es auch günstiger

Alternative SSDs mit 4 TB gibt es inzwischen eine ganze Reihe im Handel. Die günstigste Option ist derzeit die Samsung 860 QVO mit QLC-NAND für rund 425 Euro. Mit schnellerem und haltbarerem TLC-Speicher ist aktuell die Western Digital Blue 3D respektive die baugleiche SanDisk Ultra 3D nahe an der 500-Euro-Marke das günstigste Modell mit 4 TB.